Traumberuf Bundeswehr-Techniker

(Bild: shutterstocl.com/Durch Pressmaster)
Mechaniker (Bild: shutterstocl.com/Durch Pressmaster)

„Top-Bezahlung ohne Vorbildung, Verrentung bei Dienstbeginn und jede Menge offene Aufträge, um die man sich nicht kümmern muss. Denn es interessiert eh keinen.“ So etwa könnte die Ausschreibung für den Bundeswehr-Techniker im Jahr 2018 aussehen. „Pazifisten bevorzugt.“

Von Schlaglicht

Wenn von 128 Eurofightern nur 39 einsatzbereit sind und nur vier wirklich in die Lüfte aufsteigen, da aus den anderen Kühlmittel tropft, ist das ein klares Zeichen: Hier war bestimmt wieder einmal völlig ungeeignetes Fachpersonal am Werk. Ähnlich sieht es bei den Transporthubschraubern vom Typ NH 90 aus. 13 von 58 stiegen auf. 16 Hubis vom Typ CH-53 flatterten… von 72 sauteueren Anschaffungen. 12 von 62 Tiger-Kampfhubschraubern konnten abheben. Der Rest eher nicht. Er ruht wie auch das Personal. Oder es ist einfach gar nicht da.

Transportflugzeuge der Weltruf-Firma Airbus vom Typ A400M brauchte man genau 15 mal, um drei davon fliegen zu lassen. Kostete eine unbestimmte Mrd-Summe. Einmal flog eine der neuen Kisten sogar mit der Chefin Ursula von der Leyen. Nur blieb die Maschine am Zielort leider liegen. Von 244 Kampfpanzern Typ „Leopard 2“ waren 105 von 244 Fahrzeugen einsatzbereit. Doch waren alle bezahlt und betankt. Auch die U-Boote tauchen nix. Von den sechsen der 212A-Klasse ging nur eines unter und kam unerwarteter Weise auch von alleine wieder hoch. Fünf von 13 Fregatten schwimmen. Den Rest haben die Herrschaften vorsichtshalber an der Hafenmole fest gekettet.

Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Und so sieht sie auch aus. Nur bedingt abwehrbereit, aber personell von lauter Fachleuten durchsetzt. Hauptsächlich von teueren. Wie das Parlament. Beide werden immer teuerer. Die einen mit 709 Damen und Herren mit seltener Anwesenheitspflicht. Die andere ohne Wehr-, aber dafür mit Präsentationspflicht. Bleibt da noch die Lobbyistengruppe der Waffenindustrie dazwischen zu erwähnen. Die wird ebenfalls höchstdotiert und steigt personell an. Und so bleibt es auch. Jede Schraube fürs Militär ist im Schnitt sieben mal so teuer, wie die Zivil-Schraube. Solange der Steuerzahler das mitmacht, wird sich auch nichts ändern am sich selbst überprüfenden und teilausfälligem System der Friedenswächter. Ein Superjob, so ganz ohne Druck. Come to where the flavour is. Da, wo die Wehrindustrie ihren Most holt. Joint he Army. Aunt Usel wants You!

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