Grüne Hochburg im Kollwitzkiez, Prenzlauer Berg – „Nirgendwo wirst du mehr Abschaum und Verkommenheit versammelt finden“

Foto: Screenshot/Youtube
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„Nirgendwo wirst du mehr Abschaum und Verkommenheit versammelt finden“ Obi Wan Kenobi über den Kollwitzkiez

Willkommen im Kollwitzkiez in Prenzlauer Berg, dem biodeutschen Biotop mitten in Berlin. Vollgestopft bis zum Kotzen mit hippen Gutmenschen, reinrassigen Kindergärten und dem obligatorischen Adoptivkind aus Südasien oder Afrika, das zusammen mit seinen blonden Brüderchen und Schwesterchen im Dreier-Buggy durch das sauberste Kiez der Stadt chauffiert wird. Aufgebretzelte Milfs marschieren wie die Unifomierten durch die Straßen, eine gleicht der anderen in Alter, Kleidung und Aussehen, während sie ihre Designerkinder wahlweise an der Hand oder im Wagen vor sich her schieben. Kollwitzkiez, wo die einzigen Migranten ein paar zugewanderte Italiener, Schwaben und Griechen sind.

Von Young German

Ah! Hier wird Grün gewählt, vor einigen Jahren noch zu fast 40% Prozent und heute nur zu ca. 25%, weil ein Großteil der Wähler zur CDU übergelaufen ist. Nach 2015 war Merkel ja die neue Mutter Theresa, ihre Flüchtlingspolitik das Goldene Kalb eines jedes aspirenden Bessermenschen, der voller Ekel und Abscheu auf das dunkeldeutsche Pack im Osten der Stadt und des Landes herunter spucken würde, wenn er sich damit sein samtenes Sakko ruinieren würde. Pfui, Bäh! Diese Barbaren aus Dunkeldeutschland!

Ich saß also beim Ban Bao Burger mit meiner Dame, während wir uns die Kreation des hippen Restaurants reinzogen, die uns eine Speisekarte präsentiert, welche auch ein Buch der Pflanzenkunde hätte sein können, wenn man nach den genannten Zutaten geht. Ein paar Meter zuvor gab es die Karte in einem anderen Lokal fast nur noch vegan, natürlich für Allergiker und die Smoothies sind selbstverständlich Bio; eine Tragetasche von Udo Lindenberg gab es auch noch in einem Geschäft zu kaufen – für fünf Euro gab es da eine Baumwolltasche, wovon ein kleiner Betrag wohl bedürftigen Kindern in einem Shithole-Country gespendet wird.

 Männer laufen an uns auch vorbei, wahlweise mit Coffee-To-Go in der Hand, das Sakko locker über die schmalen Schultern oder auf ihnen, das Haar zum Zopf oder zur Fuckboy-Frisur. Entweder ultra schlank und mit dünnen Stelzenbeinen, die in weißen Sneakern ohne Socken stehen, oder aber mit Bierbauch, schmalen Ärmchen und dem Kind im überdimensionalen Kinderwagen. Von demographischen Problemen kann man im Kollwitzkiez nicht sprechen. Wer hier von Überfremdung redet, wird nicht weit kommen. Die Welt kann ringsherum in Flammen aufgehen und die Bewohner hier würden das erst merken, wenn die Chia Samen ausgehen, der Kurier für den Katzenkot-Kaffee nicht mehr kommt und die Proviant-Bio-Smoothies nicht mehr geliefert werden. Die Kundschaft an diesem Tag ist so peinlich weiß und europäisch, dass ich als etwas dunkler Typus sofort auffalle.

Refugees-Welcome prangert an jeder Wand, jedem Fahrradständer, jeder Laterne und jedem Café. Flüchtlinge selber sind seltsamerweise nicht zu sehen, so nirgends.  Adlershof, im tiefen Osten der Stadt, wo ich oft umsteige, sind sie hingegen sehr oft zu finden. Wäre auch seltsam, wenn sich der illegale Migrant in das Café setzt und feststellt, dass die Saftschorle 0,2l ihn knapp vier Euro kostet, die Nudeln mit Soße 11 und das Fleisch nicht halal, sondern nur vegan ist.

