Ellwangen: Keiner interessiert sich für Eure „Flüchtlings-Mahnwache“

Hier sehen Sie eine Demo in Ellwangen...(Foto: Durch BAO-Images Bildagentur/Shutterstock)

Ellwangen – Ein Kameruner, der sich zum Sprecher der afrikanischen Asylanten in der Ellwanger Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) aufgeschwungen hatte, verkündete am Mittwoch noch großspurig, dass die Insassen wie auch deren „Unterstützer“ eine Demonstration abhalten wollen. Wie Jouwatch berichtete, solle dadurch der „afrikanische Wahrheit“  über die Vorkommnisse ans Licht verholfen werden, denn das Vorgehen der Polizei sei „bürgerkriegsähnlich“, inszeniert und politisch motiviert“ gewesen und die Medien hätten skandalisiert.

„300 Leute werden bei der Demo sein – alle aus dem Camp und einige Unterstützer“, so die Vorhersage eines Kameruner, der sich laut eigener Aussage nun um die „Öffentlichkeitsarbeit“ der afrikanischen Asylanten in der Ellwanger LEA kümmere.

Wie die „Schwäbische“ am Mittwoch berichtet, sei die angekündigte Mahnwache der Bewohner der Ellwanger LEA und ihrer fleißigen Helferlein bislang jedoch ausgeblieben. Die Zeitung berichtet von zwei traurigen Aktivisten des linksextremen Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“, die etwas verloren mit einem mitgebrachten Transparent auf einer Bank herum sitzen. Die mit einem Strohhut behütete Sasika Jürgens gibt an, die Berichterstattungen über die LEA via Facebook verfolgt zu haben und da es ja „so viel rechte Hetze“ gibt, wollte sie und ihr  Begleiter, der Dominik „dagegen stehen“. Jetzt sitzt die tapfere Saskia und ihr, mit einem Antifa-T-shirt uniformierter Freund da wie „bestellt und nicht abgeholt“ und warten auf den Rest der Truppe. Denn: auch die Antifa habe ihr Kommen angekündigt. Saskia hofft jedoch inbrünstig, dass keine „rechten Gruppierungen“ auftauchen. „Das soll alles friedlich bleiben“, so die linke Traumtänzerin.

Auf dem Ellwanger Marktplatz hat sich aber gegen Mittag doch noch etwas getan: Das Friedensforum Ellwangen stand mit einer handvoll Rentner und den beiden „Aufstehen gegen Rassismus“-Aktivisten  sowie einem selbstgebastelten Transparent herum. Das Forum wolle die Mahnwache unterstützen, so die Aussage. „Die Bewohner müssen die Möglichkeit haben, sich zu erklären“, so die Überzeugung der Unterstützer. Die Frage eines Passanten, wie viele „Flüchtlinge“ denn von den Aktivisten bislang aufgenommen wurden, seien wahrheitsgemäß mit „Keinen“ beantwortet worden. „Sehen Sie, aber dennoch würden Sie am liebsten alle einfach aufnehmen“, so der Fragende in Richtung der Flüchtlingsjubler.

Währenddessen sorgt sich Ellwangens Oberbürgermeister Karl Hilsenbek (parteilos) über das Image der LEA. Hilsenbek geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die „Ereignisse“ die Bereitschaft der Ellwanger zu einer Verlängerung des im Frühjahr 2020 auslaufenden Vertrags der LEA negativ beeinflusst haben. (SB)

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