Jouwatch-Reporter am Mount Everest: Der Berg als Statement – Ein Europa der Nationen!

Foto: Privat
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Ein zusammenhängendes Patchwork geisteswissenschaftlicher Betrachtungen, weil die Zeiten so bescheuert sind und das Wesen selbst der Philosophie vor mir steht, sozusagen. Denn, wie der Everest des Denkens, Nietzsche, schrieb: „Philosophie, wie ich sie bisher verstanden und gelebt habe, ist das freiwillige Leben in Eis und Hochgebirge“[i]. Ja, der Mount Everest, auf dessen Gipfel ich in wenigen Tagen zu stehen hoffe, steht vor mir und inspiriert mich!

Von Damien Francois

Andauernd werde ich konfrontiert mit einem der wichtigsten Dogmen der heutigen Zeit, vertreten durch die „Neo-Humanisten“, die eigentlich extremliberale Nihilisten sind. Dieses Dogma lautet: „Bloss nicht verallgemeinern! Jeder Mensch ist einzigartig, es darf nicht verallgemeinert werden, denn das Individuum steht über allem! Die Déclaration des droits de l’homme beweist es doch!“ Und was, bitte schön, ist diese Charta, wenn nicht DIE Verallgemeinerung schlechthin?

Wie Alexander Dugin in seinem epochalen Putin vs. Putin (2014, London: Arktos) sehr deutlich erklärt, kann keine „Demokratie“ überleben, gar überhaupt bestehen, wenn alle Minderheiten genau so viele Rechte wie die „Hauptgruppe“ geniesst. Wenn eine Gesellschaft also das Individuum zur höchsten „Instanz“ erhebt, dann befördert sie sich schleunigst in den Nihilismus. Der Gender-Wahn (der mehr gestörte und durcheinandergebrachte Menschen produziert als er welchen hilft, sich zu „behaupten“, bzw. „zu sich zu finden“), der LGBT?-Quatsch, die Hypersexualisierung von Kindern („Ihr dürft wählen ob ihr ein Junge oder ein Mädchen oder gar nichts sein wollt“) ist zweifelsohne das beste Beispiel für diese dekadente und selbstzerstörerische Tendenz im Westen.

Die Arch-Strukturalisten, die sich heute gern als Humanisten geben, sind die grössten Verallgemeiner, die es gibt; nur, sie nutzen die Verallgemeinerung wie es ihnen gerade ethisch passt. Sie stützen ihren Einspruch gegen die Verallgemeinerung auf Zahlen: Was sind schon ein paar (inzwischen jede Menge) Morde und Vergewaltigungen, wenn es um  Millionen „arme fluchtergreifende Goldstücke“ geht? Nur Zahlen seien relevant, weil nur so die Gewissheit besteht, dass die BÖSEN irrationalen Emotionen die Objektivität nicht trüben. Mit anderen Worten: Die gesamte Migrationsproblematik sollte nur unter diesem „wissenschaftlichen“ Aspekt nüchtern und „sachlich“ betrachten werden. Und Pech gehabt, alle, die von Moslems (ob Araber oder Afrikaner) niedergestochen werden! Die Fakten sind eindeutig: Europa muss halb Arabistan und Afrika aufnehmen, weil sonst die armen „Flüchtlinge“ im Mittelmeer, wenn nicht in Syrien, dem Irak, Afghanistan (ok, diese Länder befinden sich im Krieg, keine Frage), dem Togo, Marokko, der Türkei, uvm. (die sich nicht im Krieg befinden) zu Tode kämen. Und zwar hat das alles mit unseren… christlichen Wurzeln zu tun – nicht nur müssen wir aus christlicher Barmherzigkeit die Migranten aufnehmen und ihnen gestatten, ihren Islam in Europa auszuleben und uns aufzuzwingen; auch die Kriege, vor denen sie flüchten, gehen auf unsere chritliche Wurzeln zurück, denn wir leben ja bekanntlich noch im Zeitalter der bösen Kreuzzüge, von vor über 1.000 Jahre. Überhaupt, die Neo-Humanisten leben oft, wenn’s ihnen gerade passt, entweder 1933 oder um die Jahrtausendwende, anno domini 1.000; deshalb können die Gegner der Flut nur „Nazis“ oder „moderne Kreuzritter“ sein.

