Bernhard Vogel verteidigt AfD-Beteiligung am Katholikentag

Symbolfoto: Durch Thoom/Shutterstock

Berlin  – Eigentlich unfassbar. Was eine Selbstverständlichkeit ist, muss hier verteidigt werden – mit einer bescheuerten Begründung: Der ehemalige rheinland-pfälzische und thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) hat die Einladung eines AfD-Vertreters zum Katholikentag in Münster verteidigt. Man würde „die AfD nur aufwerten, wenn man sie anders behandelte“, sagte Vogel der „taz“ (Freitagsausgabe). Vogel, der 1968 Präsident des 82. Katholikentags in Essen war, sprach sich für einen gelassenen Umgang mit der AfD aus: „Auf dem letzten Katholikentag in Leipzig wurde dagegen protestiert, dass die AfD nicht eingeladen worden war. Nun wird dagegen protestiert, dass bei einem Podium ein AfD-Vertreter eingeladen ist. Übrigens wie alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien.“ Die Leitung des Katholikentages hat zu dem Podium „Nun sag`, wie hast du`s mit der Religion?“ für Samstag Vertreter aller Bundestagsparteien eingeladen – darunter den kirchenpolitischen Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Volker Münz.

Diese Entscheidung war im Vorfeld des größten katholischen Laientreffen auf breite Kritik gestoßen. So forderten unter anderem der Bund der Deutschen Katholischen Jugend und verschiedene Theologen die Ausladung von Münz. Beim vorausgegangenen Katholikentag 2016 in Leipzig hatten sich die Veranstalter noch bewusst gegen die Teilnahme der AfD entschieden.

Der Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, hat die Einladung in den vergangenen Wochen mehrfach verteidigt. (Quelle: dts)

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