Spanien: Der andere Umgang mit den „Hereingeflüchteten“

(Bild: Shutterstock.com/Durch Alfonso de Toma)
Spanien (Bild: Shutterstock.com/Durch Alfonso de Toma)

Spanien – Neben Italien ist Spanien das Land, das besonders unter dem ersten Anlanden der „Hereingeflüchteten“ und somit unter einem besonderen Einwanderungsdruck steht. Jedoch: Spaniens Immigrationspolitik ist rabiat und somit erfolgreich.

In den deutschen Mainstreammedien hört man erfahrungsgemäß nichts über das massenhafte Anlanden in Spanien von „Flüchtlingen“. So sind an einem einzigen Wochenende rund 3.500 Immigranten an den Mittelmeerküsten aufgefangen worden. 14 davon überlebten die Überfahrt nicht. Das nordafrikanische Niger hat sich inzwischen zum Dreh- und Angelpunkt einer neuen Immigrationswelle entwickelt. Neben den wirklich politisch verfolgten Flüchtlingen kommen vor allem Wirtschaftsimmigranten nach Europa.

In Spanien gibt es über die neue Immigrationswelle nur wenige Informationen. Mutmaßlich deswegen, damit die Medien nicht die Bevölkerung beunruhigen und damit auch die Schlepperbanden keine Strategie entwickeln können, um neue Routen zu entwickeln und auf die Maßnahmen der Polizei zu reagieren. Viele Praktiken an den Küsten und an den Grenzzäunen den spanischen Exklaven in Marokko werden verschleiert und sind nach internationalem Recht fragwürdig. Wie das Internetmagazin Frei Welt spekuliert, würden diese unseren Refugees-Welcome-Aktivisten vermutlich gar nicht gefallen.

So jedoch würden auch keine „hässlichen Bilder“, wie sie in Deutschland von Merkel so gefürchtet wurden und werden, entstehen. Damit das weiterhin so bleibt, werden Journalisten von der Küste und von den dortigen Auffanglagern fern gehalten.

Die Heime, in denen Migranten untergebracht werden, sehen völlig anders aus als in Deutschland . Wie man in einem Artikel von Tichys Einblick nachlesen kann, heißt es hierzu: Es gibt Sicherheitskontrollen, manche der Heime sind so weit von der nächsten Stadt und von allen öffentlichen Transportmitteln entfernt, dass die Immigranten isoliert sind und gut unter Kontrolle gehalten werden können. Man spricht spanisch. Die offensiven Angebote für Sozialleistungen, die – wie in Deutschland üblich – in vielen Sprachen bereitgehalten werden, fehlen völlig.

Rund 500.000 Immigranten ohne Aufenthaltsgenehmigung leben in solchen Heimen, nicht selten seit nunmehr 15 Jahren. Sie nutzen das Sozialsystem nur partiell, hauptsächlich bei Notaufnahmen in Krankenhäusern. Weitere Hilfen gibt es nicht. Migranten helfen sich untereinander und die Stadtregierung hat Infozentren, wo sie sich über verschiedene Dienstleistungen informieren können und sich als billige Hilfskräfte verdingen können.

In Spanien leben heute insgesamt rund fünf Millionen Immigranten, gemessen an der Bevölkerungszahl sind das ist noch nicht einmal halb so viel wie in Deutschland. Jedoch wirkt in Spanien die Politik der Abschreckung.

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