Lesbos: Polizei gegen aufgebrachte Bürger!

Foto:Durch Nicolas Economou/shutterstock
Illegale Einwanderung nimmt wieder zu (Foto:Durch Nicolas Economou/shutterstock)

Auf der griechischen Insel Lesbos verlieren die Einwohner angesichts tausender sogenannter Flüchtlinge die Geduld. Am Mittwoch protestierten sie dagegen, dass die illegalen Einwanderer dort festsitzen und bekamen es prompt mit der Polizei zu tun.

Mehr als eine Stunde lang gerieten aufgebrachte griechische Bürger mit der Polizei aneinander. Die Polizisten setzten Tränengas ein. Über Verletzte oder Verhaftungen lägen keine Angaben vor, berichtet Deutsche Welle.

Die Proteste am Mittwoch waren Teil eines inselweiten Generalstreiks gegen das 2016 von der EU mit der Türkei geschlossenen Abkommen, dass eigentlich unter Millionenzahlungen die Rückführung von illegalen Einwanderern in die Türkei zum Ziel hatte. Stattdessen sitzen jetzt 15.000 sogenannte Flüchtlinge auf den griechischen Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos fest und warten auf die Bearbeitung ihrer Asylanträge.

Die Einwohner fordern angesichts der überfüllten Lager von der Regierung, die Einwanderer woanders unterzubringen.

(screenshot Twitter
Einwohner haben die Nase voll (screenshot Twitter)

„Das geht alles zu weit. Jeden Tag kommen neue volle Busse mit Migranten an. Die Regierung muss sie von hier wegbringen und anderswo unterbringen“, fordert der Demonstrant  Yannis Vaxevanis.

Die Zahl der Neuankömmlinge ist in den letzten Wochen wieder stark angestiegen. Pro Woche sollen 500 von ihnen auf Lesbos ankommen. die Versorgung könne nicht mehr sichergestellt werden und es komme immer wieder zu Gewalt in den Lagern, klagen die Flüchtlingshelfer von Ärzte ohne Grenzen.

Bei seinem Besuch auf Lesbos am Mittwoch sorgte der griechische Premier Alexis Tsipras für Ärger, als er bemerkte, ohne das Abkommen sehe es „auf der Insel noch dreimal schlimmer aus“. Vor drei Jahren seien schließlich noch 4000 bis 5000 pro Tag angekommen, so Tsipras, der zugab, dass die Situation für Migranten und Einwohner „schwierig sei“. er versprach zusätzliches Personal, um die Anträge schneller bearbeiten zu können. In der Zwischenzeit landeten 53 weiteren Illegale Einwanderer mit einer Jacht an einem abgelegenen Strand im Nordosten Griechenlands. (MS)

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