Arbeit, Sport & Spiel: Der Anton und das Wohnmobil

Foto: Durch RaksyBH/Shutterstock
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Draußen in der freien Wildbahn, dort also, wo sich Mähdrescher und Traktor Gute Nacht sagen – und wohin auch der Wohnmobilist auf seinem Dieselroß vom Hof reitet, liegt der Hund begraben. So jedenfalls sieht das der Hofreiter Toni von den Grünen und regt sich auf. Die Abregung gibt es hier.

von Max Erdinger

Die dts-Nachrichtenagentur meldet:

– Berlin  – Der Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Anton Hofreiter, hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und seinen Amtsvorgänger Alexander Dobrindt (beide CSU) scharf wegen ihres Einsatzes für einen Wohnmobilhersteller kritisiert. „Andreas Scheuer und Alexander Dobrindt scheinen sich erneut als unselige Paten für dreckige Dieselmotoren zu erweisen“, sagte Hofreiter der „Passauer Neuen Presse“ (Donnerstagausgabe). –

Mit den Wohnmobilen jenes bayerischen Herstellers ist es so: Er kauft das jeweilige Trägerfahrzeug für seinen Wohncontainer bei verschiedenen Herstellern ein, schraubt die bayerische Campinghütte hinter die Fahrerkabine und verkauft das Gesamtwerk dann entweder als Ford Transit-Wohnmobil, als Mercedes Sprinter-Camper oder als Fiat Ducato-Wohnmobil.

Wenn der grüne Hofreiter im Zusammenhang mit den CSUlern und dem bayerischen Wohnmobilhersteller von „unseligen Paten für dreckige Dieselmotoren“ spricht, dann übersieht er gleich mehrere Fakten.

  1. Auch in einem Wohnmobil befindet sich der Motor unter der Motorhaube und nicht etwa zwischen Gaskocher und Kühlschrank.
  2. Die Hersteller der Trägerfahrzeuge verkaufen ihre Produkte hauptsächlich deswegen, weil sie das dürfen.
  3. Diese Fahrzeuge sind vergleichsweise selten die Träger von Wohnaufbauten, sondern in mindestens 90 Prozent aller Fälle Lieferwagen für Kurierdienste und Handwerksmeister, sowie Rettungswagen beim Roten Kreuz oder Einsatzfahrzeuge bei der Polizei. Lediglich die Motoren sind immer die gleichen.

– Das ZDF-Magazin Frontal 21 hatte über eine „geheime Absprache“ der beiden CSU-Politiker berichtet.
So soll Dobrindt in seiner Zeit als Verkehrsminister 2016 eine „Ausnahmegenehmigung“ für den bayerischen Reisemobil-Hersteller beim Kraftfahrtbundesamt für schmutzige Fiat-Dieselmotoren erwirkt haben. Der damalige CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer habe sich dafür eingesetzt. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums widersprach gestern den Vorwürfen: Fiat habe eine italienische Typgenehmigung für das Fahrzeug. Diese gelte europaweit und müsse in Deutschland akzeptiert werden. –

Der grüne Anton ist also wieder einmal einem schmutzigen Irrtum erlegen. Die dieselrußgeschwärzten Menschen, welche in großer Zahl über den Brennerpaß nach Mitteleuopa einreisten, können Dieselmotoren von Fiat nicht als Fluchtgrund anführen. Eine Typgenehmigung ist keine Fluchtursache.

– Das Kraftfahrtbundesamt habe nur den Aufbau genehmigt – gemäß der europäischen Mehrstufengenehmigung, wonach die deutschen Behörden nur die Veränderung, den Umbau zum Wohnmobil, genehmigen müssen. Das Kraftfahrtbundesamt erteile Genehmigungen aufgrund europäischer Regeln, hieß es. –

Da fragt man sich, wieviel der grüne Anton noch dazulernen muß, ehe er damit aufhört, sich wegen nichts aufzuregen.

