Deutscher erobert sein besetztes Haus von Zigeuner-Clan zurück

(Symbolbild: shutterstock.com/Durch Vova Shevchuk)
Schrottimmoblilie (Symbolbild: shutterstock.com/Durch Vova Shevchuk)

Mallora/Palma – Der Hamburger Steuerberater Frank Zingelmann durchlebte einen Albtraum. Vor rund einem Vierteljahr besetzte ein Zigeuner-Clan sein Ferienhaus Playa de Palma auf Mallorca und nutzte es als Diebstahl-Quartier . Die spanische Gesetzgebung verbot die Räumung des Hauses. Nun hat Zingelmann sein Haus zurück erobert.

Als Frank Zingelmann vor drei Monaten am Wochenende sein Haus betreten wollte, traute er seinen Augen nicht: Das Haus war bewohnt. Drei Hunde am Eingangstor verwehrten ihm den Zutritt, die Schlösser waren ausgetauscht, ein Handwerker legte gerade Kabel für Telefon- und Internet­anschluss. Und zwei Personen trugen seinen Fernseher in ein Auto und fuhren davon. Ein Zigeuner-Clan hatten die Immobilie unter Beschlag genommen.

Deutscher erobert seinen Besitz zurück

In Spanien leben einer Studie zufolge rund 270.000 Personen in besetzten Häusern. Wie die Mallorca-Zeitung berichtet, sieht die spanische Gesetzeslage vor, das Hausbesitzer binnen 72 Stunden Anzeige erstatten müssen, wenn jemand ein leeres oder im Moment unbewohntes Haus besetzt. Wenn dies – wie im Fall von Zingelmann nicht geschieht, kann eine Zwangsräumung nur noch mit einem richterlichen Beschluss erfolgen, der aufgrund der Überlastung der Justiz jedoch erst nach Monaten oder gar Jahren erwirkt werden könne, so die Mallorca-Zeitung.

Nun hat der Deutsche jedoch seinen Besitz zurück erobert, berichtet die Junge Freiheit (JF). „Wir sind am Sonntag mit drei Personen in meine Finca eingedrungen und haben uns verschanzt. Wir halten diese nunmehr seit über 72 Stunden besetzt“, teilte Zingelmann am Mittwoch ironisch in einer Presseerklärung mit.

Er habe zuvor sein Haus zuvor zwei Tagen beobachtet und festgestellt, dass sich nur noch zwei Personen in dem Haus befänden. Anschließend sei er zusammen mit einem Freund, der fließend Spanisch spreche, und einem Bekannten, der professioneller Käfigkämpfer sei, zu den beiden Besetzern gegangen, die nach einem rund einstündigen „Gespräch“ das Haus verlassen hätten. Bereits vor einigen Wochen habe die Polizei die Villa durchsucht und den mutmaßlichen Anführer des Clans festgenommen. Räumen konnte die Polizei allerdings aufgrund der Gesetzeslage nicht.

250.000 Euro Schaden

„Das Anwesen ist völlig verdreckt und sämtliche, ja wirklich sämtliche Gegenstände aus den Schränken wurden bis auf die letzte Socke gestohlen oder sind zerstört worden.“ Zudem stinke es bestialisch nach Hundekot. Alle Außen- und Innentüren seien beschädigt, das Schwimmbad verdreckt. Das Inventar sei entweder gestohlen oder zerstört worden. Der Schaden belaufe sich auf 250.000 Euro.

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