Warum wir Helden brauchen

Foto: Durch lassedesignen/Shutterstock
Foto: Durch lassedesignen/Shutterstock

Der Heldenbegriff wurde in den letzten Jahrzehnten von den 68ern, Pazifisten und anderen gezielt pejorisiert, bekämpft und in Verruf gebracht, ist seither weitgehend aus dem aktiven Wortschatz der meisten verschwunden, womit geistig und ethisch ein großer Verlust verbunden ist. Aber was ist überhaupt ein Held und warum brauchen wir solche?

Von Jürgen Fritz

Die Pejorisierung des Heldenbegriffs

„Deutsche Helden müsste die Welt, tollwütigen Hunden gleich, einfach totschlagen“,  soll 1982 in der Frankfurter Linkspostille Pflasterstrand Joschka Fischer angeblich gesagt haben, der Grünenpolitiker, der nach der 10. Klasse die Schule ohne Abschluss verlassen hatte, nie eine Ausbildung abschloss und es dank B’90/Grüne und der SPD dennoch bis zum Außenminister brachte und danach als Lobbyist für Siemens, BMW sowie für die Energiekonzerne RWE und OMV (Nabucco-Pipeline) tätig war.

In diesem Ausspruch kommt wohl quintessenziell zum Ausdruck wie die Sozis, die neuen Linken, die sich immer mehr zu den neuen Totalitaristen entwickelten, seit vielen Jahrzehnten über das Thema Heldentum denken und wie sie es geschafft haben, ihre Weltsicht der Gesellschaft insgesamt nahe zu bringen respektive dieser ihre verquerten Ansichten ganz allmählich einzuflößen und so von innen heraus zu schwächen. Dabei ist der Begriff des Helden nicht nur ein sehr positiver und auch ein wichtiger, er ist auch ein notwendiger. Was aber genau ist ein Held?

Ein Held vollbringt Heldentaten

Ein Held ist jemand, der eine Heldentat vollbringt. Eine Heldentat ist eine besondere, außeralltägliche Leistung, sei es im körperlichen Bereich oder im geistigen. Der Held zeichnet sich aus durch Mut, Aufopferungsbereitschaft, Kampf für Ideale, Tugendhaftigkeit oder Einsatzbereitschaft für Mitmenschen. Wer ein Held ist, entspricht normalerweise der Definition dessen, was in der jeweiligen Kultur als vortrefflich gilt.

Ein Held ist jemand, der nicht vor dem Feind davon läuft, auch wenn dieser sehr gefährlich ist, könnte man auch sagen. Der einem notwendigen Kampf nicht aus dem Weg geht, sondern sich ihm stellt. Der sich dem Feind Auge in Auge gegenüberstellt, die Herausforderung annimmt und sich in ihr bewährt.

Wenn der Held für das Falsche kämpft

Aus ethischer (moralphilosophischer) Sicht kann es natürlich vorkommen, dass jemand für die falschen Ideale kämpft, zum Beispiel wenn er sich und andere für die gewaltsame Durchsetzung seiner verwerflichen Weltanschauung in die Luft jagt. Er ist dann kein Feigling, wie unsere Politiker dann immer gerne schwadronieren. Er bleibt ein Held, aber eben ein solcher, der sich für das Falsche eingesetzt hat, was dem Ganzen eine besondere Tragik verleiht, weil er seine Tugenden des Mutes, der Selbstaufopferung etc. nicht für das Richtige einsetzte.

Was wir brauchen: Weisheit + Heldentum

Dies macht deutlich, welche Tugend über allen anderen steht: die Weisheit. Denn sie gibt den anderen Tugenden erst die richtige Richtung. Heldentum ohne Weisheit, ist wenig wert, kann sogar großen Schaden anrichten. Gleichwohl brauchen wir Helden. Denn die Weisheit, die nicht in die Tat umgesetzt wird, auch wenn die Widerstände groß sind, vielleicht sogar übergroß, kann ohne das Heldenhafte manchmal nicht obsiegen.

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.