Pakistan: Mann im Krankenhaus erschlagen, weil er Christ war

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Gefährlich in muslimischen Ländern, das christliche Kreuz als Halskette (Foto:Durch PKpix/shutterstock)

In einem Krankenhaus in Pakistan soll der Bruder einer schwangeren Frau vom Personal erschlagen worden sein. Grund: die Familie sind Christen.

Begleitet von ihrer Schwester war die hochschwangeren Kiran mit Wehen in das Services Hospital in Lahore gekommen. Sie sei im Warteraum von den Ärzten ignoriert worden, weil sie eine Halskette mit einem Kreuz trug, vermutet sie.  Als sie sich über die lange Wartezeit beklagte, hätten sich die Ärzte wütend um sie geschart und versucht, sie aus dem Krankenhaus zu werfen, erzählt Kiran.

„Ich habe eine Weile gewartet und bin dann auf die Ärztin zugegangen und habe sie um Hilfe gebeten. Sie wurde wütend und schrie mich an. Sie schlug mich mit einer Papierakte, in der meine medizinischen Dokumente waren. Die Ärztin gab einer jungen Krankenschwester die Anweisung, mir eine Lektion zu erteilen. Sie sollte mir ein spezielles Medikament verabreichen,  das meinen Schmerz verstärken würde. Meine Schwester mischte sich ein und protestierte  gegen das unmoralische und unprofessionelle Verhalten der Ärztin“ schildert Kiran die Geschehnisse.

„Sie hat darum gebeten, dass die Ärztin freundlich zu mir ist, aber die verlor völlig die Fassung, als sie das Kreuz um den Hals meiner Schwester bemerkte“, so Kiran.

Die Ärztin habe eine antichristliche Hass-Tirade gestartet und sie eine „christliche b *** h“ („Schlampe“) genannt, berichtet The Express. 

An diesem Punkt kam der Bruder der beiden Suneel Saleeman in das Krankenhaus und bat darum, seine Schwester sehen zu dürfen. Daraufhin hätten ihn Sicherheitsbeamte in einen Raum geführt und ihn zusammen mit dem Krankenhauspersonal so brutal zusammengeschlagen, dass er starb.

„Wir haben einen umgelegt, wer will der nächste sein?“, hätten sie anschließend gefragt.

Für die Organisation International Christian Concern, ist der Tod von Suneel Saleeman einen klarer Fall von Christenverfolgung: „Aufgrund der weitverbreiteten Diskriminierung von Christen in Pakistan eskalierte eine einfache Bitte um medizinische Versorgung zu einer Schlägerei, die Suneels Ehefrau zur Witwe machte, die sich nun um ihre vier gemeinsamen Kinder allein kümmern muss.“

Das Krankenhaus und die beteiligten Ärzte bestreiten jegliches Fehlverhalten. Als Suneels Todesursache wurde ein schlichtes „getötet“ in den Akten angegeben.

Salman Haseeb und vier weitere Ärzte wurden von der Polizei namentlich im Polizeibericht genannt, doch das  Krankenhauspersonal kündigte an,  in den Streik zu treten, wenn wegen des Vorfalls vom 26. März Anklage erhoben wird.

„Wir gehören zu einem edlen Beruf und Mord ist eine gefährliche Anklage. Die Familie spielt die religiöse und ethnische Karten aus, um die Wahrheit zu verschleiern. Sie sind die echten staatsfeindlichen Elemente. Unsere Krankenhäuser diskriminieren nicht aufgrund von Nationalität und Glauben. Fünfzig Prozent der Wachen, 70 Prozent der Krankenschwestern und 99 Prozent der Sanitäter sowie das Sicherheitspersonal des Services Hospitals sind Christen“, behauptete der Arzt Salman Haseeb gegenüber UCA News im April.

Für die christliche Organisation Open Doors steht Pakistan weltweit an fünfter Stelle der Länder, in denen Christen verfolgt werden.  „Alle Christen“ würden dort unter verschiedenen Formen der Verfolgung leiden, so Open Doors.

„Historische Kirchen waren Bombenanschlägen ausgesetzt. Alle Christen leiden unter institutionalisierter Diskriminierung, wobei Berufe, die als niedrig, schmutzig und abwertend angesehen werden, offiziell Christen vorbehalten sind, von denen die meisten aus den ärmeren Schichten stammen. Radikale islamische Gruppen, die von politischen Parteien, der Armee und der Regierung umworben werden, betreiben Tausende von Schulen, die in der Lage sind, Feindseligkeiten gegenüber religiösen Minderheiten zu verbreiten. Blasphemiegesetze richten sich insbesondere gegen Christen“, so Open Doors. (MS)

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