Die verunsicherte Kirche, der Bischof und der Tritt ins Kreuz

Foto: Durch Lena Ha/Shutterstock
Foto: Durch Lena Ha/Shutterstock

Passend zum Katholikentag 2018: Was ist bloß mit den beiden (noch!) christlichen Kirchen los?

* Der Kulturkampf, den viele vorhergesagt haben, hat begonnen. Wir werden ihn verlieren, wenn ich mir die „Gegenwehr“ ansehe. Statt Verteidigung und Offenheit regiert das „Appeasement“ – die Anpassung der Kirchen an den Zeitgeist.

Von Peter Helmes

* Der evangelische und der katholische Oberhirte in Deutschland legen ihre Brustkreuze ab, um „den Islam nicht zu kränken“. Das ist nicht Demut, sondern Feigheit. Warum sonst zeigen bereits Fotos vom Willkommenssommer 2015 Kardinal Marx ohne Kreuz, wie er auf dem Münchner Bahnhof mehrheitlich muslimische Migranten begrüßt? Diese „Kirchenfürsten“ haben offenbar ihre eigentliche Aufgabe, den Glauben zu verkünden und zu verteidigen, vergessen. (Zum Thema Kreuz später mehr)

* Wann endlich melden sich die Kirchen zurück, um gegen Christenverfolgung, das Abschlachten Gläubiger und die Tötung Ungeborener zu protestieren?

* Wo bleibt das Wort der „Oberhirten“ gegen die dreisten Versuche von „Modernisierern“, christliche Symbole, Worte und Feiertage aufzugeben? – St. Nikolaus z. B. soll zum „Lichterfest“ umbenannt und Weihnachtsfeiern sollen abgeschafft werden usw. „Kein Schweinefleisch in Kitas und Schulen“ ist ein weiterer Angriff auf unsere Werte.

* Reinhard Kardinal Marx sieht das Christentum vor allem als eine vom Marxismus inspirierte Soziallehre, die den Wohlhabenderen Schuld einredet und sie in die Pflicht nimmt, alle Menschenkinder zu nähren.

* Der Papst wäscht Moslems die Füße und küßt sie. Hat er je einem gefolterten Christen seine Liebe gezeigt?

* Die Interpretation des „wahren Glaubens“ ist längst nicht mehr kircheneinheitlich; besonders in Deutschland prallen „Modernisierer“ und „Bewahrer“ aufeinander.

* Seit Jahrhunderten bestehende Regelungen werden durch einen offenbar entscheidungsunwilligen Papst an die „unteren Institutionen“ delegiert, darunter so schwerwiegende Frage wie die Zulassung von Protestanten zur Hl. Kommunion oder die „Wiederaufnahme“ von Geschiedenen. Der Papst geht auf Tauchstation und vermeidet, auch nur ansatzweise eine Orientierung zu geben.

* Eine Delegation deutscher Kardinäle, die diese und ähnliche Probleme im Vatikan geklärt wissen wollten, wird, als handele es sich um Schulbuben, nachhause geschickt nach dem Motto „Macht Euren Dreck alleene!“ usw. usf.

Ratlosigkeit bei den Gläubigen

Ratlosigkeit und Unsicherheit bei vielen Gläubigen, Ignoranz und Anpassung an den Zeitgeist bei den „Hirten“. Mit diesen vier Begriffen kann man das ganze Dilemma – übrigens beider – Kirchen erfassen. So hatte sich Jesus seine Kirche gewiß nicht vorgestellt.

Statt den Glauben tapfer zu verteidigen, gehen die Kirchen den Weg des geringsten Widerstandes, faseln von einem einzigen Gott im Christentum wie im Islam, als ob Gott und Allah gleich seien. Nein, und nochmals nein, der Gott der (wahren) Christen – ein gütiger, liebender und verzeihender – hat mit Allah nichts zu tun! Der Islam predigt Krieg (gegen die „Ungläubigen“), Jesus predigt Liebe und Frieden.

