Staatsanwaltschaft beantragt nach Migrantenkrawall Strafbefehl gegen Polizeibeamten

Bild: shutterstock.com
Polizei im Einsatz (Bild: shutterstock.com)

Duisburg – Auch in Duisburg entgleitet dem Staat die Kontrolle. Die Staatsanwaltschaft arbeitet dabei gegen die eigenen Polizeibeamten. Nach den tumultartigen Vorkommnissen Ende Juni 2017 im hoch migrierten Duisburger Stadtteil Bruckhausen hat die Staatsanwaltschaft nun Strafbefehl gegen einen Duisburger Polizeibeamten beantragt. Dem Polizisten wird vorgeworfen, einen türkischstämmigen Autohalter mit dem Fuß getreten zu haben. 

Ende Juni kam es im vorwiegend von Türken bewohnten Stadtteil Duisburg-Bruckhausen zu tumultartigen Bildern. Ein Türke, Mehmet K., wurde von einem Polizeibeamten wegen Falschparkens aufgefordert sich auszuweisen und sein Fahrzeug aus der Parkverbotszone zu entfernen.

Plötzlich umringten 250 Migranten die Polizei

Der Mann weigerte sich hartnäckig. Nach kurzer Zeit versammelten sich rund 250 Migranten und bedrängten die nun rund 50 Polizisten vor Ort. Dabei war es mehrfach zu Rangeleien zwischen Polizisten und Anwohnern gekommen, die die Tumulte zum Teil mit Handys gefilmt hatten (Jouwatch berichtete). Der türkischstämmige Fahrzeughalter habe sich – so die Darstellung der Polizeiermittlung – der Ingewahrsamnahme zu Unrecht wiedersetzt.

Zunächst war gegen vier Polzisten wegen Körperverletzung im Amt ermittelt worden. Die Beamten waren unbemerkt von einer Überwachungskamera dabei gefilmt worden, wie sie den Falschparker im Flur seines Wohnhauses zu Boden gerungen hatten. Auf dem Video sei auch zu sehen, wie einer der Polizisten mit dem Fuß gegen den am Boden Liegenden tritt.

Staatsanwaltschaft arbeitet dabei gegen die eigenen Polizeibeamten

Wie es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft heißt, sei ein Beamter „hinreichend verdächtig“ gegen den Fahrzeugführer „insgesamt dreimal mit dem beschuhten Fuß getreten zu haben, als dieser bereits von anderen Polizeibeamten auf dem Boden fixiert war“, heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben neben den Strafbefehlen nun auch beim zuständigen Amtsgericht beantragt, gegen den Polizisten eine zur Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafe und gegen den Falschparker eine Geldstrafe zu verhängen. Mehmet K. hat gegenüber dem Focus mitgeteilt, dass er die gegen ihn verhängte Strafe nicht akzeptieren werde.

Viel mehr erregte sich der 50-jährige Türke jedoch laut des Magazins wegen der „viel zu laschen“ Strafe für den Polizisten. Dieser habe ihm mit Pfefferspray in die Augen gesprüht, was im Strafbefehl gar nicht erwähnt wurde. „Mit so einem Strafbefehl kehren die doch alles unter den Tisch und schützen den Polizisten. Das ist kein Rechtsstaat.“ Der Vorfall habe tiefe seelische Wunden bei ihm hinterlassen, so Mehmet K., der nun seitdem extreme Angst vor Polizisten habe. „Ich befürchte, dass die mich wieder so verdreschen, weil sie ja von dem Vorfall mit ihrem Kollegen wissen.“ (SB)

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...