Nicht um Kostenerstattung für UMFs gekümmert: München bleibt auf 3,6 Millionen Euro hocken

Auf dem Weg nach Europa (Foto:Durch robbinsbox/shutterstock)
UMFs (Foto:Durch robbinsbox/shutterstock)

München – Zwischen 2012 und 2015 hat die Stadt München mehr als 8500 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) untergebracht und betreut. Jedoch haben die Veranwortlichen es versäumt, sich ausreichend um die Erstattung der Kosten zu kümmern. Weil die Forderungen nicht rechtzeitig abgerechnet wurden, bleibt die Stadt nun auf mehreren Millionen Euro hocken.

Heulend brach die ehemalige SPD-Hoffnungsträgerin und Münchens Sozialreferentin Brigitte Meier 2015 auf der SPD-Kommunalkonferenz zusammen, als sie über die unglaubliche Lage sprach. Allein innerhalb einer guten Woche waren 55.000 von Angela Merkels Gästen in München angelandet. Mitte 2016 musste Meier dann ihren roten Hut nehmen. Das Ausmaß der Schlampereien im Jugendamt, dem Meier vorstand, wurden immer ungeheuerlicher. Bereits Ende 2016 war klar, dass der von ihr verursachte Schaden in die Millionen gehen wird.

Die Stadt unter der Verantwortlichen Meier hatte zwischen 2012 und 2015 etwa 8500 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) untergebracht und betreut, ohne sich ausreichend um die Erstattung der Kosten zu kümmern, berichtete die linksgerichtete Süddeutsche Zeitung (SZ) bereits 2016. Die Gesamtsumme: 242 Millionen Euro.

Nun berichtet die SZ, dass München schlussendlich auf 3,6 Millionen Euro, die sie für die Unterbringung und Betreuung ihrer UMFs aufgewendet hatte, sitzen bleiben wird. Nach dem Zahlenwerk, das der SZ vorliege, hatte die Stadt aus den Jahren 2012 bis 2015 Erstattungsforderungen für insgesamt 8076 UMFs in Höhe von mehr als 242 Millionen Euro. Das Geld musste die neue Sozialreferentin Dorothee Schiwy bei anderen Jugendämter eintreiben. Bis auf 3,6 Millionen Euro scheint ihr das „geglückt“.

Neben den bereits verlorenen 3,6 Millionen Euro seien weitere 2,5 Millionen Euro wegen anhängiger Klagen noch offen. (SB)