Wer ist der irre Grieche? – „Open Borders“ Avramopoulos

Foto: Imago
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Immer wieder blitzt sein Name in den Gazetten auf, wenn es um wahnwitze Forderungen zu mehr Flüchtlingsaufnahme, „Solidarität“ bei der Migrantenverteilung und um von der EU erzwungene Grenzöffnungen geht. Doch wer ist dieser irre Grieche und einflussreiche EU-Kommissar Dimitris „Open Borders“ Avramopoulos?

Von Hagen Grell

Horst Seehofer – ohnehin bekannt als „Drehhofer – der Einknicker“ – hat es nicht leicht. Erst kürzlich trat er seinen Posten als „Heimatminister“ an, um den aufgebrachten Deutschen zu suggerieren, jemand würde sich „für sie stark machen“, schon fährt ihm ein irrer Grieche in die Parade. Er solle doch bitte bald wieder die Grenzkontrollen abschaffen. Dimitris Avramopoulos, EU-Kommissar für Migration und Inneres, taucht überall dort auf, wo Europäer sich „erdreisten“, ihre Grenzen zu schließen oder nicht enden wollende Migrantenströme abzulehnen.

Natürlich ist Avramopoulos nicht irre, er ist Karrierepolitiker. Korrupt vielleicht, möglicherweise rücksichtslos, irre sicher nicht. Dennoch wurde er insbesondere in Europa bekannt durch Forderungen, die selbst unbedarften Deutschen die Haare zu Berge stehen lassen müssen. 70 Millionen Migranten seien in den nächsten Jahrzehnten „nötig“, um den Bevölkerungsschwund in Europa durch Austauschmigration – wie es die UN bezeichnet – zu ersetzen, so auch Avramopoulos. Heißt: Statt deutschem Nachwuchs holen wir uns einfach afrikanische Kinder bzw. 32-jährige „Jugendliche“ als Ersatz. Wird schon schiefgehen.

Karrierist auf dem Weg nach oben

Greek EU commissioner Dimitris Avramopoulos of Migration, Home Affairs and Citizenship speaks during a closing press conference following the Informal Justice and Home Affairs Council at the Scheepsvaartmuseum (Maritime Museum) in Amsterdam, The Netherlands, 25 January 2016. ANSA/KOEN VAN WEEL

Avramopoulos begann seine politische Karriere zunächst in Griechenland. Nach Stationen im griechischen Parlament und als Bürgermeister von Athen wurde er 2004 Minister für Tourismus, 2006 Minister für Gesundheit und soziale Solidarität, zwischenzeitlich Verteidigungsminister, 2012 Außenminister. 2014 schließlich wechselte er in die EU als EU-Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft.

2015 stellte der politische Überflieger seinen 10-Punkte-Plan zur Lösung der Migrantenkrise vor. Dieser beinhaltete unter anderem: eine Verbesserung der Seenotrettung von Migranten und eine aus seiner Sicht „gerechtere Verteilung“ innerhalb der EU. Man darf also davon ausgehen, dass jedes mal, wenn ein renitenter europäischer Staat von der EU gemahnt wird, sich doch endlich „solidarisch“ die Migrationskatastrophe ins eigene Land zu holen, Herr Avramopoulos seine Unterschrift unter diesen „bösen Brief“ an die jeweilige Regierung gesetzt hat bzw. die jeweilige Zeitung oder die Tagesschau eben diesen Herrn Avramopoulos zitiert.

Man darf ihm zugute halten, dass er 4 Sprachen fließend beherrscht: griechisch in der Heimat, englisch vermutlich in der EU und der City of London, italienisch mit EZB-Draghi, französisch mit Macron. Man könnte spekulieren, dass er ein wenig türkisch spricht, denn als Bürgermeister von Athen baute er eine Freundschaft mit dem damaligen Bürgermeister von Istanbul auf: Recep Tayyip Erdoğan. Avramopoulos ist also ein Mann, der perfekt vernetzt, sprachlich vielseitig und ideologisch voll auf EU-Linie liegt – der ideale Kandidat für den EU-Migrationskommissar.

Seine Ziele – die totale Migration

Natürlich muss Avramopoulos als Grieche auch griechische Klientelpolitik betreiben. Doch mehr als ein paar Forderungen, die Griechen zu entlasten und Asylbewerber in Europa zu verteilen, lässt er nicht verlauten. Viel deutlicher sind seine Worte in Sachen Migration.

„Wir müssen stets bereit sein, neuen Migrationsbewegungen zu begegnen.“ – was alleinstehend wie ein vernünftiger Satz klingt, ist Avramopoulos‘ gruseliges Manifest. Er ist stolz auf das Ansiedlungsprogramm der EU für Migranten in Europa: „Dabei unterstützen wir die Mitgliedstaaten finanziell, für 2018 haben wir 377 Millionen Euro beiseitegelegt.“.

Und wer nicht spurt, wird getadelt: „Solidarität kann es nicht a la carte geben, sie kann nicht freiwillig sein und sie ist nicht verhandelbar … Wenn man Teil der europäischen Familie ist, muss man sich um alle Mitgliedstaaten in gleicher Weise kümmern. Wir können nicht ein Land oder eine Handvoll Länder damit alleine lassen, eine künftige Krise zu bewältigen“. Dass „Solidarität“ mit vorgehaltener Pistole erzwungen werden kann und darf, ist dabei natürlich seine recht „kreative“ Interpretation dieses Wortes.

