Kinder werden von Richterin Schock-Fotos vom totgeschlagenen Vater präsentiert – Psychologe schlägt Alarm

Gerichtsverhandlung (Symbolfoto: shutterstock.com/Durch MR.Yanukit)
Gerichtsverhandlung (Symbolfoto: shutterstock.com/Durch MR.Yanukit)

Köln – Der Angeklagte Ahmet R., hatte einen Familienvater so schwer verletzt, dass dieser an seinen Hirnverletzungen verstarb. Die vorsitzende Richterin ließ die Anwesenheit der beiden hinterbliebenen Kinder (10 und 13 Jahre) am Montag zum Prozessauftakt zu und präsentierte mehrere Fotos, die den sterbenden Vater mit operierter Kopfwunde in der Klinik zeigten. Das makabere Schauspiel wurde durch einen anwesenden Gutachter gestoppt. 

Am Montag wurde im Kölner Landgericht die tödliche Prügelattacke auf den 40-jährigen Familienvater Thomas K. durch den 19-jährigen Ahmet R. verhandelt. Der Angeklagte hatte den Familienvater im vergangenen August aus einem nichtigen Grund heraus durch einen Schlag so schwer verletzt, dass dieser einen Tag später in der Klinik verstarb. Laut Medienberichten wollte der damals 18-jährige Türke eine Zigarette von K. schnorren, die er diesem jedoch verweigerte.

„Boah, hast du dem ’ne Faust gegeben, der ist voll umgekippt“

Wie der Totschläger aussagte, sei er am Tattag mit Freunden und Bekannten am Marktplatz in Bergisch Gladbach unterwegs gewesen, als man auf Thomas K.  und dessen Begleiter getroffen sei. Es kam zum Streit. Als K. bereits weitergegangen sei, sei Ahmet R. ihm hinterher gerannt und haben den schmächtigen, 60 Kilogramm schweren Familienvater mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen, so dass dieser mit dem Hinterkopf auf dem Asphalt aufschlug und an einem Schädel-Hirn-Trauma verstarb.

Nachdem ihn die Kumpels mit Sätzen wie „Boah, hast du dem ’ne Faust gegeben, der ist voll umgekippt“ abgefeiert hatten, ging der Angeklagte noch Pizza essen.

Vorsitzende Richterin wedelt mit Fotos des sterbenden Vater von Kindern herum

Wie wenig Empathie und Weitsicht juristisches Personal für die Opfer solcher Gewalttaten aufbringen, demonstrierte einmal mehr die Vorsitzende Richterin Ulrike Grave-Herkenrath. Die 61-jährige Juristin hatte es gebilligt, dass die Kinder des Todesopfers, das Mädchen und der Junge, dem Vernehmen nach 10 und 13 Jahre alt – Saal anwesend waren. Als Angehörige sind die beiden Kinder offizielle Nebenkläger im Prozess und haben damit grundsätzlich Anwesenheitsrecht.

Ein Polizeibeamter hatte nach Darstellung des Express auf Anfrage der Vorsitzenden Richterin  Grave-Herkenrath mehrere Fotos mitgebracht, die den Sterbenden mit operierter Kopfwunde in der Klinik zeigten. Als die Richterin regelrecht mit den Bildern gewedelt hatte und dann den Zeugen in Anwesenheit der Kinder zu den tödlichen Verletzungen des Vaters befragen wollte, schaltete sich ein anwesender Gutachter ein. „Ich möchte hier als Kinderpsychologe intervenieren, das Kindeswohl ist akut gefährdet“, sagte Prof. Dr. Tilman Elliger, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Dozent an der TH Köln.

Ahmet R. – eine migrantische Schlägerbombe

Noch eine zweite Anklage wird gegen den Heranwachsenden verhandelt. Zwei Wochen vor der tödlichen Attacke soll Ahmet R. an der Kölner U-Bahn-Haltestelle Friesenplatz einen Jugendlichen verprügelt haben. Zuletzt saß er im Arrest – weil er ihm auferlegte Sozialstunden nicht abgeleistet haben soll. Es sind noch acht Verhandlungstage eingeplant. (SB)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...