Einfach unerträglich: Die Marx-Brothers – Karl und Reinhard

(Bild: Hintergrund: shutterstock.com/Durch dimbar76; Bild: Karl Marx: gemeinfrei: Bild Reihard Marx: Wolfgang Roucka; CC BY-SA 3.0)
Karl Marx und seine nützlichen Idioten (Bild: Hintergrund: shutterstock.com/

200 Jahre Karl Marx. Viele glauben, dass der diesjährige 5. Mai ein Tag sei, um einem Mann zu huldigen, dessen Ideen die größten Massenmörder der jüngeren Geschichte zur Grundlage nahmen, um unvorstellbare Verbrechen zu begehen. Auch Reinhard Marx, Erzbischof von München, der vom Kapitalismus in höchstem Maße profitiert, stimmt Lobgesänge auf seinen Namensvetter an. Einer in der großen Schar nützlicher Idioten. 

Reinhard Marx, der mit einem monatlichen Einkommen von über 12.500 Euro bestens vom Kapitalismus lebt, lobte erneut seinen Namensvetter Karl Marx und stellt in der FAS scheinheilig fest, dass man nicht nur „auf materielle Verbesserungen“ schauen dürfe. Marx  krude Thesen, zusammengestöpselt in seinem Manifest, bezeichnet der Kardinal als „durchaus beeindruckend“.

Und verantwortlich sei der „Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus“ für die Verbrechen, die im Namen seiner Ideologie begangen wurden, nach Marx Ansicht auch nicht. Der Münchner Erzbischof möchte, dass man auch sehe, wer die Lasten trägt und wer die Verlieren sind. Da könne „ein Blick“ auf Marx sehr hilfreich sein, so die schmierige Entgegnung des mit Steuergeld gepuderten Kirchenmannes.

Marx schuf den Nährboden für kommunistische Verbrechen

Karl Marx, rassistischer und antisemitischer Säulenheiliger der Linken, darf jedoch sehr wohl und mit Fug und Recht als Vordenker einer der menschenverachtendsten Ideologien bezeichnet werden. Marx wie sein Kompagnon Friedrich Engels, beides arbeitsscheue Schmarotzer vor dem Herrn, setzten eine Ideologie in die Köpfe charaktergleicher Mitläufer, die im 20. Jahrhundert mehr als 100 Millionen Menschen das Leben gekostet haben und über die Menschheit eine noch nie dagewesene Unfreiheit – bis heute – brachte.

Im Standardwerk „Schwarzbuch des Kommunismus“ sind die Gräueltaten von Marx Schülern fein säuberlich aufgelistet. Alle, für diese Verbrechen Verantwortliche beriefen sich – wie auch Rainer Zitelmann in seinem Artikel fundiert und eindrucksvoll stellt – auf die Lehren von Karl Marx:

  • Sowjetunion: 20 Millionen
  • Volksrepublik China: 65 Millionen
  • Vietnam: 1 Million
  • Nordkorea: 2 Millionen
  • Kambodscha: 2 Millionen
  • Osteuropa: 1 Million
  • Lateinamerika: 150.000
  • Afrika: 1,7 Millionen
  • Afghanistan: 1,5 Millionen
  • die internationale kommunistische Bewegung und kommunistische Parteien ohne Regierungsmacht: um 10.000.

Der französische Historiker Stéphane Courtois listete im „Schwarzbuch“ vor allem Massenverbrechen in der Sowjetunion und weitere auf:

  • die Exekution von zehntausenden Geiseln und Gefangenen ohne Gerichtsverfahren,
  • die Ermordung von hunderttausenden rebellischen Arbeitern und Bauern von 1918 bis 1922,
  • die Hungersnot von 1922, die 5 Millionen Tote verursacht habe,
  • die Ausrottung und Deportation der Kosaken 1920,
  • die Ermordung von Zehntausenden in Konzentrationslagern von 1918 bis 1930,
  • die Liquidierung von fast 690.000 Menschen im Großen Terror von 1937 bis 1938,
  • die Deportation von 2 Millionen Kulaken und so Genannten von 1930 bis 1932,
  • die Vernichtung von 4 Millionen ukrainischen und 2 Millionen russischen und anderen Bauern sowie kasachischen und kirgisischen Nomaden durch eine künstliche und systematisch verlängerte Hungersnot von 1932 bis 1933,
  • die Deportation von hunderttausenden Polen, Ukrainern, Balten, Moldawiern und Bewohnern Bessarabiens von 1939 bis 1941 und erneut 1944 bis 1945,
  • die Deportation der Wolgadeutschen 1941,
  • die vollständige Deportation der Krimtataren 1943,
  • die vollständige Deportation der Tschetschenen 1944,
  • die vollständige Deportation der Inguschen 1944,
  • die Deportation und Ausrottung der Stadtbevölkerung in Kambodscha von 1975 bis 1978,
  • die langsame Vernichtung der Tibeter durch die Chinesen seit 1950.

