Reden wir mit einer Sprache? Wer die Begriffe besetzt, besitzt auch die Macht!

Foto: Durch Rawpixel.com/Shutterstock
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Von „(A)PO 18“ bis „Netz-(Z)ensur“: Auf dem Schlachtfeld der Worte sollten viele mit einer Stimme sprechen – Nur wer das öffentliche Bewusstsein verändert, verändert auch das Land – Ein Aufruf für gezieltere PR für Patrioten

Von Klaus Lelek

Sprache ist nicht erst seit Ludwig Wittgenstein ein zentraler Begriff unseres Denkens und Handels. Er ist der Schlüssel zu Macht und Veränderung schlechthin. So wie CDU-Vordenker Heiner Geisler es mal in Anlehnung an das Kredo der Frankfurter Schule formuliert hat: „Wer die Begriffe besetzt, besetzt die Köpfe!“ Worte und Begriffe selbst sind isoliert betrachtet oft nichts weiter als Tabula Rasas, Druckerschwärze im Duden, und in manchen Fällen sucht man sie in älteren Nachschlagewerken vergebens. In einem Duden aus dem Jahre 2000 fehlen beispielsweise Worte wie GUTMENSCH, NAZIKEULE und erst recht LÜGENPRESSE. Heute gehören diese Begriffe – mit der Bezeichnung „abwertend“ – längst zum allgemeinen Sprachgebrauch. Lügenpresse und Gutmensch haben es nicht nur in den Duden geschafft, sondern wurden auch als „Unworte des Jahres“ vom politischen Gegner in der guten Absicht sie zu ächten, erst recht aufgewertet. Etwas Besseres kann einer Gegenöffentlichkeit gar nicht passieren.

Der Weg, Begriffe im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, war angesichts einer übermächtigen gleichgeschalteten, staatlich gelenkten Propagandapresse, aber auch durch Sektierertum und Einzelkämpfer verzögert, lang und mühsam. Noch vor zehn Jahren taten sich Islamkritiker schwer Kampfbegriffe zu kreieren und erst recht weiträumig auszustreuen. Es entstanden schwer verständliche Kopfgeburten wie „Chrislam“ – ein Begriff von Peter Raddatz – oder es wurden, krampfhaft um Wissenschaftlichkeit bemüht, islamische Fachbegriffe in Umlauf gebracht. Etwa „Taqiya“ oder „Dhimmi“. Mehr politisches Gewicht erzielte Udo Ulfkotte, der mit seinen Publikationen bewusst polarisierte und mit Büchern wie „Krieg in unseren Städten“ und Schlagworten wie „Eurabien“ betont kämpferisch in den Ring trat. Schließlich ist ja auch die andere Seite mit diffamierenden Begriffen wie „Islamophobie“ (Ein Kampfwort des iranischen Islamisten-Führers Khomeini!), „Hassprediger“, „Verschwörungstheoretiker“ und „Nazischlampe“ nicht gerade zimperlich.

Jeder aus dem Lager der Gegenöffentlichkeit, Islamkritiker, Patrioten, Identitäre, APO 18 – wie auch immer sich jemand nennt – sollten sich bewusst sein, dass er sich auf einem “verbalen Schlachtfeld” befindet. Wir alle sind Soldaten der Sprache! Egal, ob als Blogger, Autoren, Kommentatoren oder Teil eines sozialen Netzwerkes. Je einheitlicher die Sprache dieses großen, patriotischen Netzwerkes ist, je mehr sich der einzelne bemüht, Begriffe und Schlagworte zu streuen, je mehr dringen diese Worte in die Köpfe der Allgemeinheit. Sogar in die Köpfe des politischen Gegners. Wenn ein ehemaliger Außenminister, der noch vor zwei Jahren Pegida als „Pack“ bezeichnete, kürzlich in einem Spiegel-Bericht sagt: „Patriotismus als braune Ideologie abzutun ist ein fataler Fehler“, so dürfen wir uns geschmeichelt fühlen. Auch andere Begriffe wie „No-Go-Area“, „Parallelgesellschaft“, „Islamisierung“, „Scharia“, „Deutschfeindlichkeit“ und „Migrantengewalt“ sind auf dem Weg allgemeiner Sprachgebrauch zu werden. Nicht zuletzt, weil sie von Mitgliedern der AfD in den Parlamenten aber auch von den Multiplikatoren der Gegenöffentlich ständig verwendet werden.

Einen neuen Platz im öffentlichen Bewusstsein bekommen haben auch Worte wie „Heimat“ und „Identität“ gefolgt von „patriotisch“, dass inzwischen sogar im feindlichen Lager das Wort „rechts“ verdrängt. Auch harmlos klingende, ironisch verbrämte Ausdrücke wie „Fachkräfte“ und „Südländer“ haben inzwischen eine andere Bedeutung erlangt, gefolgt von „Rautenhexe“, „Sexmob“, „Nafris“, „Kulturbereicherer“ und „Armlänge“. Das gleiche gilt für ständig wiederholte Slogans wie „Kandel ist überall“ oder „Merkel muss weg!“. Verzichtet werden sollte auf das Wort „völkisch“, denn viele Mitglieder unserer Bewegung wie die tapfere Leyla Bilge, Organisatorin des Berliner Frauenmarsches, oder Imad Karim, sowie der Kongolese Serge Menga, sind nichtdeutscher Abstammung aber kämpfen für unser Land als aufrechte Patrioten, in einer Bewegung, die als parlamentarische und Außerparlamentarische Opposition, tatsächlich eine, wie auf Journalistenwatch erstmals erwähnt, „neue Apo“ und durch David Berger ergänzt „APO 18“ ist. Die Antifa, die sich im Zuge des 50-jährigen Jubiläums der 68ziger gerne in deren verblichenen Glanz sonnen will, ist keine APO. Sie ist eine staatlich geförderte und sogar finanzierte Schlägerbande zur Erhaltung des Merkel-Regimes. Damit jedoch diese neue außerparlamentarische Opposition wirksame Veränderungen in Gang setzen kann, muss sie sich ähnlicher Taktiken bedienen, wie ihre Vorgänger. Nicht inhaltlich, aber methodisch. Und eines dieser uralten Gesetze lautet nun mal!

 

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