Sind die Morde, die Vergewaltigungen, die kriminellen Taten und Ausuferungen der „schutzsuchenden Goldstücke aus Kriegsgebieten“ (siehe oben) denn keine Fakten? Sind sie denn keine rassistischen Fakten? Und ich möchte nicht einmal auf die epistemologische Absurdität der positivistischen Geblendetheit der Pro-Invasion eingehen – ihre Zahlen und Fakten, Tabellen und Grafiken sind immer teleologisch, zielen sie doch immer auf die Vermittlung einer bestimmten Absicht…

Was sind denn ein paar Millionen Asylsuchende im Vergleich zu den knapp 500 Millionen Europäer? fragen sie. Na ja, es gibt chemische Substanzen, von denen auch nur die geringste Menge ein ganzes Ökosystem ruinieren kann. Es dürfte inzwischen allen, ausser vielleicht den Geblendeten, klar sein, dass die mit dem Bazillus „Islamitis“ infizierten „Eurabianer“ und „Eurafrikaner“, diese „Neo-Europäer“, dabei sind, den Alten Kontinent von Innen auszuhöhlen und zu kolonisieren.

Durch dieses Beharren auf „Zahlen“ deshumanisieren die Neo-Humanisten (auf genau so schlimme Weise wie die Transhumanisten es mit ihrer Frankenstein’schen Optimierungsvisionen tun) den Menschen und machen ihn zu einem soziologischen und a-historischen Objekt, einem toten Ding, das seines Wesens selbst beraubt wird. Nicht umsonst ist es uns verboten, auf unseren Überlebenssinn zu hören („Irgendwas ist faul im Superstaat EU“ würde Hamlet sagen) und entsprechend zu reagieren. Dadurch bekämpfen die Befworter der Zerstörung Eruopas auch die Biologie, die Natur und das Leben – sie sins schlimmer als Monsanto. Nicht schlecht für (meistens) selbsternannte Ökos…

Sie spielen mit ihrem Anspruch auf Wahrheit („das Individuum ist das Mass aller Dinge, die Krone der Schöpfung“) der Antiquiertheit und der planetarischen Uniformisierung des Menschen zu. Der Teufel selbst, Geroge Soros, hat bereits 1998 eine Definition des „Mensch.2“, des „Homo novus“, wie ihn  die Neo-Humanisten sich vorstellen, offenbart:

„The encumbered individual. Enlightenment values can be made relevant to the present day by replacing reason with fallibility and substituting the <encumbered> individual for the unemcumbered individual of the Enlightenment philosophers. By encumbered individuals, I mean individuals in need of society, individuals who cannot exist in splendid isolation yet are deprived of the sense of belonging that was so much a part of people’s lives at the times of the Enlightenment that they were not even aware of it. The thinking of encumbered individuals is formed by their social setting, their family and other ties, the culture in which they are reared. They do not occupy a timeless, perspectiveless position. They are not endowed with perfect knowledge and they are not devoid of self-interest. They are ready to fight for survival but they are not self-contained; however well they compete they will not survive because they are not immortal. They need to belong to something bigger and more enduring, although, being fallible, they may not recognize that need. In other words, they are real people, thinking agents whose thinking is fallible, not personifications of abstract reason. In putting forward the idea of the encumbered individual, I am, of course, engaging in the same kind of abstract thinking as the the Enlightenment philosophers. I am proposing another abstraction based on our experience with their formulation. Reality is always more complicated than our interpretation. The range of people living in the world can vary from those who are not far removed from the Enlightenment ideal to those who barely act as individuals, with the distribution curve heavily skewed toward the latter. The point I want to make is that a global society could never satisfy encumbered individuals‘ needs to belong. It could never become a community. It is just too big and variegated for that, with too many different cultures and traditions. Those who want to belong to a community must look for it elsewhere. A global society must always remain something abstract, a universal idea“[ii].

Der Leser interpretiere diese Ausführungen zum „globalen Individuum“ im Lichte der Ereignisse der letzten Jahre… Dieses „encumbered individual“, die Dumpfbacke der modernen Welt, die permanent dank ubiquitären Technologien manipuliert wird, das hat sich bereits derart „reproduziert“, dass es überall unter uns zu beobachten ist (Tipp: Man erkennt es daran, dass es immer auf sein I-Something blickt, immer und überall).

