Notfallversorgung: 600 Kliniken könnten demnächst ohne Notaufnahme dastehen

Krankenwagen (Symbolbild: shutterstock.com/Durch Jaromir Chalabala)
Krankenwagen (Symbolbild: shutterstock.com/Durch Jaromir Chalabala)

Hunderte Krankenhäuser sollen nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) keinen Zuschlag mehr für die Notfallversorgung erhalten.

2016 stieg die Zahl der Patienten, die in der Notaufnahme von Krankenhäuser vorstellig wurden, nochmals sprunghaft an. Zu jenem Klientel, das auch während der Praxisöffnungszeiten oder bei Bagatellen den Notdienst aufsuchte und – im muslimischen Community üblich, die gesamte Sippschaft mitschleppt, gesellte sich noch die Flut von „Flüchtlingen“. Wirkliche Notfälle gerieten dadurch ins Hintertreffen, was mitunter zu lebensbedrohlichen Situationen führte. Zudem reißen seither Berichte darüber nicht mehr ab, dass vor allem aus dem islamischen Kulturkreis Ärzte und Personal beleidigt und bedroht werden, wenn der angeblich erkrankte Angehörige nicht schnell genug behandelt wird.

Am Donnerstag wurde durch den Gemeinsamen Bundesausschuss GBA . – das höchste Entscheidungsgremium im deutschen Gesundheitswesen –  der Beschluss gefasst, der für Notfallpatienten tiefgreifende Änderung bedeuten wird. 628 Kliniken sollen keine Zuschläge mehr für die Notfallversorgung erhalten, so ein Bericht der Ärtzezeitung. Von den heute 1748 Krankenhäusern sollen künftig nur noch 1120 entsprechende Zuschläge bekommen.

Das Konzept werde der Realität nicht gerecht, hieß es dazu aus der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen argumentiert, das die derzeitige Zahl an Notfallversorgungseinrichtungen an Krankenhäusern vollkommen unwirtschaftlich und sowohl bei der Versorgung als auch beim Einsatz von Ressourcen unvernünftig. (SB)

 

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