Kriminalstatistik: Sexualstraftaten durch Zuwanderer seit 2013 verneunfacht!

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„Deutschland ist sicherer geworden“, behauptete Alters-Innenminister Horst Seehofer allen Ernstes bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2017 am 8.5. Die Zahlen seiner eigenen Behörde sprechen eine ganz andere Sprache.

von Collin McMahon

Presse und Poltik wunderten sich nur darüber, dass das „subjektive Sicherheitsgefühl“ der Bevölkerung abgenommen habe. Die Erklärung findet sich freilich nicht in der großen PKS, sondern in der Studie „Kriminalität im Kontext der Zuwanderung“ .

„Zuwanderer“ sind für das BKA jene, die in Deutschland in der Regel als „Flüchtlinge“ bezeichnet werden: Asylbeweber, Asylberechtigte, subsidiär Schutzbedürftige, Geduldete und noch nicht abgeschobene Abgelehnte. Es gibt keine offiziellen Zahlen dazu, wie viele „Zuwanderer“ im Sinne des BKA es gibt. Experten gehen laut Focus von 1,6 Millionen aus, das entspräche einem Anteil von zwei Prozent an der deutschen Bevölkerung. Straftaten durch EU-Ausländer sowie Deutsche mit Migrationshintergrund sind in diesen Zahlen nicht berücksichtigt.

Laut PKS hat sich die Zahl der „Straftaten gegen das Leben“ durch Zuwanderer seit 2013 vervierfacht, von 113 auf 447. Die Zuwanderer stellten 15% der Mörder und Totschläger. Sie begehen also ca. 7,5 mal so oft Straftaten gegen das Leben wie die Gesamtbevölkerung.

Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ durch Zuwanderer verneunfacht, von 599 auf 5258. Bei den Sexualtätern stellten die Zuwanderer 11,9% der Täter, obwohl sie nur etwa 2% der Bevölkerung ausmachen. Sie begehen also ca. 6 mal so oft Sexualstraftaten wie die Gesamtbevölkerung.

 

Jeder achte Straftäter gegen die sexuelle Selbstbestimmung war also ein Zuwanderer. 2016 war es jeder Elfte. Nur jeder fünfzigste Einwohner in Deutschland ist jedoch „Zuwanderer“. Die Zahl der Sexualverbrechen durch Zuwanderer hat 2017 um 54% zum Vorjahr zugenommen (von 3404 auf 5258 – siehe Anmerkung).

Die Zahl der Gruppenvergewaltigungen durch Zuwanderer wird in der Studie zum ersten mal nicht mehr ausgewiesen. Die Zahl der Mehrfachtäter unter den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung stieg unter den Zuwanderern von 254  im Jahr 2016 auf 491 im Jahr 2017. 10,1% aller zugewanderten Sextäter sind also Wiederholungstäter (2016: 8%).

 

Anm: Die Definition von Sexualstraftaten hat sich in der PKS 2017 geändert: „Der neu eingeführte Grundtatbestand des sexuellen Übergriffs setzt keine tatbestandliche Nötigung voraus. Zudem werden Tathandlungen zum Nachteil widerstandsunfähiger Personen nunmehr im neuen § 177 StGB unter Strafe gestellt. Neu geschaffen wurden die §§ 184i, j StGB, die die „sexuelle Belästigung“ und „Straftaten aus Gruppen“ erstmals explizit unter Strafe stellen. Der Tatbestand der „sexuellen Belästigung“ wurde im Jahr 2017 in der PKS erstmalig als Sexualdelikt erfasst“ (BKA).

Zeitgleich erhöhte sich die Gesamtzahl der Sexualstraftaten, die in den Vorjahren relativ konstant geblieben war, von 37.442 auf 44.314 – ein Anstieg von 18,35%. Die PKS enthält keine Aussage dazu, wie viele Sexualstraftaten durch die neue Definition hinzugekommen sind. Wenn die Zahl der Sexualstraftaten, die durch Zuwanderer begangen wurden, durch die Neudefinition einen ähnlichen Anstieg erlebt hat, würde dies immer noch einen bereinigten Anstieg der „alten“ Sexualstraftaten um 30,5% bedeuten.

 

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Collin McMahon ist Autor und Übersetzer. Er schreibt ein Buch über Donald Trump und die konservative Revolution, das im Antaios Verlag erscheint. Der Autor distanziert sich ausdrücklich von allen rassistischen oder volksverhetzenden Kommentaren.

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