Öffentlich rechtliche Strangulation, oder wenn ein Korrespondent mal aus der Reihe tanzt

Foto: Screenshot/Twitter
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Wer sich als Journalist mit den Staatsmedien einlässt, gar für sie arbeitet, versklavt sich, muss sich fortan den Befehlen aus dem Kanzleramt beugen.

Und wehe er tanzt dann mal aus der Reihe. So etwas nennt man in Fachkreisen auch „journalistischer Selbstmord“.

Von Thomas Böhm

Jetzt gibt es wieder mal so einen Suizid-Fall. Es geht um den Krieg in Syrien, bei dem die deutsche Regierung stramm an der Seite der Islamterroristen steht, Assad entmachten und nebenbei den Russen noch eins auswischen will.

Entsprechend werden die deutschen Bürger, die diesen Krieg schließlich bezahlen müssen mit Fehlinformationen, bestenfalls Spekulationen gefüttert – und wenn dann einer mal die Wahrheit erzählt, dann Gnade ihm Gott:

Wir lesen im „Focus“:

Der Leiter des ZDF-Studios in Kairo, Hans-Ulrich Gack, hat am Freitagabend in der ZDF-Nachrichtensendung „heute“ eine andere Version verbreitet. Gack berichtete, in einem Flüchtlingslager in der Nähe von Duma hätten ihm mehrere Menschen erzählt, der Angriff sei eigentlich eine „Provokation“ der islamistischen Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). In dem Lager seien auch viele Menschen, die aus Duma geflüchtet seien.

Sie hätten erzählt, die Islamisten hätten Tanks mit Chlorgas in Duma platziert – in der Hoffnung, dass die Behälter bei Bombardements getroffen würden. So sei es auch geschehen. Gack ordnete in der Live-Sendung diese Aussagen nicht weiter ein. Er sagte lediglich, er wolle „nicht für jeden Satz“ die Hand ins Feuer legen. „Aber irgendwie scheint da schon was dran zu sein.“…

Tatsachen, die viele, nicht staatlich gelenkte, nicht ideologisch verkümmerte Medien ebenfalls verbreiten. Aber was nicht sein darf, ist auch nicht und entsprechend reagierte der Merkel-Kanal:

Auf Nachfrage von FOCUS Online teilte ein ZDF-Sprecher mit, dass die Liveschalte „auch in unserem Haus selbstkritisch diskutiert“ worden sei. Der Korrespondent habe bislang keinen Zugang in die Stadt Duma bekommen und „kann deshalb die ihm vermittelten Informationen nicht durch eigenen Augenschein überprüfen“. Gack habe auch wiederholt die „widersprüchlichen Informationen und die Propaganda aller Seiten“ thematisiert, die die Arbeit von Journalisten in Syrien besonders schwierig machen.

Der Sprecher wies auch darauf hin, dass Live-Schaltungen aus einem Krisengebiet mit „besonders viel Druck“ für die Korrespondenten verbunden seien. Dennoch kommt der Sender zu dem Ergebnis: „Unter diesen Bedingungen ging die Wertung des Korrespondenten in dieser Sendung zu weit.“ Gack habe seine Einschätzung in allen nachfolgenden Sendungen korrigiert…

Gack wurde also anscheinend mächtig unter Druck gesetzt und da er in einem Land, in dem die Pressefreiheit zu Gunsten der Kanzlerin abgeschafft wurde, seinen Job riskieren würde, ist er eingeknickt:

Tatsächlich äußert sich der Korrespondent zum Beispiel in einem längeren Beitrag, der am Sonntagabend im „heute journal“ ausgestrahlt wurde, deutlich differenzierter. Darin stellt Gack Mitarbeiter eines Krankenhauses in Duma vor, die behaupten, es habe dort gar keinen Giftgasangriff gegeben. Die Patienten, die sie gesehen hätten, hätten die typischen Symptome nicht aufgewiesen – das Ganze sei inszeniert gewesen.

Der Korrespondent merkt aber gleichzeitig an, dass die Mitarbeiter vermutlich Ärger mit dem Assad-Regime bekämen, wenn sie sich anders äußerten. Er legt auch offen, dass das Regime die Klinikmitarbeiter geschickt habe, um mit ihm zu sprechen. Gack betont, dass diese „Zeugenaussagen“ kein Beweis dafür seien, dass der Giftgasangriff inszeniert gewesen sein könnte.

Tatsache ist, dass so gut wie keiner weiß, wer für was in Syrien zu verantworten hat. Klar ist nur, dass hier mit Hilfe des Westens ein weiterer islamischer Staat entstehen soll, der dann auch noch den Rest der Christen in diesem Land vertreibt.

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