Jüdische Gemeinden sagen Reise mit evangelischer Kirche ab

Jerusalem (Bild: FLASHPACKER TRAVELG; CC BY-SA 2.0; siehe Link)

NRW – Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein hat eine für Ende April geplante gemeinsame Israel-Reise mit Mitgliedern der Evangelischen Kirche im Rheinland abgesagt.

Die gemeinsame Israel-Reise mit „hochkarätigen“ Mitgliedern der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein sollte am 26. April starten und bis zum 29. April dauern. Nur, daraus wurde nun nichts.

Offensichtlicher Anlass für die Absage sei laut WDR ein umstrittenes Papier der rheinischen Kirche anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Staates Israel. Darin werde laut Oded Horowitz, des Vorsitzende des Jüdischen Landesverbandes, der Staat Israel als „brutale Besatzungsmacht“ verunglimpft und historische Fakten würden unterschlagen.

In einer Pressemitteilung bedauert die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland, die mit rund 2,5 Millionen Mitgliedern die zweitgrößte evangelische Landeskirche stellt, die Absage.

Die islamverliebte Evangelischen Kirche im Rheinland hatte Anfang des Jahres ein theologisches Positionspapier für die „Begegnung mit Muslimen“ beschlossen. Auch Muslime glaubten „an den einen Gott“, so die rheinische Kirche. In dem Papier wurde beschossen, dass Muslime zukünftig auch in evangelischen Pflegeheimen und Kitas sowie in der Jugendarbeit beschäftigt werden können.

Der Bekehrung von Muslimen zum Christentum wurde im Positionspapier eine Absage erteilt. Darin heißt es, dass der „Dialog mit Muslimen auf das gegenseitige Kennenlernen, das Aushalten von Differenzen“, und dann wörtlich: „Nicht aber auf eine Konversion zur jeweils anderen Religion“ abziele. (SB)

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