Große Kasse mit den Flüchtlingen – Familie eines CDU-Politikers dabei

Foto: Durch Celiafoto/Shutterstock
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Erneut macht ein CDU-Politiker in Sachen „Flüchtlingsgelder abkassieren“ von sich reden. In Rath soll die Ehefrau von Efkan Kara ein Geschäftsgebäude besitzen, dass jetzt zur „Flüchtlingsunterkunft“ umgebaut werden soll. 

Bis vor drei Jahren diente es dem CDU-Politiker als Firmenzentrale, seitdem stehe es leer, berichtet der Express. Nun kam heraus – es soll für sogenannte Flüchtlinge umgebaut werden.

50 Personen will die Stadt Köln hier unterbringen. 1750 Euro pro Tag könnte Ehefrau Tülin pro Tag vom Steuerzahler einstreichen.

Warum die Verwaltung 35 Euro pro Person und Tag zahlen will, sei nicht ganz klar, so der Express. Hotels sollten eigentlich von den Betreiber vom Markt genommen werden. Karas Gebäude war nie Hotel und nie am Markt. „Aber mit der Nutzungsänderung wird es zu einem Beherbergungsbetrieb“, erklärt Sozialdezernent Dr. Harald Rau.

Ehemann und CDU-Politiker Efkan Kara hat kein schlechtes Gewissen: „Ich habe damit nichts zu tun“, verteidigter sich. „Das Gebäude gehört meiner Frau. Und unser Sohn ist es, der dort gemeinsam mit Mario Ascani eine Flüchtlingsunterkunft betreiben soll. Die beiden haben die Anträge bei der Stadt gestellt, sie sind die handelnden Personen. Das ist alles völlig sauber gelaufen“, gibt sich Kara selbstsicher.

Doch mit seiner Recherche scheint der Express einen Nerv getroffen zu haben: Nur wenige Stunden später erklärt Kara, er werde seinen Sitz als (nicht stimmberechtigtes) Mitglied im Bauausschuss des Rates der Stadt Köln aufgeben. Kara saß von 2009 bis 2014 im Rat der Stadt Köln.

Derzeit werde in Karas ehemaliger Firmenzentrale umgebaut, die Genehmigung zur Nutzungsänderung stehe bevor, erklärt Ascani. Ascani ist Sprecher des Arbeitskreises Politik der Kölner Willkommensinitiativen und Vizepräsident des SC Brück.

„Ich habe mit Berkan, dem Sohn der Karas, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet. Wir mieten von seiner Mutter das Gebäude – und zahlen ihr Miete. Wir werden eine gute Unterkunft betreiben“, so Flüchtlingshelfer Ascani.

Efkan Kara weist darauf hin, dass es eine Bedingung der Stadt gewesen sei, das Gebäude leerstehen zu lassen, bis die Nutzungsänderung genehmigt werde. „Drei Jahre waren das.“

Zuvor hatte das CDU-Vorstandsmitglied Andrea Horitzky, die mit ihrem zum Flüchtlingshotel umfunktionieren „Hotel am Bahnhof“ monatlich 32.500 Euro Steuergelder abkassieren soll (jouwatch berichtete). (MS)

 

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