Kopftuch-Beamtin: Stadt Kassel geht in Berufung

(Symbolbild: shutterstock.com/Durch Komsan Somthi)
Muslima (Symbolbild: shutterstock.com/Durch Komsan Somthi)

Kassel – Im Fall der muslimischen Beamtin, die sich das Recht erstritten hatte, ihr Kopftuch bei der Ausübung ihrer Tätigkeit für alle gut sichtbar zu tragen, hat die Stadt Kassel nun Berufung gegen das Urteil eingelegt. 

Das Verwaltungsgericht Kassel hatte bereits Ende Februar einer städtischen Beamtin das Tagen eines Kopftuches erlaubt. Die Frau ist im gehobenen Dienst in der Abteilung für Jugend- und Erziehungshilfe des Jugendamtes der Stadt tätig. Dort ist sie eingebunden in die Bewilligung von Jugendhilfen für Kinder und Jugendliche aus problematischen Familienverhältnissen.

Wie Jouwatch berichtete, befand das Gericht, dass die Bürger den Anblick der bekopftuchten Muslima ertragen müssen, da ein Verbot zu sehr in die Glauben- und Bekenntnisfreiheit der Frau eingreifen müssen.

Nun hat die Stadt Kassel jedoch Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts eingelegt. Da die Muslimin hoheitliche Aufgaben wahrnehme und Publikumskontakt habe, sei das Tragen eines Kopftuches dazu geeignet, das Vertrauen in die Neutralität der Amtsführung zu beeinträchtigen, so das Argument der Stadt laut der JF. (SB)