„Welt“-Mann Ansgar Graw über die merkwürdige Kriminalitätsstatistik

Symbolfoto:Durch mangostock/shutterstock
(Symbolfoto:Durch mangostock/shutterstock)

Es gibt Statistiken, die sollen den Bürger einschläfern. Dazu gehört die neueste polizeiliche Kriminalitätsstatistik, die mit der Realität sehr wenig gemeinsam hat. Einfach, weil sie als Vergleich nur das Vorjahr heranzieht. Interessant und ehrlich wäre die Statistik nur, wenn man die Zahlen mit 1990, 2000 und 2010 vergleichen würde, denn nur so wäre eine Tendenz festzustellen.

Und natürlich plappern die Medien die offiziellen Zahlen nach. Nur die „Welt“ macht eine Ausnahme. Hier lesen wir von Ansgar Graw:

….Bei Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen liegt die Zahl ausländischer Verdächtiger (1140) nicht mehr weit unter der Zahl der Deutschen (1558), obwohl den zehn Millionen Menschen in Deutschland ohne deutschen Pass rund 70 Millionen Deutsche gegenüberstehen.

Man möge angesichts dieser Dimension nicht mit dem Argument kommen, Ausländer würden einer Straftat viel eher verdächtigt als Inländer. Ebenso wenig hilft das regelmäßig bemühte Vademecum, unter den Migranten sei der Anteil junger Männer besonders hoch, die im statistischen Durchschnitt eher zur Kriminalität neigten.

Durchschnitt? Wer wirklich Flüchtling ist, weil er daheim um Leib und Leben fürchtete, sollte so viel Dankbarkeit gegenüber dem ihn aufnehmenden Staat zeigen, dass er sich nicht durchschnittlich kriminell, sondern überdurchschnittlich gesetzestreu verhält. Ansonsten hat er sein Bleiberecht verwirkt.
Danke, Herr Graw!