Irakischstämmige Hamburgerin zockt Jobcenter und Immigranten ab

Symbolfoto: Durch Lordn/Shutterstock
Symbolfoto: Durch Lordn/Shutterstock

Hamburg – Seit Jahren bereits macht eine irakischstämmige Hamburgerin mit der Wohnungsvermittlung für „Geflüchtete“ die dicke Kasse: Sie gibt sich als Vermieterin aus, manipuliert Verträge und macht Falschangaben – und das Jobcenter bezahlt.

Das „Spielchen“ läuft seit Jahren wie geschmiert: Sana V. bietet „Flüchtlingen“ Wohnungen an. Sobald das Jobcenter die Zusage gibt, setzt die irakischstämmige Hamburgerin einen manipulierten Mietvertrag von durchschnittlich 1.500 Euro auf. Das Jobcenter zahlt die Erstmiete wie auch die Erstausstattung für die neue Wohnung inklusive – und – wie im Fall einer aus Syrien hereingeflüchteten Familie – 3.435 Euro Kaution. Dann verschiebt Sana V. mit fadenscheinigen Ausreden den Einzugstermin mit der schlussendlichen Ansage, die Wohnung sei nicht mehr verfügbar. Beschweren sich die so Betrogene, seien diese von Sana V. bedroht worden.

Sana V. betreibe jedoch ein weiteres „Geschäftsmodell“, so der NDR der sich auf Recherchen des Hamburg Journals bezieht, und über die Abzocke berichtete. In der ganzen Stadt hat Sana V. mehrere Wohnungen angemietet, die sie an Geflüchtete weitervermietet – mit falschen Quadratmeter-Angaben, zu überhöhten Preisen und teils auch mehrfach zur gleichen Zeit. Die Deutsch-Irakerin kassiert auch hier beim Jobcenter ab, indem sie für Doppel- und Mehrfachbelegungen der Wohnung die jeweils die volle Miete geltend macht.

Vom Hamburg-Journal befragt, gab Sana V. zu ihrem Treiben an, dass ihr Job als Geschäftsführerin in einer Import-Export-Firma finanziell zu wenig abwerfe. Dafür laufe seit Jahren ihr Geschäft mit den Wohnungen.

Offenbar habe die „Wohnungsvermittlerin“ in zahlreichen Asylunterkünften Kontaktpersonen, mit denen sie zusammenarbeitet, heißt es zu der bereits wegen massiven Betrugsvorfällen einschlägig bekannten V. Die Staatsanwaltschaft ermittle gegen sie in insgesamt 19 Fällen. m vergangenen Jahr wurde ein Strafbefehl wegen Betrugs gegen sie erlassen, dieser sei aber bislang noch nicht rechtskräftig. Aktenkundig sei Sana V. seit 2007, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Auch dem freigiebigen Hamburger Jobcenter scheinen die Betrügereien der Irakischstämmigen bekannt zu sein, da laut dem NDR-Bericht dieses bereits Mitte 2017 bereits wegen zwölf Verdachtsfällen Strafanzeige erstattet habe. Ebenfalls sein ein internes Email im letzten Jahr im Jobcenter im Umlauf gewesen, das vor Sana V.s  Betrügereien warnte.

Jedoch: Das Jobcenter bezahlt bis heute weiter und finanziert so die kriminelle Wohnungsvermittlerin durch Steuerzahlergeld. Wie die Damen gegenüber dem Hamburg Journal freimütig zugab, bekomme sie täglich neue Kundschaft. Aktuell habe sie 20 bis 25 Wohnungen vermietet. (SB)