Geradezu hilflos ist die Reaktion der Kirchen auf die Ent-Christlichung der Öffentlichkeit, die zu einem Verschwinden christlicher Symbole oder der moralischen Interpretationsmacht des Christentums geführt hat, das sich heute neben andere Religionen einreihen muß – siehe: „Der Islam gehört zu Deutschland“. Sagen wir es doch offen: Reinhard Marx und etliche seiner Mitbrüder arbeiten offensichtlich an einem „Christentum ohne Bekenntnis“. Das ist bequemer, als sich offen zu bekennen.

Genauso hilflos ist ihre Reaktion auf die Ent-Institutionalisierung der Gesellschaft, die Institutionen wie der Ehe oder der Familie ihrer Aufgaben entledigt und den Umbau der christlichen Kirchen zu politisierenden Sozialagenturen im Sinne einer Entmythologisierung und Profanisierung herbeigeführt hat. Dahinein passen dann „Ehe für alle“, Frühsexualisierung, „Abtreibung“ (Tötung ungeborenen Lebens) und „Sterben in Würde“ (Euthanasie) – verkappte Begriffe für die Auflösung unserer christlichen Grundwerte.

Statt sich um eine Besinnung auf die wahren christlichen Werte zu kümmern, spielt die Kirche eher die Rolle einer Sozialinstitution: „Allen wohl und niemand weh…“ Jesus hatte sich eine offensivere Glaubensverkündung gewünscht. Aber heute zählt statt Messe eher das „Event“ – zur Gaudi fehlorientierter „Christen“ aus der „Kirche von unten“.

Marxistische statt christliche Kirche?

Eher trägt Kardinal Marx zur Spaltung seiner katholischen Gemeinschaft bei, indem er sie in Mitverantwortung nimmt für die Versorgung von Millionen „Willkommenskulturgästen“, u. zw., wie er vorgibt, „aus christlicher Nächstenliebe“, aus der Liebe zum Nächsten, also auch zu den Fremden. Für solche „Verdienste“ wird der Kardinal fürstlich entlohnt: Er bekommt von dieser Gemeinschaft (vom Land Bayern, nicht vom Kirchensteuerzahler) 11.500 € im Monat Salaire und einen teuren BMW 730 i mit Chauffeur.

Besonders auffällig wurde die Orientierungslosigkeit der Kirche anläßlich der „Feiern“ zum 200. Geburtstag von Karl Marx, dem Vater des Sozialismus. Sein Namensvetter, Kardinal Reinhard Marx, dachte nicht daran, sich und seine Kirche von Karl Marx zu distanzieren, sondern pries ihn als großen Denker.

Karl Marx wird vom Münchner Erzbischof Reinhard Marx als „ein wichtiges Korrektiv des kapitalistischen Systems“ bezeichnet. Der Münchner Erzbischof Reinhard möchte, daß man auch sehe, wer die Lasten trägt und wer die Verlierer sind. Da könne „ein Blick“ auf Karl Marx sehr hilfreich sein.

Da springt ihm, dem Reinhard Marx, flugs der Trierer Dompropst bei, der sich veranlaßt sieht, die „Ehre“ von Karl Marx zu retten – die Ehre eines Mannes, der den Satz geprägt hat, „Religion ist Opium für das Volk!“

Die Koblenzer Rhein-Zeitung berichtet (7.5.18) u. a.:

„…Prälat Werner Rüssel (Trier) führt auf dem Podium präzise aus, daß im gegenwärtigen Kapitalismus die Menschen zunehmend ihrer Würde beraubt werden, daß das inhumane Effizienzdenken vorherrsche und der Mensch nicht mehr als Mensch sondern als „Homo oeconomicus“ betrachtet werde. Er gesteht, das sei scharf formuliert, aber er wolle es in ebendieser Schärfe bewußt so stehen lassen…“

Ja sind denn diese frommen Menschen allesamt vom Hl. Geist verlassen? Oder hat sie Gottes ewiger Widersacher schon fest im Griff? Kann man einem Hirten folgen, der gezielt und präzise – geradezu mit einem „unfehlbaren“ Instinkt – versucht, die Gläubigen in einigen für die heutige Zeit entscheidenden Fragen zu desorientieren und sie gegenüber den Angriffen auf Glaube und Kirche zu schwächen?

