Linksextremistischer Anschlag auf Catering-Firma wegen Essensgutscheinen für Flüchtlinge

(Symbolbild: shutterstock.com/Durch Andris Barbans)
Ausgebranntes Fahrzeug (Symbolbild: shutterstock.com/Durch Andris Barbans)

Halle (Saale) – Nach einem Brandanschlag, bei dem vier Fahrzeuge der Catering-Firma Sodexo Anfang April ausbrannten, ist nun ein Bekennerschreiben aus dem linksextremistischen Spektrum aufgetaucht.

Dieses mutmaßliche Bekennerschreiben kursiert seit mehreren Tagen im Netz. Darin bekennen sich die mutmaßlich linksextremistischen Verfasser unter dem Namen „Aktionsgruppe Käfer im Essen“ zu dem Brandanschlag. Unter anderem begründen die Angreifer ihren Schritt damit, dass Sodexo ein Gutscheinsystem als „Sanktionsmittel für Flüchtlinge“ eingeführt habe. Damit werde “Geflüchteten jedes Selbstbestimmungsrecht aberkannt”, heißt es in einem Schreiben. Zudem sei Sodexo für die Betreibung von Gefängnissen verantwortlich, darunter auch Abschiebeeinrichtungen. Auch Dienstleistungen für das Militär würden angeboten.

Abschließend machen die Linksextremisten in ihrem Bekennerschreiben klar: „Wir werden weiterhin alle Firmen und Institutionen angreifen, welche die rassistische Praxis der alltäglichen Bevormundung und Diskriminierung ermöglichen – und insbesondere ihren Profit daran so teuer wie möglich machen.  Aktionsgruppe ‚Käfer im Essen‘ „

Schon Ende des vergangenen Jahres hatte es gegen das Prinzip „Gutschein statt Bargeld“ Proteste in Merseburg gegeben. Der Kreis beruft sich hierbei auf einen Erlass des Landes: Sachsen-Anhalt will durch diese Maßnahme den Druck auf ausreisepflichtige Ausländer erhöhen, Deutschland zu verlassen, heißt es hierzu in einem Bericht der MZ.