Andererseits kommen für Herrn Avramopoulos solche Lösungen nicht in Frage, die wir „normalsterblichen“ Deutschen als vernünftig betrachten würden. „Die Bearbeitung von Asylanträgen ist komplex rechtlich, diplomatisch und auch praktisch“, bügelte er die Idee ab, Asylbewerber bereits in Nordafrika zu sammeln und auf Schutzbedürftigkeit zu prüfen.

Nur für die Türkei – unter der Leitung seines alten Freundes Erdogan – bringt er Verständnis auf in den schweren Zeit der Migrationskrise. „Wir sollten nicht unterschätzen, dass auf den Schultern der türkischen Regierung bei ihrem Kampf gegen den Terrorismus ein gewaltiger Druck lastet“, bekniete Avramopoulos seine Kollegen, die befürchteten, das Erdogan-Regime würde die neuen Terror-Gesetze zur Knebelung kritischer Journalisten und zur Unterdrückung der kurdischen Minderheit nutzen. Man solle die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei wieder aufnehmen, so Avramopoulos, und sich lieber darauf konzentrieren, „die türkische Gesetzgebung und die EU-Gesetzgebung auf mehreren Feldern anzunähern, auch beim Kampf gegen den Terrorismus“. Dabei besteht nur die Frage: Wer soll sich jetzt bitte wem annähern?

Der irre Grieche – das Trojanische Pferd

Natürlich spielt Avramopoulos virtuos auf dem Klavier der erprobten EU-Propaganda und Machterschleichung. Frei nach den Mottos seines Chefs Jean-Claude Juncker „Wenn es ernst wird, muss man lügen“ und „Wir beschließen etwas, stellen das in den Raum und warten ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter.“

Vielleicht auch um sich der „türkischen Gesetzgebung“ in Sachen Terror-Gesetze „weiter anzunähern“, präsentierte Avramopoulos sich kürzlich als Hardliner in Sachen „Terror-Bekämpfung“. „Wir müssen die Schrauben anziehen, bis es keinen Raum mehr gibt für Terroristen oder Kriminelle und keine Mittel mehr für sie, Anschläge durchzuführen. Das bedeutet, dass ihnen der Zugang zu Geld, gefälschten Dokumenten, Waffen und explosiven Stoffen versperrt werden muss und sie zugleich daran gehindert werden müssen, unsere Grenzen unentdeckt zu überqueren.“

Das klingt natürlich großartig beim ersten Hinhören, bis man darüber nachdenkt und feststellt, dass all diese Maßnahmen völlig unnötig für die Terrorbekämpfung sind. Konsequente Abschiebungen und Aufnahmestopp würden ausreichen. Ideal geeignet dagegen sind diese Maßnahmen, um unliebsamen Ur-Europäern – zum Beispiel patriotischen Deutschen – die Konten einzufrieren, die Reisefreiheit einzuschränken und jeden ihrer Schritte zu überwachen. Und als ob es noch eines Beweises dafür bedurfte, schlägt Avramopoulos vor, auf allen Ausweisen in ganz Europa nun zwangsweise – digital auslesbar – Fingerabdrücke und biometrische Daten zu speichern, das Internet noch invasiver zu überwachen und den Sicherheitsbehörden noch mehr Befugnisse zu übertragen. „Big Brother 1984“ – ick hör dir trapsen.

Klinisch wahnsinng oder nur auf Linie?

Avramopoulos mag irre wirken, doch – wie anfangs erwähnt – im Kreise der EU-Politiker und solcher, die es werden wollen, wirkt er ganz normal. Juncker, Draghi, Merkel, Macron, Avramopoulos – sie alle verfolgen das gleiche Ziel, das Ziel von George Soros, das Ziel der UN, das Ziel der EU: offene Grenzen, grenzenlose Migration und die Ersetzung der Ur-Europäer durch „Frischblut“ aus Afrika und dem mittleren Osten. Wenn nebenbei die „Vereinigten Staaten von Europa“ entstehen, umso besser. Und als i-Tüpfelchen eine komplette Überwachungsmaschinerie? – Ein politisch-globalistischer Orgasmus!

Avramopoulos spricht viele Sprachen, hat in Athen und Brüssel studiert, ist in Griechenland bekannt, seit jeher ein ehrgeiziger Karrierist und gut vernetzt – insbesondere auch mit der Türkei, die im Plan der EU vielleicht noch eine wichtige Rolle spielen soll. Er ist an Bord mit der Austauschmigration und den Zielen der EU. Ein perfekter Kandidat also, der ganz und gar nicht wahnsinnig – so schön das wäre – sondern nur auf Linie und dreist genug ist, eine unfassbare Grausamkeit als Humanität zu verkaufen.

Wo immer die EU zu „Solidarität“ mahnt und damit Migrationskrisenteilhabe meint, wann immer sie von „Verpflichtung und Humanität“ spricht, wie auch immer sie die Rechte der Europäer zugunsten der „Terror-Bekämpfung“ abschafft und wo immer sie vernünftige Lösungen sabotiert, die unsere Probleme tatsächlich beseitigen können, ist Dimitris Avramopoulos, der sinistre Grieche, nicht weit.