Daß die Marktwirtschaft – erst recht die soziale – Millionen Menschen vor dem Verhungern gerettet und ihnen eine Arbeit in Würde geschaffen hat, verschweigt der Prälat ebenso wie die Tatsache, daß der von Karl Marx begründete Sozialismus Millionen Menschen verhungern ließ, verfolgte und ermordete:

Durch den Marxismus kamen mehr als 100 Millionen Menschen weltweit zu Tode. (Noch mehr Opfer forderte bisher der Islam mit etwa 300 Millionen verbürgter Opfer, ohne die ungezählten und vergessenen.) Kurz: Ohne Sozialismus und Marx wäre die Welt besser.

Dabei sind die deutschen Modernisierer (beider Kirchen) nicht einmal konsequent in ihrem Tun. Fressen geht vor Moral, wie schon Berthold Brecht erkannte. Die Kirchen in Deutschland neigen zunehmend dazu, sich wie Karl Marx zu sehr (oder nur) auf das Materielle zu konzentrieren. Die „Seelsorge“ kommt zu kurz – genauso wie die Glaubenslehre.

Oder deutlicher: Kirche heute gleicht eher einem „Sozialevent“, das den Kirchenmitgliedern Kurzweil bietet. Gotteshäuser werden umfunktioniert zu Theatersälen. Traditionelle Kirchenveranstaltungen wie Prozessionen oder Hochämter bleiben auf der Strecke, Fürbitten gibt es für nahezu alles Übel („gegen rechts“) auf der Welt, aber nicht für (auch im Glauben) bedrängte Christen. Die Oberherrschaft über das christliche Leben liegt heute eher bei akademischen, politisch korrekten Linksverstehern denn bei den Hirten selbst. Und wer den linken Quatsch nicht mitmachen will, wird ausgegrenzt, u. zw. erbarmungslos, unchristlich.

Die deutsche Bundeskanzlerin, die Pastorentochter Angela Merkel, gibt bei der Flüchtlingshilfe (seit 2015) vor, es sei ihre Pflicht, den bedrängten Menschen zu helfen. Ins selbe Horn blasen Papst Franziskus sowie ein Großteil des deutschen Episkopats. Aber hat jemand von diesen je einen Satz gehört wie, man müsse sich vor allem um die Christen kümmern, die als unsere Brüder und Schwestern zu uns geflohen waren? Wer hat gehört, daß auch nur ein einziger Kirchenoberer auch nur einmal die Christenverfolgung sogar auf deutschem Boden in den Lagern angeprangert hätte? Stattdessen werden wir ohn´ Unterlaß gemahnt, die Antichristen nicht zu brüskieren.

Christliche Symbole verschwinden – aber das Kreuz lebt

Das bayerische Landeskabinett hat beschlossen, daß ab Juni dieses Jahres in jeder Behörde in Bayern ein Kreuz hängen muß. Dies soll nach Ansicht der bayerischen Staatsregierung die „geschichtliche und kulturelle Prägung“ Bayerns zum Ausdruck bringen und „sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung“ sein.

Bayern handelt damit gegen den Trend. Immer mehr christliche Symbole verschwinden aus dem öffentlichen Leben. Aber nun steht ein Mann auf und sagt „Halt! – wir bekennen uns zu unserer christlichen Tradition!“ Dieser Mann ist Markus Söder, der neue Ministerpräsident Bayerns. Schnappatmung bei den Linken und reflexartige Angriffe auf den Verursacher sind das Echo.

Der anti-christliche oder zumindest falschverstandene „christliche“ Wahnsinn hat Methode.

Das Schlimmste vorweg: Gegen das Herzeigen des Kreuzes wehren sich auch lautstark Kirchenmänner! Das ist skandalös! Doch der Päpstliche Nuntius in Österreich, Peter Zurbriggen, hebt sich von den Reihen der Verirrten ab und erklärt, er schäme sich für Reinhard Marx und dessen deutsche Kollegen, die lieber nicht zu viele Kreuze sehen wollten: „Das ist eine Schande!“ (Von einer Reaktion des so Bloßgestellten ist mir nichts bekannt.)

Ein föderales Mißverständnis: Söders Kreuz? – Unser Kreuz! Unsere Heimat!

