Auf zum Neuen Hambacher Fest 2018

(Bild: gemeinfrei)
Hambacher Fest 1832 (Bild: gemeinfrei)

Der 27. Mai 1832 war ein sonniger Pfingstsonntag, an dem rund 20.000 Menschen für Freiheit, Einheit und Demokratie demonstrierten – trotz der bestehenden Zensur. Das Volksfest, obwohl es als Fest mit Weinausschank und Tanz gedacht war, wurde zur politischen Demonstration. Es gilt als Höhepunkt bürgerlicher Opposition zu Beginn des Vormärz. 2018 heißt es einmal mehr: „Patrioten, hinauf zum Schloss!“

Ein „Neues Hambacher Fest“ organisiert der Ökonom Max Otte. Es soll ein Signal für die bürgerlichen Freiheiten sein und an die Forderungen der Festteilnehmer von 1832 nach nationaler Einheit, Freiheit und Volkssouveränität erinnern. „Ich will das Hambacher Schloss als positives patriotisches Symbol wiederbeleben“, so Otte. Der „Mainstream“ möge keine positiven patriotischen Symbole, er wolle das ändern. Das Neue Hambacher Fest solle außerdem einer Vernetzung kritischer Geister dienen. Es soll den Besuchern Mut machen, eine „Fackel des intellektuellen Widerstands“ entzünden, so der renommierte Ökononm, der von einer „rot-grünen Gesinnungshegemonie“ spricht, der er entgegentreten will.

Redner am 5. Mai auf dem Hambacher Schloss werden Willy Wimmer (CDU), Thilo Sarrazin (SPD), Frank Schäffler (FDP), Klaus-Peter Willsch (CDU) und Vera Lengsfeld (DDR Bürgerrechtlerin) sein.

Die Veranstaltung zum Neuen Hambacher Fest im Schloss ist komplett ausverkauft und auch die Warteliste ist bereits geschlossen. Jedoch findet von 08:00 bis 10:00 Uhr eine Wanderung hinauf zum Schloss statt, an der jeder teilnehmen kann und auch herzlich eingeladen ist – Siehe Patriotenkalender.

Zum historischen Hintergrund des Hambacher Festes:

Im Jahre 1832, einer Zeit der Vorherrschaft des Adels, prägte sich eine Schicht des Bürgertums heraus, das die Herrschaft und die damit verbundenen Privilegien der Fürsten und des Adels nicht länger duldeten. Unter dem Vorbild der Französischen Juli-Revolution von 1830 begann unter diesen aufgeklärten und gebildeten Bürgerschichten und Studentenschaften ein Bestreben nach Demokratie und Freiheit.

32 Neustadter Bürger luden im Jahre 1832 auf den 27. Mai 1832 zu einem Fest auf dem Hambacher Schloss ein. 20000 Menschen folgten diesem Aufruf.
Dieses Hambacher Fest gilt zu Recht als eines der bedeutendsten Ereignisse der deutschen Demokratiegeschichte. Die Teilnehmer und Redner des Festes forderten die nationale Einheit Deutsch­lands sowie ein „conföderiertes republikanisches Eur­opa“, Presse-, Meinungs-, Versammlungsfreiheit, die Gleichberechtigung der Frauen. Wegen dieses Ereignisses wird das Hambacher Schloss heute auch als Wiege der deutschen Demokratie sowie der europäischen Einigung bezeichnet.

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