SPD-Parteitag: Grün und Gelb für Rot

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SPD: Schrott, kann weg (Foto: Collage)

Wiesbaden – Christin Lindner, Parteichef der FDP, und Robert Habeck, Grüne, bekräftigten pünktlich zum Parteitag der SPD ihre Ansicht, daß die Bundesrepublik eine starke Sozialdemokratie brauche. Grünen-Chef Habeck sagte im Deutschlandfunk, es sei dem Land nicht geholfen, wenn die SPD schlecht dastehe und daß sie „hohe Verdienste für die Geschicke dieses Landes“ habe. Als Verdienst der Sozialdemokraten interpretierte er dabei ausdrücklich „die Bereitschaft, jetzt noch einmal in die große Koalition gegangen zu sein„.

FDP-Chef Lindner verband mit seinen Genesungswünschen an die Sozialdemokraten freundliche Kritik. Die vom Wähler stark gerupfte Partei habe das „Trauma Agenda 2010“ nicht überwunden. Daher sei es zwar verständlich, daß Arbeitsminister Hubertus Heil Sanktionen gegen Hartz IV-Bezieher zurückfahren wolle. Das allerdings sei „hilflose Identitätsssuche“ und daher „grundfalsch„.

Lindner: „Wer Sanktionen abschaffen will, schafft auch Integrationsanreize ab. Das würde letztlich zur Spaltung des Landes führen.“ Stattdessen solle Schluß damit sein, daß der Fiskus gleich beim kleinsten Zuverdienst abkassiere.

Der Grüne Habeck prognostizierte, daß es „extrem schwer“ für die Sozialdemokraten werden würde, „in der Regierung Leidenschaft, Optimismus und einen breiten Horizont zu entwickeln„. Er wünsche der SPD dennoch alles Gute und äußerte seine Zuversicht, daß die SPD die richtigen Entscheidungen treffen werde, auch wenn das „ein schwerer Gang“ sei. (ME)

Kommentar:

Ist es nicht erstaunlich, welchen Stuß Lindner und Habeck selbst dann erzählen, wenn sie nur freundich sein wollen? Es ist doch ziemlich daneben, beispielsweise zu behaupten, es führe erst noch etwas zur Spaltung des Landes. Das Land ist bereits tief gespalten. Daß die Sozialdemokratie ihre Identität erst wiederfinden müsse, ist ebenfalls eine groteske Behauptung. Die SPD hat bereits eine Identität. Sie besteht aus der Komplizenschaft mit Merkel und ihrer Gang und der Präsenz von Maas, Barley und Stegner. So eine unfreiheitliche Identität als Zensor und Deutschlandabschaffer ist zwar nicht schön und wird auch vom Wähler nicht honoriert, aber immerhin muß nicht erst eine Identität gefunden werden. Die Identität der SPD: „Wir sind die Hässlichsten.“

Wenn allerdings der Grüne Habeck recht segensreich daherwünscht, die SPD möge in der Regierung u.a. einen „breiten Horizont“ entwickeln, dann illustriert das trefflich, weshalb „breit“ in der Umgangssprache zu einem Synonym für „bekifft“ oder „schwer besoffen“ geworden ist.

Abgesehen davon sollte man inzwischen hellhörig geworden sein: Es läuft etwas grundfalsch, wenn Politiker von unserem Land, unserer Heimat und Deutschland zunehmend als von „dieses Land“ reden. Das tun sie nämlich. Das passt ganz schrecklich gut zu den „die Menschen“, für welche sie sich zuständig fühlen. (ME)

 

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