«Ich wähle ja eigentlich grün, aber die Merkel finde ich toll!» ist so ein Satz, der aus dem Munde dieser Leute rauskommen könnte. Die Mieten sind hier überdurchschnittlich hoch, überall wird gebaut was das Zeug hält. Vor allem Eigentumswohnungen für die Besserdeutschen entstehen hier, die großen Gewinner der Bundesrepublik. Hier ist Multikulti doch toll! Die wenigen nicht-europäischen Migranten tun nämlich das EINZIGE, was sie nach Verständnis der weißen Herrenmenschen in diesem Kiez tun dürfen. Den Bobos Spezialiäten aus ihrer Heimat servieren, die Mülltonnen aus den Hinterhöfen ziehen oder aber Experten fürs Migrantentum sein. Vietnamese im Blumenhandel, am Kiosk ein Araber, noch ein Vietnamese im Asia-Restaurant, drüben ein Südländer im Burgerladen und den Kindergarten betritt man über ein Schleusentor.

Höchstens ein Kippa-Träger wird hier mal von einem verirrten Araber verprügelt. Aber was schert das Besserbürgertum schon irgend so ein Wüstenbewohner aus Nazareth, wenn er sich den FREE-TIBET-Aufkleber auf das Fahrrad kleben kann und dann zur Anti-AfD Demo fährt, um den «shice rassisten!» so richtig zu zeigen. Kollwitzkiez ist viel Fassade bei dem Lifestyle, eine Menge Make-Up bei den 28-35 jährigen Müttern und viel nackte Brust bei den haarigen Hipstern. Halo i bims, 1 idiot von grünigkeit her.

«Isch des auch Bio?» ; «Gibsch des auch vegan?»

Und das Klischee ist eben nicht übertrieben, weil uns gegenüber zwei völlig abgemagerte Hipster  im Café direkt hinter unserem Café einen einen Kaffee trinken(was für ein Satz!). Eigentlich ist hier alle fünf Meter ein Tanke für das schwarze Lebenselixir, wenn kein Restaurant, Kleiderhandel oder ein Kindergarten den Platz eingenommen hat. Hornbrillen, enge Hosen, die den Hoden wahrscheinlich zu Brei zerquetschen und extrem haarige Brust, die in lockeren Shirts präsentiert wird. Bei 28° trägt der linke von Beiden noch eine Schiebermütze, um auch gar keinen Zweifel daran zu lassen, was für ein hipper Typ er mit 35+ und ergrauten Haaren an den Schläfen ist.

Vor einer Eisdiele entdecke nach unserem Umtrunk im Café und der kleinen Speisung einen kleinen Aufkleber gegen die Bundeswehr. «KEIN WERBEN FÜRS STERBEN!»

Wie wäre es stattdessen mit «KEINE POLIZEI FÜR DAS KOLLWITZKIEZ!» oder «Bundeswehr schützt Deutschland, mit Ausnahme der Kollwitzstraße!»

Ich plädiere ja dafür, dass wir das Kollwitzkiez einfach in einer Nachtoperation über Somalia abwerfen und zuschauen, wie die Bewohner binnen weniger Minuten anfangen nach einem Airlift durch die Bundeswehr zu rufen und ihre Haustüren mit der 4000 Euro Komode versperren, weil die schwarzhäutigen Menschen in Somalia dann vielleicht doch nicht in der eigenen Wohnung willkommen sind. Keine Flüchtlinge in das schöne Villenviertel von Hamburg bitte (da war doch was!). Multikulti ist schön, solange der «Näggah» den Mokka serviert, der Asiate die Nudeln brät und das Auto aus Japan kommt.  Erinnert mich an den einen aus meiner Uni, der sich laut eigener Aussage «bestens mit seinem Falafel-Mann» vom Eckladen verstünde.  (Ja, der hat ihn wirklich „Falafel-Mann“ genannt.)

Nun hatte ich auch nicht erwartet, dass der Student für Sozialwissenschaften aus Babelsberg-Potsdam engere Kontakte zu Hakan und Ali von der Moslem-Gang in Kreuzberg pflegt, oder zu den albanischen Clans, den libanesischen Großfamilien, den türkischen Rockern und den schwitzenden «Arabs» bei Mc-Fit.

Das ist allem Anschein nach genau das Art von Biotop, wo Menschen wie Robert, „EsGibtKeinVolk, Habeck gerne leben. Möge es auf Prenzlauer Berg beschränkt bleiben.