Wurde neue Bremer BAMF-Chefin strafversetzt?

Josefa Schmid (Bild: Screenshot)
Josefa Schmid (Bild: Screenshot)

Bremen – Die bisherige Leiterin der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist offenbar kurzfristig abgezogen worden. Die Vermutung liegt nahe, dass Josefa Schmid strafversetzt worden sein könnte. Gestern war bekannt geworden, dass sie in ihrem Bericht zum Flüchtlingsskandal in Bremen offenbar schwere Vorwürfe gegen die Zentrale in Nürnberg erhoben hat. 

Die bisherige Leiterin der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF),  Josefa Schmid –  die auch als ehrenamtliche FDP-Bürgermeisterin in Kollnburg (Landkreis Regen) fungiert, ist offenbar kurzfristig abgezogen worden – nur wenige Monate nach ihrem Amtsantritt. Medienberichten zufolge wurde sie gestern Abend über ihre Absetzung informiert. Kurze Zeit vorher hatte Schmid ihren Berichtes über die Vorgänge in der BAMF-Außenstelle in Bremen veröffentlicht. Darin schreibt Schmid von mindestens 3332 Asylanträgen, die unzulässigerweise in Bremen bearbeitet wurden – und das könnte nur die Spitze des Eisberges sein.

Angeblich darf Schmid ihr Bremer Büro nicht mehr betreten, wie unter anderem auch die PNP berichtet. Sie hätte damit auch keinen Zugang mehr zu Unterlagen und Beweismitteln, die sie bei einer Aussage bei der Staatsanwaltschaft Bremen verwenden wollte. Diese ermittelt wegen des Flüchtlingsskandals gegen Schmids Amtsvorgängerin.

Die Vermutung liegt nahe, dass Josefa Schmid strafversetzt worden sein könnte. Unter anderem äußerte sie darin offenbar den Verdacht, dass die Missstände in der Bremer Außenstelle jahrelang von der Nürnberger BAMF-Zentrale gedeckt wurden, um das Ansehen der Behörde nicht zu schädigen.

Josefa Schmid versucht laut übereinstimmender Medienberichten offenbar, sich gegen ihren Abzug aus der Bremer BAMF-Außenstelle zu wehren. Schmid habe beim Bremer Verwaltungsgericht einen Eilantrag gegen ihre Versetzung gestellt. (SB)

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