In seinem aktuellen Buch „Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung“ schreibt Rainer Zitelmann zu den Spielarten des Sozialismus:

Rainer Zitelmann;
Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung
Eine Zeitreise durch fünf Kontinente

„Geschichte ist ein großes Experimentierfeld. Sozialistische Systeme wurden in jeder erdenklichen Form ausprobiert. Es gab den sowjetischen Sozialismus, der sich von dem in China unterschied. Das Wirtschaftssystem in Jugoslawien war ein anderes als das in Nordkorea. Das jüngste Experiment des „Sozialismus im 21. Jahrhundert“ in Venezuela war eine eigene Variante, und die Formen eines demokratischen und vergleichsweise gemäßigten Sozialismus im Großbritannien der Nachkriegszeit und im Schweden der 70er-Jahre waren wieder andere Formen. In Afrika wurden vielfältige Modelle eines ‚afrikanischen Sozialismus’ ausprobiert; funktioniert hat dies dort ebenso wenig wie die Versionen, die in Lateinamerika, Europa oder Asien entwickelt wurden. Diese Erkenntnis dürften heute viele Menschen auf der Welt teilen, auch wenn der Irrglaube weit verbreitet ist, der Sozialismus sei an sich eine gute Idee, die nur schlecht ausgeführt worden sei. Irgendwann wird man anerkennen, dass nicht die Ausführung schlecht war, sondern die Idee.“

„Die Ratsherren, die diesem Götzen zugestimmt haben, sind nützliche Idioten“

All diese Zahlen des Grauens, das Tun sozialistischer Massenmörder wie Hitler, Stalin oder Mao, das unermessliche Leid und Elend scheint Linken und Gestalten wie dem Erzbischof von München, Reinhard Marx, noch nicht genug Beweis zu sein.

Der Stadtrat von Trier, Geburtsstadt von Karl Marx, hat sich mit den Stimmen des OB Wolfram Leibe, der SPD, UBT und der Linken sowie die Mehrheit der CDU und einiger Grünen dafür gestimmt, eine von China spendierte, 5,50 Meter hohe Karl-Marx-Statue mitten in die Stadt zu pflastern (Jouwatch berichtete).  Erstmals seit 1989 wurde damit in Deutschland wieder ein kommunistisches Denkmal errichtet, so der frühere DDR-Regimekritiker Alexander Bauersfeld. Es werde so der Eindruck erweckt, der Marxismus sei eine ganz normale Gesellschaftsordnung. Damit sei die Botschaft der Kommunisten an ihr eigenes Volk verbunden: „Widersetzt euch nicht! Die Deutschen tun es auch nicht.“ Der sowjetische Staatsgründer Wladimir Iljitsch Lenin (1870–1924) habe Leute, die zwar äußerlich gegen seine Revolution waren, sie aber unwissentlich doch unterstützten, „nützliche Idioten“ genannt: „Die Ratsherren, die diesem Götzen zugestimmt haben, sind für mich auch ,nützliche Idioten“, so Bauersfeld, der eineinhalb Jahre als politischer Gefangener in der sozialistischen DDR einsaß, bevor er von der BRD freigekauft wurde.

Ähnlich äußerte sich der IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin. Wenn man aus China eine Marx-Statue bekomme, sei das ein „vergiftetes Geschenk“. Es sei einfältig, es anzunehmen. Marx habe den Nährboden geschaffen für die Taten der kommunistischen Herrscher und Diktatoren Mao Tse-Tung (1893–1976), Pol Pot (1928-1998) und Josef Stalin (1878–1953): „Sie haben sich alle auf ihn berufen“, so Lessenthin. Er rechne damit, dass es bei der Einweihung am 5. Mai auch Proteste geben wird.

Lessenthin wird wohl recht behalten. Denn: am 5. Mai – am Karl-Marx-Jubeltag – hat die Junge Alternative (Kreisverband Kurpfalz) eine Demonstration gegen die Errichtung der Statue angemeldet (siehe Patriotenkalender) um so gegen eine Ideologie zu demonstrieren, die – wie der Islam – sein menschenverachtendes Potential durch willfährige Helfershelfer immer noch entfalten kann. (SB)

 

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