Frankreich: Muslime wollen ihre Gewalt-Koran-Suren behalten

Foto:Durch Aisylu Ahmadieva/shutterstock
"Ich will so bleiben, wie ich bin - Koran" (Foto:Durch Aisylu Ahmadieva/shutterstock)

In Frankreich ist die muslimische Empörung angesichts eines Manifests, dass die Streichung gewalttätiger Koran-Passagen fordert, mal wieder groß. Ihre Religion werde zu Unrecht „vor Gericht gestellt“ verteidigen die Islamgläubigen ihr „heiliges Buch“.

In dem offenen Brief, der in französischen Medien veröffentlicht wurde, wird die immer größere islamische Radikalisierung und die mit ihr einhergehende stille ethnische Vertreibung von Juden und ihren Familien im Großraum Paris beklagt.

In dem Manifest, zu dessen Unterzeichnern u.a. Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy und der früheren Premierminister Manuel Valls gehören, wird verlangt,  Verse, in denen die Ermordung und Bestrafung von Christen, Juden und Ungläubigen gefordert wird, zu streichen.

Doch die muslimischen Führer in Frankreich sehen in den fast 300 Unterschriften des Manifests den Versuch ihre gesamte Religion wegen den Taten von „einer radikalen Minderheit“ in Haftung zu nehmen,  berichtet MailOnline.

Nur wenige Tage später nach Bekanntwerdens des offenen Briefes, antworteten 30 Imame in der französischen Tageszeitung Le Monde und nannten das Manifest „hasserfüllt und rassistisch“. bezeichneten.

Das Manifest spiele religiöse Gruppen gegeneinander aus, klagte Dalil Boubakeur, Leiter der Großen Pariser Moschee.

„Das einzige, dem wir zustimmen können, ist dass wir alle vereint gegen Antisemitismus kämpfen müssen“, gab Ahmet Ogras, Vertreter des muslimischen Dachverbandes zu Protokoll.

„Viele religiöse Texte beinhalten Gewalt, sogar Gospels“, war der Beitrag von Tareq Oubrou, Imam der Großen Moshe in Bordeaux. Der Islam sei schließlich nicht die einzige Religion, die „anachronistische Passgen“ enthalte. Die Unterzeichner des Manifests wie der Schauspieler Gerard Depardieu würden den Koran fehlinterpretieren, das Ganze grenze an „Blasphemie“, wütete Imam Oubrou.

Der Autor des Briefes  Pascal Bruckner, gab an er, er habe niemanden stigmatisieren wollen, aber die Diskussion besonders unter reformwilligen Muslimen anstoßen wollen.

Seit 2006 seien 11 Juden von radikalen Islam-Gäubigen ermordet und einige von ihnen vorher gefoltert, nur weil sie Juden waren, heißt es in dem Manifest, dass am 22. April veröffentlicht wurde.

Erst im März erschütterte die Ermordung der 85 Jahre alten Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll das Land. Zwei Koran-Anhänger stachen 11 Mal auf die alte Frau ein, bevor sie ihren Körper in Brand setzten (jouwatch berichtete). (MS)

 

 

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