Rollen bald die EU-Panzer Richtung Russland?

Foto: Durch Joerg Huettenhoelscher/Shutterstock

Spannungen mit Russland: EU will europäische Brücken und Straßen panzertauglich machen

 Panzer und Truppen sollen wegen der wachsenden Spannungen mit Russland künftig deutlich schneller quer durch Europa befördert werden können. Ein am Mittwoch vorgestellter Plan der EU-Kommission sieht vor, dafür Straßen, Brücken und Schienennetze auszubauen.

  Von Thomas Schlawig

 Wer kennt es nicht; wenn man in Deutschland auf Autobahnen unterwegs ist, stößt man permanent auf marode Brücken, die nur einseitig befahrbar sind, Lkw müssen 50 m Abstand halten um die Belastung in Grenzen zu halten. Das soll sich nun alles ändern. Nicht weil das Transportgewerbe aufgrund von gesperrten Brücken Umwege in Kauf nehmen muß und die Gefahr von Brückeneinsturz droht – nein – es ist die NATO, die darauf drängt, daß Straßen und Brücken panzertauglich gemacht werden. Es sollen sogar bürokratische Hindernisse beseitigt werden um im „Krisenfall“ schnell Truppen in den Osten (russische Grenze) verlegen zu können.

Die untaugliche und größenwahnsinnige v.d. Leyen, im Volksmund auch Panzer-Uschi genannt, fordert gar ein „militärisches Schengen“.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte zuletzt bereits ein „militärisches Schengen“ gefordert. „Wenn man im Spannungs- oder Krisenfall schnell Truppenbewegungen über große Strecken innerhalb Europas unternehmen muss, dann muss das genau geplant sein und mit großer Geschwindigkeit und Effizienz vor sich gehen“, sagte sie. Im grenzkontrollfreien Schengenraum können Personen sich bereits uneingeschränkt bewegen. 

Was Wirtschaft und vor allem das Transportgewerbe nicht geschafft haben, nämlich intakte Transport- und Verkehrswege, schaffen nun die NATO in unheiliger Allianz mit der EU um gegen den „aggressiven Gegner“ aus dem Osten vorgehen zu können.

Der Plan der EU-Kommission sieht nun zum einen vor, Straßen, Schienen und Brücken in Europa bis 2019 auf ihre militärische Tauglichkeit hin zu überprüfen. Etliche besonders schwere oder überdimensionierte Militärfahrzeuge können derzeit nämlich nicht überall passieren.

 Anschließend soll eine Liste mit den am dringendsten renovierungsbedürftigen Streckenteilen erstellt werden. Für die Ausbauarbeiten sollen im künftigen Haushaltsrahmen der EU ab 2020 zusätzliche Gelder bereitstehen.

 Das heißt nichts anderes, als das Deutschland als Finanzier der EU für den größten Teil der Kosten aufkommen wird und somit der deutsche Steuerzahler.

Außerdem will die EU-Kommission Vorschriften – etwa für den Transport von Gefahrengut zwischen EU-Ländern – angleichen.

 Das wird nichts anderes bedeuten als das man den Weg für Munitions- und Waffentransporte auf öffentlichen Straßen frei machen will. Das sollte jedem zu denken geben.

Bereits im Februar 2018 veröffentlichte die Deutsche Welle, daß das NATO-Oberkommando für Logistik nach Deutschland verlegt werden soll. Man erinnere sich, im 2+4-Vertrag zur deutschen Einheit wurde zwischen dem deutschen, dem russischen und dem amerikanischen Außenminister vereinbart, die NATO-Präsenz nicht in den Osten auszudehnen.  Die Realität ist allerdings eine andere und jeder, der Rußland eine aggressive Politik unterstellt, sollte einmal darüber nachdenken, wie man sich in diesem Land, welches von der NATO nahezu vollständig eingekreist ist, fühlen muß. Wäre mit Putin nicht ein Präsident im Kreml, der sich – Gott sei Dank – nicht provozieren läßt, hätte es vermutlich schon längst militärische Auseinandersetzungen mit der NATO gegeben. Deswegen versucht man auch mit allen Mitteln ihn zu beseitigen. Ich erinnere an das Geschrei aus dem Westen bezüglich der „Annexion“ der Krim. Es war keine „Annexion“, sondern eine Sezession der mehrheitlich russischen Bevölkerung auf der Krim. Damit wurde dem Selbstbestimmungsrecht der Völker, welches über dem Völkerrecht steht, genüge getan. Man denke an den Abschuß der koreanischen Boeing (MH 017) mit fast 300 Toten, den man Rußland unterstellte, bei dem man aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Maschine Putins (ähnliche Lackierung) treffen wollte. Man denke an den „Giftanschlag“ gegen einen Ex-Agenten in England usw. Bei allem, was passiert ist, muß man sich stets fragen, wem nützt es? Putin nützt es aus keinem Fall. Im Gegenteil. Wie Rußland von der NATO an seiner Westgrenze bedroht ist, ist in der folgenden Karte zu ersehen.

 

Quelle:  http://www.dw.com/de/logistik-kommando-der-nato-soll-nach-deutschland/a-42601342

Die NATO sieht ihren Truppenaufmarsch allerding nicht nur in Deutschland, sondern auch im Baltikum bedroht.

Die Eisenbahnverbindung in Lettland, Litauen und Estland ist für eine schnelle Verlegung des Nato-Kriegsgeräts im Fall eines militärischen Konflikts mit Russland ungeeignet, was Moskau einen Vorteil verschafft. 

[…]  Die US-Experten rufen zu einer schnellen Eisenbahn-Modernisierung in den baltischen Ländern auf. Denn die Verlegung von Kriegsgerät von Deutschland an die russischen Grenzen werde bestenfalls mindestens zwei Tage in Anspruch nehmen.

 […]  Das von der EU geplante Projekt Rail Baltica sei deshalb von großer Bedeutung. Das Projekt sieht eine Eisenbahnverbindung mit der in Westeuropa üblichen Normalspurweite von 1.435 mm und nicht mit der russischer Breitspur von 1.520 mm vor. Doch der Bau soll erst im Jahr 2025 abgeschlossen werden.

 […]  Die Mitarbeiter der US-Militärakademie drängen jedoch zur Eile. Eine Modernisierung werde es der Nato ermöglichen, Panzertruppen angesichts von „Provokationen seitens Russlands“ und russischen Militärmanövern schneller zu verlegen.

 Ich muß immer wieder betonen, ich bin kein Rußland-Freund, ich nutze den gesunden Menschenverstand und dieser sagt mir, wer sich mit Rußland anlegt – aus welchen Gründen auch immer – kann nicht ganz dicht sein. Diese leidvolle Erfahrung haben bereits Napoleon und die Deutsche Wehrmacht machen müssen. Ein Krieg gegen Rußland kann nur im Desaster enden und ist zudem völlig unnötig.

 

 

Collage: Thomas Schlawig

„Wenn Preußen und Rußland in einem Bündnis zusammen standen ging es den Ländern und Europa gut. Wenn irgendwelche Kräfte auf dieser Welt es geschafft haben, daß beide Länder in Konfrontation gegeneinander gestanden haben, war es eine Katastrophe für beide Länder und Europa“  Otto von Bismarck (1815-1898)

 

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