Eskalation der Gewalt in Südafrika

Foto: Autor

23 Lkw’s in Kwazulu natal abgefackelt – Farmangriffe offiziell geleugnet

von Will Cook

In der vergangenen Nacht hat der Terror in Südafrika erneut zugeschlagen. 23 Lastkraftwagen wurden das Opfer von Flammen. Ein schwerer Schlag für die Truckingindustrie des Landes, wobei auch ein Menschenleben zu beklagen ist.

Die Lastwagen wurden in Mooi River, einem kleinen Ort an der N3 in der Nähe der Drakensberge von Unbekannten offenbar in einer abgestimmten Aktion angezündet.

Der erste LKW von Kumba Logistics hielt vor brennenden Heuballen, die auf die Fahrbahn gerollt worden waren und ein zweiter Lastwagen der Firma Shadow Trans stoppte hinter ihm in der Annahme, dass es sich um einen Unfall handelte.

Mehrere Personen stürmten auf die Fahrzeuge zu und versuchten, einen Fahrer zurück in seine Kabine zu zwingen, bevor sie das Fahrzeug in Brand setzten. Dieser konnte jedoch entkommen und flüchtete, bevor sein Fahrzeug in Flammen aufging.

Nach der Aussage von Augenzeugen waren Heuballen auf die N3 gerollt worden, um die Lastwagen zum Halten zu zwingen und diese anschließend in Brand zu setzen. Eine ähnliche Taktik war bereits am Osterwochenende angewandt worden, indem Lastwagen mithilfe von brennenden Autoreifen zum Halten gezwungen worden waren, um anschließend in Brand gesetzt zu werden.

Ohne in Panikmache zu verfallen, kann man feststellen, dass es sich bei den Vorgängen auf der N3 um eine Terrortaktik handelt, die organisiert in Szene gesetzt wird.

Foto: Autor
Foto: Autor

 

Dieses Vorkommnis ist der vierte und schlimmste Übergriff auf Lastwagen in der kurzen Zeit von nur vier Wochen, was den Totalverlust von Lastwagen seit dem 2. April auf insgesamt mehr als 40 Lastwagen bringt.

Die N3 von Johannesburg nach Durban ist eine der verkehrsreichsten und strategischsten Routen des Landes und jetzt ist diese Straße zu einem „No-Go“, high-Risk-Bereich für LKW-Fahrer und Lastwagen geworden.

Auch die Angriffe auf Farmer und ihre Familien gehen in Südafrika ungebrochen weiter. Seit Beginn des Jahres wurden bereits 134 Überfälle gezählt, bei denen insgesamt 18 Tote zu beklagen sind.

Statistisch betrachtet finden damit durchschnittlich 1,5 gewaltsame Übergriffe pro Tag ausschließlich gegen Farmer statt.

Alle fünf Tage findet mindestens ein Farmer den gewaltsamen Tod, wobei die Anzahl der Täter zwischen drei und elf Personen variiert.

Mit dieser Entwicklung stellt Südafrika in der internationalen Gemeinschaft einen Sonderfall dar. Ein Land, das im Begriff ist, seine Versorgung mit Nahrungsmitteln ganz nach dem negativen Beispiel des Nachbarlandes Simbabwe durch Vertreibung, bzw. den inkauf genommenen Genozid an weißen Farmer zu gefährden.

Umso hilfloser erscheint vor diesem Hintergrund die Reaktion der Regierung. Diese strebt ihrerseits die entschädigungslose Enteignung der weißen Farmer an und daher dürfte ihr diese Entwicklung bei ihren Plänen zumindest entgegenkommen, was man aber keinesfalls offiziell einzuräumen bereit ist.

So ist es wohl nur bezeichnend, wenn der sich abzeichnende Genozid an dieser weißen Minderheitsgruppe nicht nur totgeschwiegen, sondern sogar geleugnet wird.

Foto: Autor
Foto: Autor

„Wenn es die behaupteten Angriffe gegen Farmer tatsächlich geben würde, würde ich davon erfahren haben.

Ich schaue täglich Fernsehen und habe noch nichts von derartigen Geschichten über Farmangriffe gehört,“

so der zuständige Police Commissioner in Südafrika, General K. Sithole.

„Möge Gott dem Land helfen, dessen oberster Polizist Fernsehen sieht, um festzustellen, was in seinem Land vorgeht“, sagt ein Kommentator in diesem Zusammenhang und ein Europäer kann sich wohl noch glücklich schätzen, dass es in seiner Region noch nicht soweit in der Kooperation zwischen Regierung und Medien gediehen ist.

Dass die Regierung nur noch die Ereignisse als Tatsachen anerkennt, über die die Medien zuvor berichtet haben. Aber denkbar wäre es manchmal schon – oder?

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...