„Flüchtlingsglück“: Einmal um die Welt und die Taschen voller Geld

Symbolfoto: Durch Procyk Radek/Shutterstock
"Reisende" soll man nicht aufhalten Symbolfoto: Durch Procyk Radek/Shutterstock)

Zwischen Juni 2016 und April 2018 sind mehr als 10 000 sogenannte Flüchtlinge freiwillig aus  Griechenland in ihre Heimatländer zurückgekehrt, das teilte heute die Internationale Organisation für Migration IOM mit. 2500 von ihnen erhielten laut IOM eine „Reintegrationsunterstützung“. 

Das IOM unterstützte über einen Zeitraum von 20 Monaten insgesamt 10.576 freiwillige Rückkehrer in 84 Länder und Gebiete im Rahmen eines von der EU und Griechenland finanzierten Programms zur freiwilligen Rückkehr und Wiedereingliederung (AVRR).

Unter den Rückkehrern waren 8.375 Männer, 2.125 Frauen und 77 sogenannte unbegleiteten Minderjährigen, denen geholfen wurde, wieder  zu ihren Familien zurückzukehren.

80 Prozent der Rückkehrer kamen aus folgenden  fünf Ländern:Pakistan (3.105), Irak (1.980), Afghanistan (1.096), Georgien (1.044) und Algerien (986).

Vor der Abreise und während des Registrierungsverfahrens bewerten spezialisierte AVRR-Berater gemeinsam mit Dolmetschern der IOM  den Wunsch der Begünstigten, nach Hause zurückzukehren, informieren sie über ihre legalen Möglichkeiten in Griechenland und diskutieren spezifische Fragen wie die Möglichkeit zur medizinischen Versorgung  vor und nach der Rückkehr.

„Die Monate vergingen und ich begann, wegen der Schwierigkeiten, denen ich in Griechenland gegenüberstand, immer häufiger an meine Familie und meine Freunde im Iran zu denken“, erklärt Nozary Sarim, der nach fünf Monaten Griechenlandaufenthalt beschloss, in den Iran zurückzukehren. „Ich habe sie sehr vermisst. Ich kannte das Programms von IOM und habe die Entscheidung getroffen, in mein Land zurückzukehren. “

„Der Gedanke wieder mit Familie und Freunden Zusammenzusein und einen Neuanfang im Iran machen zu können, hat mich sehr glücklich gemacht. Aber ich werde nie die Freunde vergessen, die ich hier kennengelernt habe „, fügte er hinzu.

Für jeden Rückkehrer werde ein maßgeschneiderter Plan erstellt, der seinen Bedürfnissen und den Besonderheiten des Landes Rechnung trägt, berichtet reliefweb.

Mit Unterstützung von Sozialarbeitern, Psychologen und kulturellen Mediatoren führte die IOM 4.624 Beratungsgespräche mit Migranten durch, die einen Anspruch auf Wiedereingliederungshilfe hatten.

Etwa 2.487 teilnahmeberechtigte Rückkehrer erhielten Sachleistungen zur Reintegration.  Die Mehrheit der Begünstigten (2.261) schaffte es, kleine Unternehmen zu gründen, die zur wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit ihrer Gemeinden beitragen können. Die Rückkehrer haben Anspruch auf medizinische Hilfe, Bildungszuschüsse, vorübergehende Unterbringung, berufliche Unterstützung, materielle Unterstützung und Arbeitsvermittlung entsprechend ihrer Fähigkeiten.

Das AVRR-Projekt richtet sich an undokumentierte Drittstaatsangehörige, die nicht länger in Griechenland bleiben wollen, Asylbewerber, die ihre Anträge auf internationalen Schutz zurückgezogen haben und Asylbewerber, deren Anträge abgelehnt wurden.

Die Rückkehr- und Wiedereingliederungshilfe der IOM erfolgt im Rahmen des von der EU und der griechischen Regierung unterstützten Programms zur Umsetzung der unterstützten freiwilligen Rückkehr einschließlich Wiedereingliederungsmaßnahmen (AVRR), das vom EU-Fonds für Migration und Integration im Asylbereich und aus internationalen Fonds finanziert wird.  (MS)

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