Linker Irrsinn: Ein rassistisches Relief über dem Marburger Zollamt

(Bild: Stadt Marburg/ Birgit Heimrich)
Relief am Marburger Zollamt (Bild: Stadt Marburg/ Birgit Heimrich)

Hessen/Marburg – Linke Gesellschaftsklempner wollen weder eine „Mohren-Apotheke“, noch – wie in Marburg – ein Kolonial-Relief über dem dortigen Zollamt. Schlechte Nachrichten gibt es aus Frankfurt: „Mohren“-Apotheken dürfen ihren Namen behalten.

Darauf zu sehen: ein Asiate, ein Afrikaner und zwei weiße Arbeiter aus der Pharma- und Eisenindustrie. Ist das Halbrelief über dem Eingang des Marburger Zollamtes kolonialistisch oder gar rassistisch beeinflusst? So die weltbewegende Frage. Für die Marburger Linken-Fraktion ist die Sachlage klar. In einem Antrag wird die Darstellung, die seit 1950 als Halbrelief über dem Eingang des denkmalgeschützten Gebäudes hängt, als Reproduktion von „Klischees über Einwohner des globalen Südens“ und „kolonialer Denkstrukturen“ kritisiert.

Auch der mit Steuergeld finanzierte Kolonialismusforscher Benedikt Stuchtey von der Uni Marburg betont: „Wir sollten nicht achtlos an dem Relief vorbeigehen, sondern versuchen, es in den Stadtkontext einzuordnen“.

Das „rassistische“ Problem soll nun mit einer Infotafel gelöst werden. Das Schild soll nach Angaben der Stadt Marburg aber nur neugierig machen. Näheres sei dann auf einer  Webseite des Zollamtes nachzulesen sein, wie die Hessenschau berichtet.

Der linkspolitische Kampf gegen die „Mohren-Apotheken“ ist indes – vorerst – gescheitert. Die Kommunale Ausländervertretung (KAV) – namentlich die aus Kenia stammende Aktivistin Virginia Greiner – hatte im Januar beantragt, dass sich die Stadt für die Umbenennung der „Mohren-Apotheke“ in Frankfurt-Eschersheim und der „Zeil-Apotheke zum Mohren“ in der Innenstadt einsetzen solle (Jouwatch berichtete). Die Mohren-Apotheke hatte sich dem linken Druck gebeugt, und ihr Logo auf der Internetseite entfernt.

Der Haupt- und Finanzausschuss im Frankfurter Rathaus hat am Dienstagabend den benannten Antrag des Ausländerbeirates abgelehnt. Dies bestätigte das Büro der Stadtverordnetenversammlung der Katholischen Nachrichtenagentur, so die JF. (SB)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.