Dekadent: Masturbier-Kurse an der Uni Bielefeld

(Bild: Screenshot)
Masturbieren an der Uni Bielefeld (Bild: Screenshot)

NRW/Bielefeld – Wer glaubt, dass Gender-Studiengänge oder ein Bachelor in „Flüchtlingshilfe“ schon der Olymp des Wahnsinns seien, der weiß noch nicht, was die Uni Bielefeld so in petto hat. Dort können Frauen – oder die sich dafür halten oder sich gerade so fühlen – einen Masturbier-Workshop belegen.

Im zweiteiligen, praxisnahen Workshop – Details sind hier einzusehen –  können Frauen und Transsexuelle am 29. April an der Uni Bielefeld unter fachkundiger Anleitung das Masturbieren erlernen. Mitzubringen sind: Handspiegel, Handtuch und Gleitgel.

Initiiert wurde die Rubbelveranstaltung von dem politisch weit links stehenden Allgemeinen Studentenausschuss  (AStA), der an zwei „Aktionstagen“ für „geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung“ Podiumsdiskussionen und praxisnahe Veranstaltungen anbietet. Hier der Hinweis an eventuell Interessierte: Der Workshop „Möseale Ejakulation“ und ist seit Langem ausgebucht.

„Das ist ein schlechter Scherz“

„Wir wollen wissen, wie hoch die Kosten für die Veranstaltung sind und ob Semesterbeiträge von Studierenden dafür verwendet werden“, so die RCDS-Vorsitzende Kathrin Krause. Kollege Philip Schütz, stellvertretender Vorsitzende des RCDS Bielefeld, meint zu dem Spektakel: „Das ist ein schlechter Scherz.“ Es gebe keinen wissenschaftlichen und seriösen Ansatz und keine offene Diskussion zum Macht- und Geschlechterverhältnis. Der RCDS könne sich nicht vorstellen, dass das in einem Raum mit zehn masturbierenden Frauen möglich so Schütz gegenüber der „Neuen Westfälischen“.

Auf Anfrage teilt der AStA mit, dass Kosten von 250 Euro anfallen und es sich um studentische Mittel handele. Und das stört den konservativen „Ring Christlich-Demokratischer Studenten“ (RCDS). Denn nicht zum ersten Mal wird der Vorwurf laut, dass der AStA und seine Vertreter mit den Pflichtbeiträgen der Studenten nicht sorgfältig umgehen und diese Gelder verschwenden.

Trotz aller Empörung seien der Uni-Leitung die Hände gebunden. Da es sich um eine studentische Veranstaltung handele, habe die Universität keinen Einfluss auf den Inhalt.

Nein – die meinen das ernst!

Auf Facebook zeigt sich der AStA traurig drüber, dass die Pressemitteilung zu den „Aktionstagen“ in der Lokalpresse keinen Anklang gefunden habe. Denn es wäre sehr sehr wichtig, um „der zunehmenden Raumnahme rechter, antifeministischer und rassistischer Diskurse das Wasser abzugraben“. Gleichzeitig bedanken sich die linksdrehenden Initiatoren bei der RCDS Bielefeld, dass diese ihnen jetzt doch noch etwas Aufmerksamkeit eingebracht hätten.

Der RCDS kritisiere in der Vergangenheit mehrfach, dass einzelne AStA ein allgemeinpolitisches Mandat wahrnähme, das ihnen rechtlich nicht zustehe. In diesem Zusammenhang kam es wiederholt zu Klagen vor den Verwaltungsgerichten. Und mehrfach wurde gegen den jeweils betroffenen AStA entschieden und Ordnungsgelder verhängten. Ebenfalls kam es zu staatsanwaltlichen Ermittlungen. Verschiedene AStAs wiederum warfen dem RCDS vor, Kritik an konkreten Vorfällen hinsichtlich Finanzen oder politischem Wirken in unzulässiger Weise zu verallgemeinern. Oder wie dieses Mal öffentliche Rubbelveranstaltungen zu torpedieren.

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