Flüchtlingshelfer besetzen ehemaliges Wohnheim und wollen „ausharren“

(Bild: Screenshot)
Wenn linke Flüchtlingsjubler einfach mal ein Haus besetzen (Bild: Screenshot)

Göttingen – Rund 60 Hausbesetzer belagern seit Montag im Ostviertel von Göttingen ein leerstehendes Haus. Die  linken „Aktivist*innen“ wollen die Stadt Göttingen dazu zwingen, den Verkauf des Hauses zu stoppen. Stattdessen sollen auf Steuerzahlerkosten dort „Flüchtlinge“ einquartiert werden.

Wütend haben sie am Vormittag die Türen aufgebrochen, sich so „Zugang verschafft“ zu dem schmucklosen Gebäude, alle Räume inspiziert und Stofffahnen außen an die Fenster gehängt. Fahnen, die ihre Forderungen schon von Weitem sichtbar machen: „Wohnraum statt Leerstand“ und „Häuser denen, die sie brauchen“, steht darauf. Aber auch „Papiere für alle“, „Massenunterkünfte machen krank“ und „Siekhöhe is’ nich’“. So der Bericht des Göttinger Tagblatt über die Besetzung des Gebäudes in der Fritjof Nansen Straße durch 60 selbsternannte Flüchtlingshelfer und nun auch Hausbesetzer.

Flüchtlingshelferspektakel auf Steuerzahlerkosten

Deren Sprecher der „Initiative Our House Nansen I (OH-N1)“ erklärt dem Steuerzahler, der die nachfolgenden Forderung zu berappen hat, unmissverständlich: „Wir fordern menschenwürdige Wohnungen für Flüchtlinge und andere Bedürftige in Göttingen“, erklärt Felix Bluhm als Sprecher der Initiative „Our House Nansen I“ (OH-N1). Die linke Gruppe sei „eine Initiative, die sich aus dem „gesamten Spektrum“ der Göttinger Flüchtlinginitiativen, politischen Gruppen und Flüchtlingen“ selbst zusammensetzt, so Initiativ-Sprecher Sascha Schießl.

Auf der Seite wurde am Dienstag dann kundgetan:

Heute morgen wurde in der Fritjof Nansen Straße ein leerstehendes Gebäude besetzt. Kommt vorbei und unterstützt uns!“ So die linke- bis linksradikale „Initiative“ mit dem Mottonamen „Our House Nansen 1“. Auf Facebook teilen die Hausbesetzer mit, dass die Besetzung fortgesetzt werde:

„Am Montagmorgen hat die Initiative „Our House Nansen 1“ das leerstehende Wohngebäude, das bis vor ein paar Monaten vom Goethe-Institut genutzt wurde, besetzt. Nach ersten Verhandlungen mit der Stadt Göttingen haben die Aktivist*innen beschlossen, die Besetzung fortzusetzen. Sie fordern die Stadt weiterhin auf, den Verkauf des Gebäudes unverzüglich zu stoppen und dort selbst günstigen Wohnraum für Geflüchtete und andere Wohnungssuchende zu schaffen.

OB Köhler, der das besetzte Haus am Nachmittag besuchte, zeigte sich über die menschenunwürdigen Bedingungen in der Notunterkunft Siekhöhe uninformiert. Die Stadt ist bisher nicht bereit von ihren Vorhaben, die Siekhöhe weiter zu betreiben und das ehemalige Goethe-Institut zu verkaufen, Abstand zu nehmen. Es wurde deutlich, dass OB Köhler angemessener Wohnraum für Geflüchtete zu teuer ist.

Die Aktion der Aktivist*innen erfuhr bereits vielfältige Unterstützung aus Nachbarschaft und Öffentlichkeit. Die Initiative freut sich über weitere Unterstützung.

Wir bleiben, bis die Stadt unsere Forderungen erfüllt!

Unterstützung für die besetzungswütigen Flüchtlingshelfer kommt von der „Basisdemokratischen Linken“ in Göttingen: „Das nun besetzte Gebäude steht symbolisch für eine Privatisierungspolitik, die systematisch öffentliche Infrastruktur zerstört und die Lebensbedingungen von Menschen verschlechtert.“

Die Besetzer harren auch- oder besser „insbesondere“- am „Tag der Arbeit“ in dem Gebäude aus. Nachdem mutmaßlich keiner der linken Besetzer einer Arbeit nach geht, wurde angekündigt, bleiben zu wollen, bis die Stadt ihre Forderungen erfüllt. Das hat das Plenum der Initiative „Our House Nansen I“ nach Angaben eines Sprechers am Nachmittag beschlossen. (SB)

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