Kanye West bekennt sich zu Trump: „Schwarze müssen nicht Links sein“

Kanye West: "Jeder der unbequeme Fragen stellt wird dämonisiert. Nur freie Geister können die Welt verändern."

Immer mehr Promis outen sich als konservativ. Letztes Jahr hatten sich schon Musiklegenden wie Roger Daltrey und Johnny Rotten in UK als Freunde des Brexit offenbart, Mick Jagger und Morrissey stellten die ungebremste Masseneinwanderung in Frage. Nun hat sich der erfolgreichste Rapper der Welt Kanye West zu Donald Trump bekannt.

von Collin McMahon

Es birgt immer noch Gefahren, sich dem linken Meinungskartell zu widersetzen: Als die kanadische Sängerin Shania Twain („That Don’t Impress Me Much“) es wagte dem Guardian zu sagen, dass sie „vielleicht Trump gewählt hätte, weil er ehrlich ist“, wurde sie so gemobbt, dass sie sich entschuldigen und distanzieren musste.

Nun hat die Diskussion die schwarze Gemeinde in USA erreicht, die traditionell etwa 90% links wählt. Die schwarze konservative YouTuberin Candace Owens wurde am 19.4. bei einer Diskussion an der Universität UCLA von Demonstranten der linksextremen „Black Lives Matter“ Bewegung gestört und sagte dazu, „Manche Schwarze heute wollen immer nur wegen der Sklaverei rumbrüllen, andere Schwarze denken in die Zukunft. Das ist Opfermentalität gegen Siegermentalität. Ich weiß nicht, warum diese Leute so gerne unterdrückt sein wollen… Ihr seid nicht unterdrückt. Ihr seid überpriviligierte Amerikaner.“

Mega-Rapper Kanye West drückte am 21.4. auf Twitter seine Unterstützung für Owens aus: „Ich liebe wie Candace Owens denkt,“ schrieb der 21-fache Grammy-Gewinner. Am 23.4. drückte West in einem Telefoninterview dazu mit dem Radiomoderator Ebro Darden von HOT97 auch noch seine Unterstützung für Donald Trump aus. „Ich liebe Donald Trump.“

West hatte sich nach der Wahl 2016 schon mit Trump getroffen, seine Tweets dazu aber nach massiver Kritik gelöscht. Nun blieb er trotz Dauerbeschuss der Linken dabei. „Die Gedankenpolizei will die Meinungsfreiheit unterdrücken, schrieb West am 22.4. auf Twitter und „Es gab mal echte Sklaverei, aber das ist jetzt eine Haltung geworden.“

Die Linke flippte aus und nannte West einen „Medienheld der Rechtsextremen“ (Daily Beast). Snoop Dogg nannte West einen „Onkel Tom“, DJ Moby schrieb auf Twitter „Kanye, du hast ein paar großartige Platten gemacht. Donald Trump ist ein Rassist und Soziopath, der das Land ruiniert, erniedrige dich nicht, indem du ihn unterstützt.“

West ließ sich jedoch nicht beirren und postete am 25.4. ein Bild von seinem „Make America Great Again“ Käppi, mit Autogramm von Donald Trump. „Man muss nicht mit Trump einer Meinung sein, aber der Mob kann mich nicht dazu bringen, ihn nicht zu lieben. Wir sind beide Drachenenergie. Er ist mein Bruder.“

Trump bedankte sich bei West und twitterte als Antwort nur: „MAGA!“

Wests Promi-Ehefrau Kim Kardashian, eine Clinton-Wählerin, unterstützte ihren Mann demonstrativ auf Twitter: „Es ist erschreckend zu sehen wie die Medien meinen Mann als unberechenbar und geisteskrank darstellen.“

Freund und Musik-Kollege John Legend schrieb West, „Viele Menschen, die dich lieben, fühlen sich jetzt verraten, weil sie wissen wie schädlich Trumps Politik vor allem für farbige Menschen ist.“ Wests Antwort fiel souverän aus: „Ich liebe dich, John, und schätze deine Gedanken. Dass du meine Fans mit ins Spiel bringst, ist ein Versuch, mich mit Angst zu erpressen, um meine Meinungsfreiheit zu manipulieren.“ West und Legend haben sich auf der Babyparty von Legends Frau Chrissy Teigen öffentlich versöhnt.

Kollege Chance the Rapper hat am selben Tag seine Unterstützung für Kanye West ausgedrückt: „Schwarze müssen nicht immer Demokraten wählen“, schrieb er auf Twitter.

Chance drückt damit aus, warum die Linke wegen Kanyes Aussagen so ausrastet: Die schwarze Stimme war den Demokraten bisher bei Wahlen immer sicher. Nun, da Donald Trump die niedrigste Arbeitslosigkeit aller Zeiten in schwarzen und Latino-Gemeinden erreicht hat und tatäschlich etwas gegen Bandenkriminalität und den Lohndruck durch illegale Einwanderer unternimmt, drohen ihnen diese Felle davon zu schwimmen. Candace Owens sagte im Gespräch mit Sean Hannity auf Fox News: „Das ist ein Bürgerkrieg innerhalb der schwarzen Gemeinde, und ich bin so froh, das jetzt miterleben zu dürfen… Wenn nur 5% der schwarzen Wähler abwandern, gewinnen die Demokraten nie wieder eine Wahl.“

Am 29.4. veröffentlichte Kanye West dann den Pro-Trump Song „Ye vs. the People“, in dem er rappt: „Schwarze müssen Demokraten wählen / sie halten uns immer noch auf ihrer Plantage“ und „Make America Great Again hatte ein schlechtes Image / ich habe es genommen, gerockt und in eine neue Richtung gelenkt.“

Oder wie er es auf Twitter gesagt hat: „Obama war acht Jahre Präsident und in Chicago hat sich nichts verbessert.“ Seitdem tauchen in USA anonym Poster auf, die – wohl scherzhaft – Kanye West als Präsidentschaftskandidat 2024 bewerben: „Keep America Great.“

Konservative Kritiker wiesen darauf hin, dass Kanye West nach dem Hurrikan Katrina 2005 über Präsident George Bush gesagt hat, „Schwarze sind ihm egal.“ West erlangte auch zweifelhafte Berühmtheit dafür, bei den MTV Video Music Awards 2009 die Bühne gestürmt zu haben und Taylor Swift ihren Preis abgesprochen zu haben, der seiner Meinung nach Beyoncé aufgrund ihrer Hautfarbe verwehrt wurde.

Was immer man von Kanye West halten mag – er hat auf jeden Fall Eier, und ist ein großartiger Selbstdarsteller. Ein bisschen wie Trump.

 

Candace Owens auf Fox zu Kanye West und Donald Trump:

 

Collin McMahon ist Autor und Übersetzer. Er schreibt ein Buch über Donald Trump und die konservative Revolution, das im Antaios Verlag erscheint. Der Autor distanziert sich ausdrücklich von allen rassistischen oder volksverhetzenden Kommentaren.

 

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