Überholt die Junge Freiheit die taz jetzt links?

https://youtu.be/Jq0GReiZyKc
Von der Welt ignoriert (Foto: Screenshot Youtube)

Sachen gibt es, die gibt es nicht. Die Medienkritik.

von Max Erdinger

Abt. Schwarzer & Stein: Der Julius in der Jungen Freiheit

Wenn schwarze Polarwölfe in Südafrika Kreide fressen, dann ist das eine interessante Meldung. So etwa muß man bei der JF gedacht haben, als man entschied, Julius Malema, den Chef der marxistischen Economic Freedom Fighters, unkommentiert zu Wort kommen zu lassen. Man scheint dort, vielleicht etwas zu optimistisch, der schönen Illusion erlegen zu sein, daß rechtsgarantiert jeder JF-Leser Herrn Malema aus Südafrika richtig einzusortieren vermag. Malema, schon mal gehört?

Dieser Gandhi unter den „die Menschen“ mit seinem afrikanischen Politikhintergrund, der marxistische Pazifist und Klassenkampf-Faulenzer, dieser anbetungswürdig lethargische Gewaltverabscheuer, dieser Erleuchtete unter den Dunklen schmiert nun güldenen Seim in die Gehörgänge all´jener, die sich ob seiner krass militanten Äußerungen zuvor etwas vorschnell erschreckt hatten. Ja, sagt da der Tolerante, der Malema kann doch bei sich zuhause so viel güldenen Seim in Gehörgänge schmieren, wie er will? – Das würfe allerdings die Frage auf, ob Julius Malema bei Dieter Stein zur Untermiete wohnt.

Wenn wir nun aber in der JF schon erfahren dürfen, was der mutmaßliche Untermieter Malema neuerdings zum Besten gibt, wohlwissend, daß er zuvor entschädigungslose Enteignungen für weiße Farmer gefordert – und Mitglieder seiner EFF in sozialen Netzwerken zum Genozid an den Weißen aufgerufen hatten, dann klappt uns nur noch die Kinnlade nach unten.

Mordaufrufe in Südafrika geduldet, rassistische Schimpfwörter jedoch nicht. (Foto: Screenshot Facebook)

„Die Weißen gehörten zum Land wie die Bäume und Berge Südafrikas“, flötet der Poet nun vor seinem afrikanischen Hintergrund die neue Melodei. Was wohl in ihn gefahren ist? Gleich jubiliert er gar, der Julius, das Zuhören amüsanter Hochgenuß: „Wir wären eine häßliche Nation ohne weiße Menschen.“ – das hat er nicht wirklich gesagt, oder? – Doch, hat er! In der JF.

Wie bitte? Der kann doch vor seinem Hintergrund unmöglich behauptet haben, daß schwarze Nationen häßlich sind!? – Der Malema doch nicht?„, zweifelt hier der geneigte Jouwatch-Leser.

Wollen mal so sagen: Wenn doch, dann wäre er nicht der Hellste. Und das wiederum wäre  in keinem Fall eine gute Voraussetzung für irgendetwas. Außer, daß auch ein solcher mit etwas Übung ganz gut im 13 Meter-Abschätzen werden kann.

In der JF steht auch, daß der geläuterte Julius niemandem mehr einfach seinen Besitz stehlen möchte, noch nicht einmal, wenn der Krösus weiß ist. So lieb hat er seine weißen Brüder auf einmal, daß er sich gar mit ihnen „ergänzen“ will! Fragt sich nur, zu welchem Ganzen. Das alles in der JF – unkommentiert! – Was ist passiert?

Ob es wohl Anrufe gegeben hat beim Chef der EFF? – Das dürfen wir annehmen. Woher sonst dieser radikale Sinneswandel? Welche mächtige Person könnte denn den Malema ma´angerufen haben – und was könnte sie ihm gesteckt haben? – Merkel höchstpersönlich, vielleicht? Oder jemand in ihrem Auftrag, wenigstens? Oder jemand ganz anderes? So ungefähr? –

Hömma, Julius, wir sind hier gerade dabei, den „die Menschen“ reinzuknüppeln, daß Neger keine Rassisten sind, sondern daß Rassisten immer weiß sind, weil wir wollen, daß du in Zukunft keine Nachteile mehr haben sollst, nur weil du nicht der Hellste bist. Da kannste so´n Scheiß nicht daherlabern, du Affe! Du machst uns hier alles kaputt! Die Rechten führen uns vor! So helle hättest du wenigstens sein können! Bist du eigentlich von allen guten Geistern verlassen, du Dorftrottel unter den Marxisten?! Bist du eigentlich das entzündete Furunkel am Arsch von Afrika, du völlig verblödetes Individuum!? – Hör´endlich mit dem Quatsch auf, sonst gibt´s Taschengeldsperre! Wenn du schon Weiße killen willst, dann halte gefälligst das Maul und störe uns hier nicht, du Amateur!

Das war nur ein Vorschlag. Anders ist der Sinneswandel des vormals Blutrünstigen nicht zu erklären. Der Herr wird ihm wohl kaum im Traum erschienen sein.

Daß die JF Julius Malemas feingüldenen Seim kommentarlos unter Meldungen Ausland veröffentlicht, anstatt ihn als einen unverschämten Heuchler zu outen, dafür fehlt meinemeinen jedes Verständnis. Die Situation der Weißen, besonders die der vormaligen weißen Arbeiter und die der Farmer, schreit förmlich nach einem Kommentar.

Wandere aus, solange es noch geht!
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