Kulturelle Fortbildung für Justizmitarbeiter

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"Zentrum für Interkulturelle Kompetenz in Essen" ist eröffnet (Bild: Screenshot)

NRW – Damit Justizmitarbeiter andere Kulturen besser verstehen lernen und wissen, wie man auf Muslime richtig reagiert, erhalten Gefängnismitarbeiter oder Gerichtsvollzieher ab Montag im Essener Fortbildungszentrum Schulungen.

„Wir wollen da, wo es vermeidbar ist, natürlich auch nicht die religiösen Gefühle verletzen. Aber wir wollen da, wo es nötig ist, die deutschen Grundgesetze deutlich verteidigen“, erklärte Peter Marchlewski, Sprecher des Justizzentrums, das offiziell den Namen „Zentrum für Interkulturelle Kompetenz der Justiz NRW“ trägt.

Von berufenem Personal wie vier Islamwissenschaftlern erfährt der Gefängnismitarbeiter, wie er möglichst gefühlvoll vorgehen kann, wenn er die Zelle aufsperrt und der muslimische Gefangene gerade sein Gebet verrichtet. Und der Gerichtsvollzieher weiß nach der Schulung, dass er sich gefälligst die Schuhe auszuziehen hat, bevor er eine muslimische Wohnung betritt.

Wie der WDR berichtet, werden insgesamt 12 Experten im Zentrum arbeiten und auf Steuerzahlerkosten kultursensibel den Umgang mit Ali und Mohamed einüben.