Eine „universelle Idee“, also, Herr Soros… Die „global society“, eigentlich die „Eine-Nation-Welt“, ein Ideal, das gerade Europa abtötet. Die Befürworter der „planetarischen Friedensweltgemeinschaft“ opfern das Wesen des europäischen Zusammenlebens (die Koexistenz von Menschen unterschiedlicher aber sich ergänzender und nicht gegenseitig ausschliessender Kulturen) auf dem Altar der… Laizität, die sie ja so hoch halten („Weg mit dem Christentum!“ lautet ja eine ihre Kampfparolen; zugleich sollen wir uns an unsere christlichen Werte erinnern und Millionen, Hunderte Millionen von armen Wirtschafts- und Zivilisationsterroristen aus Arabistan und Afrika uneingeschränkt empfangen: „Rapefugees welcome!“) indem sie dem Islam die Tore des Westens aufreissen – von einem „Trojanischen Pferd“ kann nicht einmal mehr die Rede sein, geschieht die Islamisierung doch am helllichten Tage! Die Neo-Humanisten merken, bzw. wollen nicht einmal ihre zerstörerische „mouvance“, ihren Wahn, eigentlich, erkennen. Sie können es vermutlich nicht, so stark sind die komplementären Drogen „Weltgemeinschaft“ und „Schlechtes Gewissen“, die seit Jahrhunderten, vor allem aber seit den 1960ern (wir „feiern“ ja gerade das Fünfzigste des Schwachsinns par excellence, Mai 1968), ideologisch wirken. Nichts wird die Globalisten von ihrem selbstmörderischen Kurs abbringen, weshalb wir mit aller Härte gegen sie und das System, das sie unterstützt (UN, EU, …) vorgehen müssen – ganz einfach: sie müssen „terminiert“ werden. Sie sind die Wachhunde (man denke an die vielen gewaltsamen Proteste – Hamburg, Portland-OR, die Maidan-Demos in Kiev lassen grüssen… – und an die geförderte Migration, die Soros FINANZIERT) der aufgezwungenen Nivellierung des Lebens durch die Globalisierung. Seattle 1999 und die Proteste der „altermondialisten“ Bewegung, wie wir Französisch sagen, wie entfernt sie nun von all dem, was wir heute erleben, sind…

Nein, der Austausch der Waren und Personen, wie ihn zum Beispiel die Seidenstrasse möglich machte, hatte nichts mit der Forderung nach „Luxus für alle!“ (Lidl) oder dem selbstmörderischen Aufruf „Ihr Araber, Moslems und Afrikaner, kommet alle nach Europa, wo Milch und Honig fliessen!“ der heutigen Zeit gemein. Was wir heute erleben ist das reinste „social engineering“, also eine von Menschen geplanten und zu bestimmten Zwecken gelenkten Aufwühlung der Gesellschaft – und nichts „Spontanes“, oder „Natürliches“, das durch Kriege (der Syrer, der sein Land liebt, ist in Syrien!) oder den… Klimawandel (ich warte auf den Tag, an dem uns erklärt wird, dass die Form von Sandkörnern für das Verhalten der kriminellen Migranten verantwortlich ist) verursacht wurde. Die Waren, die über die Seidenstrasse von Osten nach Westen und umgekehrt transportiert wurden, waren für die gehobenen Klassen bestimmt, nicht für Otto-N. Es ging nicht darum, Weltsozialistisches zu bewegen. Wieso essen wohl heute noch die Nepalesen zum Beispiel zweimal am Tag, 365/365, „dal bhat“?

Wie einst Sokrates möchte ich den Leser jetzt ermutigen, selber weiter  das Wesen unserer westlichen Selbstzerstörung (The Self-Destruction of the West ist der Titel eines 2007 von mir veröffentlichten Buches) zu erkunden. Wir werden einem Ideal geopfert, hinter dem eigentlich eine ganz kühler Plan steckt. Wir stecken seit 300 Jahren in dieser Scheisse (Stichjahr: 1717); die „Aufklärung“ hat uns geblendet. Der Titel eines Buches des Schotten (ein Programm!) John Robison aus dem Jahre 1797 spricht Bände und führt zum Ursprung unseres heutigen Elendes: „Proofs of a Conspiracy: Against All The Religions and Governments Of Europe, Carried On In The Secret Meetings of Freemasons, Illuminati, and Reading Societies“[iii]. Der Leser möge sich nun folgende Frage stellen, als Einstieg in die Geschichte der… Scheisse: Wer, welcher Geheimbund, steckte hinter der Französischen Revolution? Und es wurde Licht…

„Meine Freunde, vergesst niemals, wenn von Aufklärung die Rede ist, daß des Teufels geschicktester Trick darin besteht, den Menschen zu überzeugen, dass er, der Teufel, nicht existiere“[iv].

Damien François, Everest Base Camp, 6. Mai 2018

[i]Nietzsche, Friedrich: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe in 15 Bänden (Herausgegeben von Giorgio Colli und Mazzino Montinari), 1999, München/Berlin-New York: dtv/de Gruyter, Band 6: Ecce Homo (1908), S. 258.

[ii]Soros, George: The Crisis of Global Capitalism. Open Society Endangered, 1998, London: Little, Brown anc Company, S. 92-93 (Die Krise des globalen Kapitalismus. Offene Gesellschaft in Gefahr, 2003, Alexander Fest Verlag).

[iii]Robison, John: Proofs of a Conspiracy: Against All The Religions and Governments Of Europe, Carried On In The Secret Meetings of Freemasons, Illuminati, and Reading Societies, 1798.

[iv]Baudelaire, Charles: „Der freigiebige Spieler“, in: Pariser Spleen: Kleine Gedichte in Prosa).