Wer sich selbst verleugnet, hat bereits innerlich aufgegeben

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Berlin – Vor zwei oder drei Tagen kam ich an den Neuköllner Arcaden vorbei und stand kurz telefonierend davor, als mir auffiel, wie ein Obdachsloser mit Hunden plötzlich damit begann Pappebecher und Zigarettenstummel vom Boden aufzusammeln und im Mülleimer zu entsorgen. Ganz erstaunt blickte ich diese völlig zugerotzte und mit Piercings behangene Gestalt an. Der Kerl trug eine schwarze Lederjacke, vollgekleistert mit Buttons und zu meinem Erstaunen einem PEACE-SYMBOL und einem Thorshammer. Sein Gesicht, ungepflegt und alternd, war vor lauter Piercings kaum noch als menschliche Visage zu erkennen. Ich fragte ihn, warum er denn hier in Neukölln Müll aufsammle. Schließlich sei das hier ja Neukölln, wo binnen weniger Sekunden die doppelte Menge Abfall auf seinem Gehweg landen würde.

Von Young German

Er sagte (das ist keine Geschichte vom Paulanergarten – es ist wirklich passiert zu meiner Verwunderung, links im Bild steht er).

«Ich bin Deutscher und wir Deutschen mögen es ordentlich.»

Manchmal passieren Dinge, die ich einfach nicht mehr von Berlin erwarte. Mein Mund stand eine Weile lang offen. Eine Figur voller innerer Widersprüche.

Derweil an anderer Stelle: Jude sollen keine Kippa mehr tragen, rät Zentralrat

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, warnt Juden in deutschen Großstädten davor ihre Kippa zu tragen. So äußerte sich gegenüber radioeins von RBB. In knapp 73 Jahren nach dem Nationalsozialismus, ist es in der BRD soweit schon gekommen. Und das obwohl es in dieser Republik immer schon eine politische Rechte und Linke gab, die judenfeindlich eingestellt waren und immer noch sind.

Aber zu den Juden in Europa ist bereits alles hier auf dem Blog an vielen Stellen gesagt worden. Allen Versprechungen zum Trotz wird die Regierungselite in Westeuropa diesen selbst herbeigeführten Exodus der Israeliten nicht aufhalten können und auch nicht wirklich wollen, weil die Juden eine marginale Minderheit sind, die keine Wählerstimmen einbringen. Muslime sind das neue Zugpferd, um das gebuhlt werden muss. Alle Lippenbekenntnisse der Politiker, dass man die Judenfeindlichkeit ernsthaft bekämpfen will, sind jetzt schon als Lügen zu entlarven. So schlimm war es einfach seit 1933 schon nicht mehr und zeigt einfach, dass hier auch nicht mehr nachgesteuert werden kann und wird. Die Juden trifft es eben nur zuerst und danach sind die anderen wieder im Fokus der Dschihadisten, die Europa als Ziel ihrer Eroberung auserkoren haben.

Wenn es statt einigen guten Weggefährten und Patrioten doch mal lieber solche Gestalten wie Shahak Shapira treffen würde. Bedauerlicherweise wird dieser Kerl uns noch bis zur Apokalypse in der BRD erhalten bleiben, um die Deutschen auf ewig und alle Zeit an ihr Nazitum zu erinnern und sich dabei eine goldene Nase zu verdienen. Mr. #Yolocaust bleibt, ein guter Kamerad aus der Uniformzeiten mit jüdischen Namen denkt hingegen ernsthaft darüber nach, die Sachen zu packen und nach USA oder Israel zu gehen, wie das Zehntausende in Frankreich bereits getan haben, wo die Probleme noch viel schlimmer sind als hier.  Aber wie Michel Houellebecq in seinem Buch «Unterwerfung» so fein und treffend formulierte, haben die Europäer kein Israel. Europa ist ihr einziges angestammtes Heimatland. Eine Flucht kommt für sie nicht in Frage.

Der Antisemitismus (Judenhass speziell) ist allerdings nur ein Gradmesser für die zunehmende Intoleranz einer stärker werdenden Minderheit in der Minderheit, die den gesellschaftlichen Ton jetzt schon maßgeblich mitprägen darf. Und dem Herrn Schuster sei gesagt, was man auch allen Deutschen ohne jüdischen Glauben sagen sollte: Selbstverleugnung ist Kapitulation.

Wenn der Chef des Zentralrats der Deutschen morgen sagen würde(wenn es einen gäbe), dass ab nächster Woche die Deutschen sich die Haare schwarz färben, das Gesicht mit Ruß schwärzen, die Kreuze abnehmen die Namen in fremdländisch klingende Worte abändern sollten, um Repression aufgrund dieser Merkmale zu entgehen, dann wären sie schlichtweg keine Deutschen mehr.  Dann hätten sie innerlich sich selbst bereit aufgegeben, weil sie nicht provozieren wollen. Das erinnert mich an die Szenerie in Hannover(?), wo ein Polizist einem Demonstranten sagte, dass er gefälligst die schwarz-rot-goldene Fahne unseres Landes runternehmen solle, weil diese ja «provozieren» würde.

Unterhaltsam unterwegs in Absurdistan.

„Vergiss niemals was und wer du bist. Trag es wie eine Rüstung und es kann niemals genutzt werden um dich zu verletzen, Bastard“ – Tyrion Lannister (Games of Thrones)

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