Ausländerbehörde in Berlin „vergisst“ einfach 200.000 Ausländer

Foto: Pixabay
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Kennen Sie das, wenn ihre persönliche Wahrnehmung so absolut NULL mit der offiziellen Verlautbarung zu einem Thema übereinstimmt? Manchmal irrt man sich selbst, weil eben der Eindruck subjektiv ist. Aber das Berlin angeblich nur 20% Ausländeranteil hätte (deutsche Bürger mit Migrationshintergrund fallen dort nicht hinein),  hielt ich immer schon für mehr als unglaubwürdig. Der Alltag zeigt doch ein subjektiv anderes Bild. Jetzt kommt heraus, dass die Berliner Ausländerbehörde einfach 200.000 Menschen in einer Zählung vergessen hat und so der Anteil von 20% auf jetzt 25% gestiegen ist. Das wären dann (nicht mehr weit zu 33%) ein Viertel der Bevölkerung von Berlin  mit ausländischen Pass.

Im September letzten Jahres besuchte ich eine damalige romantische Freundin in einem Lichtenberger (Osten von Berlin) Krankenhaus, wo sie bei der Geburtshilfe arbeitete.  Und raten Sie mal, welche Bevölkerungsgruppe(nach dem Namen der Kinder zu urteilen) dort, im tiefsten Berliner Osten, eine zumindest verhältnismäßige Mehrheit der Kinder bekam.

Es ist nicht Alexander. Da kommt noch was ziemlich Dickes auf uns zu, fürchte ich.

Hier zum Fund in der Presse bezüglich Ausländeranteil in Berlin:

Berliner Morgenpost:

Die Zahl der nicht-deutschen Berliner liegt erheblich höher als bisher gedacht.

Denn in den Jahren 2007 bis 2014 haben sich diese EU-Bürger zwar ordnungsgemäß bei den Bürgerämtern gemeldet. Diese Informationen flossen auch an die Berliner Ausländerbehörde. Dort wurde dann jedoch versäumt, die Daten der Neubürger auch an das Ausländerzentralregister weiterzugeben. Diese Statistik führt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg und füttert mit den Zahlen auch die Computer des Statistischen Bundesamtes.

Als die Wiesbadener Statistiker jüngst die Ausländerzahlen für Deutschland veröffentlichten, fiel für Berlin ein exorbitanter Sprung ins Auge. Zwischen 2016 und 2017 stieg die Ausländerzahl in Berlin von 627.000 auf 888.000. Das entspricht einem Plus von 261.000 beziehungsweise einem Zuwachs von mehr als 40 Prozent. In anderen Bundesländern nahm die Zahl der Ausländer hingegen nur um sechs oder sieben Prozent zu. Das kommt daher, dass Berlin im Wesentlichen Menschen nachgemeldet hat, die zum Teil bereits seit Jahren hier leben. […]

Wenn die Daten der Bundesbehörden stimmen, schnellt der Ausländeranteil in der Hauptstadt mit einem Schlag auf 25 Prozent hoch – bisher war man von 20 Prozent ausgegangen.

Schon länger hatte es Zweifel gegeben, ob die Berliner Daten für das Ausländerzentralregister korrekt seien. 2017 prüfte eine Arbeitsgruppe nach.