– „Mit ihrer willfährigen Kumpanei und ihrer unsäglichen Vertuscherei im Dieselskandal“, würden Dobrindt und Scheuer der Autoindustrie „einen Bärendienst erweisen und seien mit Schuld an der dreckigen Luft in deutschen Städten“, kritisierte Grünen-Fraktionschef Hofreiter in der „Passauer Neuen Presse“. „Der Bundesverkehrsminister muss endlich eine Transparenzoffensive und eine Offensive für gesunde Luft starten“, sagte er. –

Antons Welt: Die Menschen in den deutschen Städten bestellen sich immer mehr Konsumgüter im Internet und lassen sich diese von Wohnmobilfahrern bis vor die Haustür liefern. Bekannte Wohnmobilfahrer tragen Dienstkleidung von UPS, Hermes und FedEx. Mit ihren Wohnmobilen verpesten sie Antons städtische Atemluft und verstopfen die Ein- und Ausfahrten von Parkhäusern, weil sie zu Fuß neue Pakete einkaufen wollen, um sie an paketgeile Kunden weiterzuverhökern. Viel zu viele Bürger betrachten auch das Wohnmobil als Stadtfahrzeug ihrer Wahl und fahren stattdessen mit dem Smart in Urlaub.

„Willfährige Kumpanei“ und „unsägliche Vertuscherei im Dieselskandal“ sind aber in Tat und Wahrheit des grünen Antons eigene Spezialität. Der grüne Anton ist nämlich der willfährige Kumpel durchgeknallter Dieselhysteriker und beteiligt sich an der unsäglichen Vertuscherei der Tatsache, daß der sog. Dieselskandal nichts anderes ist als dummes Geschrei um heiße Luft.

Die einzige Sorge, die man wegen der Wohnmobilisten in der Stadt haben muß, ist die, daß sie dank einer nachlässigen Fiskalpolitik zu Geld kommen könnten und deshalb anfangen, sich nagelneue Doppelstock-Reisebusse zu Wohnmobilen umbauen zu lassen, mit denen sie dann Pakete an die Stadtmenschen ausliefern. Mit etwas gutem Willen könnte man in des grünen Antons Gezeter also eine Mahnung erkennen, den Anfängen zu wehren. Denen allerdings hätte man bereits Ende der Siebziger Jahre wehren sollen, als die Gründung der Grünen bevorstand. Daß die noch heute eine politische Typgenehmigung haben, ist der eigentliche Skandal.

Grundsätzlich wäre es allerdings richtig, die CSU-Lobbyisten daran zu hindern, sich für den Schiffsbau einzusetzen, um zu vermeiden, daß die innerstädtischen Straßen zu Kanälen ausgebaggert werden, auf denen Mütter mit Kreuzfahrtschiffen zum Einkaufen fahren, nachdem sie ihre Kinder im Beiboot auf dem Schulparkplatz ausgesetzt haben.

3 Kommentare

  1. Schmunzel.
    Die Dummheit alleine wäre gut zu ertragen.
    Unerträglich wird sie allerdings in Kombination mit Arroganz, Herrschsucht und einem eklatanten Mangel an Selbstbeherrschung.

  2. Der Hofreiter-Depp und seine Sch….hausparolen! Dreckige Luft in den Städten? Durch CO² und NO²?
    Doch wohl eher durch seine geistigen Flatulenzen und die seines Gesinnungsgenossen Resch vom allseits bekannten Abmahnabkassierverein DUH, der weniger der Umwelt, dafür aber seinem Portemonnaie hilft!

  3. Die Grünen sind mittels Waldsterben, Atommüll. Ozonloch und Klimakatastrophe derart zu Propheten der Neuzeit aufgestiegen, dass kein Mensch mehr den schreienden Widerspruch bemerkt zu ihren zahlreichen Lumpereien:Krieg gegen Serbien, Trassen schlagen für Tieflader auf jeden anständigen Berg zwecks aufstellens einer Windmühle, dadurch bedingt ein gewaltiges Gemetzel unter Vögeln und Fledermäusen, die Produktion gigantischer Abgasmengen aufgrund ihrer weltweiten Rettungskonferenzenleidenschaft, eine ständig wachsende Verblödung an den Hochschulen über das gender Gelärre, an dem nichts drnist außer dem ständigen Gejammer der ständig benachteiligten Frauen, dazu kommen noch ihre Angriffe auf ein funktionierendes Schulsystem und ihre Verherrlichung der bunten migrantischen und sonstigen Vielfalt ohne Wert.

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