Uni-Studie: Integration von Migranten wird durch größere Verwandtschaftsgruppen erschwert

(Symbolbild: shutterstock.com/Durch thomas koch)
Muslime (Symbolbild: shutterstock.com/Durch thomas koch)

Schlechte Nachricht für all jene, die sich für den massenhaften Familiennachzug unserer „Flüchtlinge“ einsetzen und glauben, das sei die Königsdisziplin der Integration. Eine Studie der Uni Konstanz zeigt: Integration von Flüchtlingen kann durch größere Verwandtschaftsgruppen erschwert werden.

Mit Einsetzen der Flutung unseres Landes mit Immigranten aus dem muslimischen Kulturkreis im Jahr 2015 hatte die Uni Konstanz in einem Forschungsprojekt bis zum Sommer 2017 die breit angelegte „Flüchtlingshilfe“ in einigen Kommunen untersucht.

Unter dem Stichwort „Clanstrukturen/Familienverbünde“ findet sich in den, am Montag im Sozialausschuss des Landkreises vorgestellten, Ergebnissen eine denkbar schlechte Nachricht für all jene, die den massiven Familiennachzug von „Flüchtlingen“ als Integrationsmotor sehen. Denn: Afghanen und Syrer beispielhaft hätten durch „Kettenmigration und Familiennachzug“ größere Verwandtschaftsgruppen mit starken hierarchischen Zusammenhalt gebildet. „Sie sind mit Integrationsangeboten schwer oder kaum zu erreichen, leben nach eigenen traditionell-kulturellen Regeln und üben mitunter Druck auf integrationsaufgeschlossene Mitglieder ihrer Gruppen aus“, heißt es hierzu in der Studie, die lediglich bisherige Erfahrungen mit Migranten aus dem muslimischen Kulturkreis bestätigt.

Projektleiterin Franziska Becker habe laut dem Südkurier weitere Erkenntnisse gebündelt. So habe die Untersuchung zum Beispiel gezeigt, dass es bei vielen Geflüchteten auch nach dem Auszug aus der Gemeinschaftsunterkunft einen großen Bedarf an Begleitung und sozialer Betreuung gebe. „Eine große Herausforderung auf kommunaler Ebene sei die integrationsfördernde Kooperation mit islamischen Vereinen und Verbänden“, so der vermeidliche Lösungsansatz der Forscherin. (SB)