Traumatisierte Flüchtlinge: Entweder Behandlung oder Messer?

(Symbolbild: shutterstock.com/Durch Supawadee56)
Depression (Symbolbild: shutterstock.com/Durch Supawadee56)

Berlin – Wenn wir bei unseren hoch traumatisierten Flüchtlingen – neben einer Rundumversorgung – nicht auch für eine erstklassige psychologische Betreuung sorgen, dann können sich „mittel- und langfristig empfindliche Veränderungen des sozialen Zusammen­halts der Gesellschaft entwickeln“, so die Warnung von Wissenschaftlern.

„Traumatisierte Flüchtlinge – schnelle Hilfe ist jetzt nötig“. So die Überschrift der am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme der „Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina“ mit Sitz in Halle.

Die Asylindustrie darf jubeln. Denn die Experten empfehlen in alarmistischem Ton, dass Flüchtlinge nach ihrer Ankunft in Deutschland standardmäßig Fragen zu ihrer psychischen Situation beantworten sollen. Zudem sollten Hausärzte, Sozialarbeiter oder Lehrer für den Umgang mit traumatisierten Menschen geschult werden. Um den großen Bedarf an psychologischer Begleitung zu decken, sollten Peer-Berater eingesetzt werden. Dafür kämen etwa Psychologie­studenten mit Migrationshintergrund und den nötigen Sprachkenntnissen infrage, so der Psychologe Frank Rösler, Arbeitsgruppensprecher und Präsidiumsmitglied an der Leopoldina. Und da das ganze Herr von Sozialarbeitern, Psychologen und sonstigen Asylgewinnlern bezahlt werden will, soll auch diese Zeche der Steuerzahler berappen.

Rösler schätzt laut dem Ärzteblatt dass von den rund 1,6 Millionen Personen, die 2016 Angela Merkels Einladung folgten und nach Deutschland hereingeflüchtet sind, mindestens 60 Prozent der Erwachsenen und mehr als 40 Prozent der Jugendlichen dringend psychologische Vollversorgung benötigen. Leistet die deutschen „Aufnahmegesellschaft“ dies nicht, dann habe das nicht nur Folgen für die Betroffenen selbst: „Der eine sackt in eine Depression ab, der andere in die Gewalttätigkeit.“ Bleiben psychische Beeinträchtigungen der Flüchtlinge unerkannt und unbehandelt, könnten sich mittel- und langfristig empfindliche Veränderungen des sozialen Zusammenhalts der Gesellschaft entwickeln, so die Warnung.

„Leute, hier gibt es ein Problem, und das hat eine gesamtgesellschaftliche Dimension“, so die Ansage, die impliziert, dass – sollte sich die „Gesellschaft“ hier nicht voll ins Zeug legen, für die zukünftigen migrantischen Gewaltopfer selbst verantwortlich ist. (SB)

 

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