Ganz schön, Haikel!

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Mit der Auf-Nimmerwiedersehen-Airline weg aus Deutschland (Foto: Durch ssuaphotos/Shutterstock)

Der Anblick war kaum auszuhalten: Ein Mann in Handfesseln am Frankfurter Flughafen verlässt das reiche Deutschland. Ende eines Urlaubs, der den deutschen Steuerzahler mehrere Hunderttausende gekostet und beinahe an den Rande einer Katastrophe geführt hatte. Ende einer unausgesprochenen Freundschaft einer Kanzlerin und eines Tunesiers, der das Abendland blutig bekehren wollte und nach eineinhalb Jahren gestoppt wurde. Wenigstens vorläufig.

Von Schlaglicht

Ob die Urlauber, die heute nach Tunesien in die Sonne fliegen, wissen, wer da noch mit in der Maschine sitzt? Es ist Haikel S. (38). Der Tunesier soll an einem Anschlag auf das Nationalmuseum von Bardo, dem größten archäologischen Museum Tunesiens, beteiligt gewesen sein.  Damals starben 24 Menschen. Bei uns wollte er im Auftrag des Islamischen Staates damit weitermachen. 2003 kam der Haikel nach Deutschland, heiratete, wollte studieren, wurde exmatrikuliert und geschieden, nachdem er seine deutsche  Frau verprügelt hatte. Ab 2013 tauchte er unter.

Der Flüchtling des IS kam mit der großen Welle der Merkel-Freunde 2015 wieder ins gelobte Geldland via Ungarn. Allerdings hieß er da nicht mehr Haikel. Er wurde über Nacht zum Syrer und Flüchtling. Einen Monat später konnte er Dank Merkel endlich an die deutschen Sozialkassen, nährte sich reichlich. Blöderweise wurde er im Februar 2015 von bösen Deutschen bei einer Anti-Terror-Razzia festgenommen. Er soll eine terroristische Vereinigung unterstützt, Geld gewaschen und ein paar Tausende, unterschlagen haben. Nichts, was man hierzulande nicht kennen würde. Am 9. März 2017 wird er ausgewiesen. Also stellt der Haikel einen Asylantrag. Seitdem arbeitete er sich wie einst die APO-Aktivisten durch die Institutionen.

In diesem Fall saßen wohl auch wieder ein paar altlinke Richter auf den Bänken, unter deren Talaren der Muff von 40 Jahren. So dauerte es bis zu einer Abschiebung via Europäischem Gerichtshof bis heute. Und kostete mehrere Hunderttausende. Eilanträge wurden von findigen Rechtsanwälte eingereicht, denn dem Mann könnte ja in seinem Heimatland dasselbe drohen, wie einst seinen Opfern: der Tod. Dann kam für Haikel die Wende. Das Straßburger Gericht hat seinen Antrag auf eine „Vorläufige Maßnahme“ abgelehnt. Die Richter forderten Deutschland nicht weiter auf, mit der Abschiebung nach Tunesien zu warten. Offenbar waren dort keine linken Richter auf der Bank gesessen. All der juristische Erbsenzählerkram umsonst! So sitzt Haikel nun in der Maschine neben Bundespolizisten Richtung heimatlicher Sonne und wartet dort auf sein Urteil. Auf deutschen Druck hat das tunesische Außenministerium versichert, dass dem Haikel zuhause keine Todesstrafe droht. Na, vielleicht tanzt er ja bald wieder in Deutschland an.

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