Komme mir niemand mit dem Vorwurf, das sei doch nur ein Wahlkampfmanöver der CSU – ein Lied, das vor allem die politisch und kirchlich Korrekten jetzt ganz laut singen. Ja und? Und wenn – was wäre daran verwerflich? Die so argumentieren, verdecken nur noch schwach, daß sie offenbar nicht bereit sind, unseren Gauben zu verteidigen. Auch wenn´s um Wahlkampf ginge – das Ergebnis wäre immerhin eine Rückbesinnung auf das Kreuz – das wichtigste Symbol des Christentums!

Und noch etwas: Könnte man sich vorstellen, daß ein Aythollah – der Vergleich mit einem Kardinal sei erlaubt – erkläre, er wünsche öffentlich keinen roten Halbmond oder kein Minarett zu sehen, weil er die Christen nicht provozieren wolle? Wie lange hätte dieser Ayathollah noch zu leben? Länger als 1 Tag? Ich glaube nicht. Ein Moslem läßt sich sein Bekenntnis zu Allah nicht verbieten. Schämt Euch, Ihr Christenfeiglinge!

Eine schwache Aufführung der katholischen Kirche in Deutschland! Deshalb kam, was erwartbar war: Die „geneigten Medien“ eilten den Schwach-Christen zu Hilfe. Schwupps gab es eine Umfrage in ganz Deutschland – mit dem (gewollten) Ergebnis, Söders Vorstoß fände keine Mehrheit. Kaum jemand erkannte die Hinterlist: Gefragt wurde in ganz Deutschland, also auch da, wo das Christliche vielleicht noch 3 Prozent ausmacht.

Viel wichtiger ist jedoch, was die Menschen in Bayern darüber denken und nicht die in den anderen Bundesländern, die es gar nicht betrifft. Die Frage hätte lauten sollen: „Wollen Sie, daß bei denen, die schon länger hier leben, die alten, tradierten Symbole bleiben dürfen?“ Die befragten Bayern haben deutlich ihre Meinung geäußert: große Zustimmung für das Kreuz in öffentlichen Gebäuden Bayerns! Da scheinen wohl die Bürger beständiger zu sein als die Wackelpuddings aus dem Klerus.

Es geht doch gar nicht um „alle staatlichen Behörden in Deutschland“, sondern nur um die bayerischen. Natürlich kann man unterschiedlicher Meinung sein, ob diese beabsichtigte Zeichensetzung angemessen ist oder nicht. Unstrittig ist aber, daß bei vielen Menschen heute eine tiefe Verunsicherung und Befürchtung existiert, die Heimat könnte beschädigt werden oder ganz verloren gehen. Auf diese Ängste will Söder mit den Kreuzen reagieren.

„Eine Mehrheit der Deutschen“ (angeblich) Ach, da gibt es sie auf einmal wieder, “die Deutschen“. Sind das nun aber tatsächlich „diejenigen, die schon länger hier leben“, oder waren unter den Befragten auch diejenigen, die noch nicht so lange hierleben? (Daß Letztere nicht für Kreuze zu haben sind, liegt auf der Hand.) Wir leben hier in einem christlichen Abendland. Weshalb sollten jetzt in Ämtern keine Kreuze hängen dürfen?

Bemerkenswert aber erscheint mir die Beachtung, die dem Symbol der abendländisch-christlichen Kultur als Teil bayerischer Lebensart derzeit zuteilwird. Seit Jesus am Kreuz gestorben ist zur Erlösung der Welt, ist das Kreuz das Zeichen und der Inhalt des Christentums schlechthin. Ein noch religiöseres Symbol gibt es nicht. Es ist ein Zeichen sowohl für unseren Glauben als auch für unsere kulturelle Identität. Kein Wunder, daß sich die Linken aller Couleur jetzt aufregen!

Noch einmal Klartext: Nicht Söder spaltet, sondern derjenige, der Massenmigration unkontrolliert zuläßt und der seine Kreuze aus falscher Toleranz und Feigheit verschwinden läßt – sowohl aus Gerichten, öffentlichen Gebäuden als auch auf dem Tempelberg.

Bei vielen Kirchenmenschen scheinen mir die Maßstäbe verrutscht zu sein. Das Kreuz muß im Mittelpunkt stehen, nicht die Anpassung an dessen Gegner! Nur so kann eine Spaltung der Kirche verhindert werden.

