Britische Banker-Frauen: „Danke für die Einladung, Frau Merkel, aber Frankfurt ist ein Albtraum!“

ymbolfoto:Durch Photobac/shutterstoc
Londons reiche Banker haben keine Lust auf Frankfurt (Symbolfoto:Durch Photobac/shutterstock)

Angela Merkels hochtrabende Pläne, die Londoner Banken-Szene nach dem Brexit zum Umzug nach Frankfurt am Main zu bewegen, scheitert am Widerstand der Ehefrauen. Die haben nämlich so gar keine Lust auf die „langweilige, düstere und kalte“ deutsche Metropole.

Im Vergleich mit London, das als weltoffen und lebhaft gilt, ist Frankfurt für die verwöhnten reichen Banker-Ehefrauen und Männer keine Option: „Dunkel, grau, kalt. Frankfurt ist ein bißchen wie ein Albtraum. Diejenigen, die eine Wahl haben, werden nicht freiwillig dorthin ziehen“, erklärt die Bloggerin „Notting Hill Yummy Mummy“. Sie habe mit anderen in ihrer Situation gesprochen und alle seien sich einig: Deutschland ist nichts für sie. Selbst eine befreundete Familie aus New York, die sich mit dem Gedanken beschäftigte, nach Europa zu gehen, habe London der deutschen Finanzhauptstadt vorgezogen.

Ein anderer Banker aus Canary Wharf fuhr mit seiner Familie extra nach Frankfurt, um es ihnen zu zeigen und zu sehen, ob sie sich vorstellen könnten, dort zu leben. Doch nach der Rückkehr nach London habe seine Frau ihm unmißverständlich ihre Meinung gesagt: Es werde „niemals“ passieren, dass sie dort hinzieht, es sei „völlig ausgeschlossen,“ bekam der Ehemann zu hören.

Auch für Rebecca, die mit einem italienischen Bankier verheiratet ist, bleibt London Favorit: „Ich spreche kein Deutsch und ich könnte deshalb in Frankfurt nicht arbeiten. Außerdem gibt es einen einen weiteren entscheidenden Faktor: London ist eine interessante Stadt, es gibt viel zu tun – Frankfurt ist nicht.“

Es sind auch nicht nur die Frauen, die ein Leben in Deutschland für sich ausschließen.  „Ich insgesamt kein Problem damit, umzuziehen. Die Herausforderung besteht darin, eine Stadt zu finden, die Londons Hauptqualitäten widerspiegelt: gute Jobs, großartige Schulen, viele Immobilienoptionen, konkurrenzlose öffentliche Verkehrsmittel“, so ein 52-jähriger Universitätsprofessor, der mit einer Bankerin verheiratet ist und davon überzeugt ist, dass Frankfurt diese Erwartungen nicht erfüllen kann.

Angela Merkels dürfte angesichts dieses massiven familiären Widerstands mit ihren Plänen neben der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bank und der Commerzbank weitere Großbanken an den Main zu locken, krachend scheitern.

Der amerikanische Bankmanager von Goldman Sachs Lloyd Craig Blankfein wies darauf hin, dass Banken im Falle eines harten Brexit besser beraten sein würden, lokale Büros zu erweitern und einige Mitarbeiter aus Übersee zurück in ihre Heimatländer zu holen, anstatt britische Banker Richtung EU zu schicken, berichtet The Express.

„Banker sind ein bisschen wie Fußballspieler – sie entscheiden, wo sie spielen werden und zwar abhängig davon, wo ihre Ehefrauen leben wollen,“ weiß die Banker-Frau Rebecca. (MS)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...