Flüchtlingsgeschenk: Tuberkulose-Ausbruch an Münchner Schule

(Bild: Screenshot/Shutterstock.com)
Tuberkulose-Ausbruch an Münchner Schule (Bild: Screenshot/Shutterstock.com)

München – An einer Schule in der Münchner Ludwigsvorstadt hat es offenbar mehrere Fälle von Tuberkulose-Erkrankungen gegeben. Medienberichten zufolge wurden seit Januar 300 Personen getestet, sechs Schüler seien derzeit erkrankt. Auch bei einer Lehrerin liegt der Verdacht auf Tuberkulose vor, sie werde stationär behandelt. An der betroffenen Schule werden demnach junge Flüchtlinge unterrichtet.

Bisher war der TBC-Ausbruch nicht öffentlich gemacht worden. Nun heißt es jedoch: In einer Schule in der Münchner Ludwigsvorstadt ist eine erhebliche Gesundheitsgefahr offenbar geworden: Dort sind mehrere Personen an Tuberkulose erkrankt. Das berichtet WeltOnline und bezieht sich hierbei auf die zuständige Gesundheitsbehörde der Stadt. Die „Kommunikation“ habe bereits die Regierung von Bayern übernommen, heißt es dazu weiter.

Sechs Schüler erkrankt

Derzeit seien sechs Schüler erkrankt. Vier davon „ansteckungsfähig“. Außerdem sei bei einer Umgebungsuntersuchung die Erkrankung einer weiteren Person festgestellt worden. Es handelt sich um eine Lehrerin. Ob bei ihr eine offene TBC vorliege, werde derzeit „in stationärer Absonderung“ geklärt. Bei 30 weiteren Personen liegt demnach ein positiver sogenannter Quantiferon-Test (QTF) vor.

Als Reaktion auf die Erkrankung einer Lehrerin der Schule am 10. April laufen derzeit weitere Umgebungsuntersuchungen. Hierbei werden rund 300 Personen getestet, einschließlich von Zweituntersuchungen bereits früher getesteter Personen. Die Ergebnisse sollen voraussichtlich bis zum 27. April vorliegen. Für 140 dieser 300 Personen liegen aber bereits jetzt detaillierte Ergebnisse vor.

Flüchtlingsschule sorgt sich nicht um TBC-Opfer, sondern um Anfeindungen von „rechts“

Nach WELT-Recherchen handelt es sich bei der betroffenen Schule um die Schlau-Schule, eine anerkannte Ergänzungsschule, die als private Einrichtung Flüchtlingen staatliche Schulabschlüsse ermöglicht. Hinter dem Schulprojekt steht der Verein Trägerkreis Junge Flüchtlinge e.V., der sich nach Eigendarstellung „für die Bildung von Flüchtlingskindern und Jugendlichen einsetzt, die in vorhandene öffentliche Bildungsangebote nicht integriert werden können“. Zu den Förderern und Sponsoren des Projektes zählt insbesondere die Landeshauptstadt München, darüber hinaus auch die Aktion Mensch und zahlreiche Stiftungen sowie private Geldgeber.

Aus dem weiteren Umfeld der Schule war die Sorge zu hören, dass das Auftreten der Krankheit zu politischen Anfeindungen von rechts gegenüber dem Schulprojekt für Flüchtlinge führen könnte. (SB)

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