SPD-Schulsenator: Ohne Kinder mit Migrationshintergrund wären Hamburgs Schulen leer und öde

Symbolfoto: Durch Tolga Sezgin/Shutterstock
Muslime in deutschen Schulen. (Symbolfoto: Durch Tolga Sezgin/Shutterstock)

Hamburg – Der Senat hatet zum ersten Mal den Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund an allen allgemeinbildenden Schulen auf eine Kleine Anfrage des AfD-Bürgerschaftsfraktionschefs Alexander Wolf veröffentlicht. Dass Schulen bis zu 90 Prozent von Kindern mit Migrationshintergrund besucht werden, findet der SPD-Schulsenator Ties Rabe gut!

„Wie kann an Schulen mit 70, 80 oder 90 Prozent Migranten Integration noch gelingen und wer integriert hier wen?“ So die Frage des AfD-Politikers Dr. Alexander Wolf, nachdem der Senat seine Kleine Anfrage beantwortet hatte und zum ersten Mal den Anteil der Schüler nach Migrationshintergrund veröffentlichte.

Das Ergebnis: Fast jedes zweite Kind an Hamburgs Schulen hat ausländische Wurzeln. Im Schuljahr 2016/17 betrug der Anteil der Schüler mit Einwanderungshintergrund an Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien knapp über 45 Prozent. An 65 der knapp über 400 Schulen machten Kinder mit ausländischen Wurzeln bereits 70 Prozent aller Schüler aus. An 21 Schulen betrug der Anteil über 80 Prozent, an einer über 90 Prozent. Zumeist muslimisch geprägt, obwohl die Religionszugehörigkeit nicht erfasst wurde.

(Bild: Pressefoto Hamburger Senat)
Ties Rabe (SPD) (Bild: Pressefoto Hamburger Senat)

SPD-Schulsenator Ties Rabe findet das gut. „Ohne die knapp 50 Prozent Kinder mit Migrationshintergrund wären Hamburgs Schulen leer und öde. Hamburg wäre eine schrumpfende Stadt, um deren Zukunft man sich Sorgen machen müsse“, so der SPD-Funktionär in der letzten Woche laut dem Hamburger Abendblatt. Dass die Anteile der Kinder mit Migrationshintergrund von Schule zu Schule schwankten, sei „zwangsläufig und mathematisch logisch“. Rabe: „Schulen bilden damit die gesellschaftliche Wirklichkeit der Stadt und ihrer Stadtteile ab.“

Der AfD-Politiker erinnert an den Appell des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, einen Aufnahmestopp von Flüchtlingen für Kommunen zu erlassen, wenn dort eine Überforderung drohe. „Das wäre auch ein Modell für Hamburg. Die Kapazitätsgrenzen zur Aufnahme weiterer Schüler sind längst erreicht, bzw. überschritten“, sagt Wolf. (SB)

 

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