Berlin sucht die „sichtbare Lesbe“

(Bild: shutterstock.com/Durch Rawpixel.com)
Berlin sucht Lesben (Bild: shutterstock.com/Durch Rawpixel.com)

Berlin – Der rot-rot-grüne Berliner Senat hat einen „Preis für lesbische Sichtbarkeit“ ausgelobt. Damit sollen künftig Lesben gewürdigt werden, die durch ihr Engagement „eine Spur“ in der Hauptstadt hinterlassen haben. Um den egomanen Lesben-Blödsinn kümmert sich der grüne Justissenator Dirk Behrendt höchst persönlich.

Der “Berliner Preis für lesbische Sichtbarkeit” wird mit 3000 Euro dotiert sein und soll alle zwei Jahre vergeben werden. Die künftige Preisträgerin soll, so heißt es in der Ausschreibung, “durch ihr Handeln und ihre Engagement für lesbische* Sichtbarkeit eine Spur in dieser Stadt hinterlassen haben (Berlin-Bezug) und lesbisches* Leben in der Regenbogenhauptstadt sichtbar machen.”

Dirk Behrendt (Grünen), der zuständige Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung und selbst schwul, erklärt – anstatt sich um die wirklich dringenden Probleme zu kümmern, die –wie Jouwatch berichtete – zuhauf zu bewältigen sind: „Lesbische Menschen haben Berlin positiv und nachhaltig verändert und unverzichtbare Spuren hinterlassen, die bisher nicht ausreichend gewürdigt werden. Oder aber ihre sexuelle Identität wird bewusst verschwiegen. Unsichtbarkeit und das Verschwinden lesbischer Kultur, von Orten der Selbstbehauptung und des sozialen Miteinanders sind die Folge. Dem möchte sich der Senat entgegenstellen.“

Vorschläge können noch bis zum 26. Mai abgegeben werden, heißt es auf mannigfaltigen Lesbenportalen im Internet. Enorm wichtiger Hinweis: „Neben Lesben* – unabhängig des bei der Geburt zugewiesenen Geschlechts –  dürfen auch lesbische Gruppen und Initiativen nominiert werden“. Eine lesbische Jury werde Mitte Juni eine Shortlist mit drei Nominierten bekanntgeben. (SB)