Großbritannien: Fünf Tote und sechs Verletzte am vergangenen Wochenende

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Blutiges Wochenende nicht nur in London (screenshot Twitter)

Das vergangene Wochenende war eines der blutigsten im britischen Vereinten Königreich. Sechs Schießereien  und sechs Messerattacken in London, Liverpool, Luton, Macclesfield und Oxford zwischen Samstag und Montag Nacht mit Toten und Verletzten lassen den Ruf nach mehr schwer bewaffneten Polizisten laut werden. 

In den sogenannten Hotspots sollen mehr bewaffnete Polizisten zum Einsatz kommen, um der Gewalt auf der Straße Herr zu werden, die sich durch immer mehr Banden und Drogenkriminalität ausbreitet.

Die Mutter des am Samstag in London erschossenen 17-Jährigen Rhyhiem Ainsworth Barton richtete einen verzweifelten Appell an die gewalttätigen Kriminellen: „Lasst meinen Sohn das  letzte Opfer sein. Lasst es einfach aufhören“ forderte Pretana Morgan, die das Blut ihres ermordeten Sohnes mit einer Bürste und Wasser vom Gehsteig schrubbte.

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Die trauernde Mutter schrubbt das Blut ihres Sohnes vom Pflaster (screenshot Twitter)

Das blutige Wochenende mit insgesamt fünf Toten und sechs Verletzten setzte sich nach der Ermordung des 17-Jährigen fort: Am Sonntag wird Fatah Warsame (20) aus Cardiff im Zentrum von Liverpool bei einem Angriff getötet. Drei Männer im Alter von 17,22, und 27 werden  in London mit ätzender Flüssigkeit übergossen. Zwei Jungen, 13 und 15 werden in Nordwest London von Schüssen verletzt. Es soll einen dritten Verletzten geben, der bisher nicht gefunden wurde. In Luton wird ein 20-Jähriger erstochen. Ein 22-Jähriger wird mit Schusswunden in London entdeckt. In Macclesfield, Cheshire wird ein 37 Jahre alter Mann erstochen. Ein 43-Jähriger in London erleidet eine Stichverletzung im Nacken. Am Montag wird die Polizei zu einer Schießerei in Oxford gerufen. In Manchester wird ein 30-Jähriger mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Über seinen Zustand ist nichts bekannt. In London wird ein 30-Jähriger durch Schüsse verletzt. Die Verletzungen sollen nicht lebensgefährlich sein. Ebenfalls in London kommt ein 17-Jähriger mit lebensgefährlichen Stichverletzungen ins Krankenhaus. Sein Zustand soll sich mittlerweile stabilisiert haben, berichtet MailOnline. 

Mit dem vergangenen Wochenende sind in diesem Jahr 56 Menschen allein in London erstochen oder erschossen worden. Londons muslimischer Bürgermeister Sadiq Khan lehnt weiterhin jede Verantwortung an dem Gemetzel ab. Schuld sei die Regierung mit ihren Kürzungen bei der Polizei, teilte er laut The Express mit. (MS)