Und noch etwas: Für viele Menschen (notabene in Bayern!) symbolisiert das Kreuz Heimat – das Umfeld, die Region, das Land, in dem ich mich wohlfühle und in dem meine „Muttersprache“ (aha!) gesprochen wird.

Man muß Markus Söder dankbar sein: Sein „Kreuzzug“ eröffnet die Gelegenheit, eine längst überfällige Diskussion zu beginnen. Es geht um das Verhältnis von Staat und Kirche, es geht um eine grundlegende Debatte um das Fundament unseres Staates!

Söders Antwort ist klar: Für ihn sei das Kreuz „in erster Linie ein religiöses Symbol“. Es gehöre „aber auch zu den Grundfesten des Staates“. Es habe eine „identitätsstiftende, prägende Wirkung für unsere Gesellschaft“. Söder sagte, er wundere sich, daß „wir über Toleranz für andere Religionen reden und uns nicht trauen, zu unseren eigenen Werten, unserer eigenen Religion zu stehen“.

Tritt ins Kreuz der Gläubigen – Ein würdeloser bischöflicher Kniefall vor dem Islam: Kardinal Marx kritisiert Söders Kreuz-Anordnung

Kardinal Reinhard Marx, sozusagen der oberste Katholik Deutschlands, hat Markus Söder (CSU) für dessen Kreuz-Erlaß kritisiert. Es sei „Spaltung, Unruhe, Gegeneinander“ entstanden, sagte Marx der „Süddeutschen Zeitung“.

Ein echter Marx! Für die verfolgten Christen setzt er sich nicht ein, aber für deren Mörder schon. Ihm sei entgegengeschleudert: „Es reicht, Eminenz, es reicht! Das Kreuz für sich selbst verleugnen (siehe Tempelberg), aber diejenigen, die das Kreuz verteidigen, aburteilen?

Hat man Ihnen einen Job als Ayatollah versprochen? Aufrechte Christen können Ihre Meinung nicht verstehen. Wenn ich Sie beim Wort nehmen darf: Sie haben Ihre Philippika gegen die Kreuzesfreunde auch damit begründet, das Kreuz sei „ein Zeichen des Widerspruchs gegen Sünde, Gewalt gegen andere Menschen usw. – aber kein Zeichen gegen andere Menschen.“

Einverstanden, Eminenz. Aber warum schießen Sie sich selbst von hinten durch die Brust ins eigene Bein? Denn wenn Sie mit Ihrer Begründung Recht haben, ist das Kreuz-Herzeigen gerade richtig!

Genau verstanden ist – um Ihre Gedanken aufzunehmen – das Kreuz ein Zeichen des Widerspruchs gegen Christenverfolgung, gegen die gewaltsame Versklavung und grausame Abschlachtungen von Mensch und Tier, gegen Sünden wie Zwangsehen, Kinderehen, Vielehen und so weiter. Hätten Sie das Kreuz so verstanden, wäre ich wieder Ihr Freund. So aber kann ich als höflicher Mensch nur noch den Kopf schütteln über so viel kirchenfürstliche Borniertheit. Und letztlich: Mit Ihren Worten stellen Sie sich auf eine Stufe mit den Imamen und deren unmenschlicher Ideologie.“

Papst Johannes Paul II würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er die Verleugnung des Kreuzes durch führende deutsche Bischöfe hätte miterleben müssen. Von ihm stammt das eindringliche Wort: „Sie können uns Katholiken alles nehmen – nicht aber das Kreuz!“

Deshalb sei Marx zugerufen:

„Kehren Sie um, Eminenz! Geben Sie den Gläubigen Halt im Zeichen des Kreuzes, aber treten Sie sie bitte nicht ins Kreuz! Treten Sie selbst – und fordern Sie Ihresgleichen dazu auf – aus den Reihen der Kreuzverleugner aus. Sie haben schon viel Schaden angerichtet. Das aber könnten Sie korrigieren, wenn Sie Ihre Pflicht als Oberhirte ernstnähmen. Tun Sie das nicht, machen Sie sich zum Mitschuldigen an der Abschaffung der Kirche.“

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